Ein Wochenende im Tinyhaus in Rheinau

    • Ein Wochenende im Tinyhaus in Rheinau

      Hallo,
      bin nun gerade wieder zurück von einem Kurzurlaub bei Dieter Puhane.
      Da alles noch recht frisch ist weder ich mal kurz meine Sicht zum Tinyhaus vorstellen.
      Bei Dieter kann man ein Haus mit seiner Ausstattung (nett und liebevolle Details) sowie ein Angelhäuschen (einfach und zweckmäßig) mieten.
      Da wir etwas später kamen mussten wir mit dem Angelhaus vorlieb nehmen.
      Die Ausstattung unterscheidet sich erheblich jedoch sind beide für einen Eindruck im Tinyhausleben geeignet.

      Erster Eindruck innen ... Raumgefühl.
      Habe auch einen Wohnwagen in Betrieb aber das hier ist ein vollkommen anderes Leben.
      Beide Häuser haben eine 6 Meter Basis. Wir waren zu Dritt und unsere Nachbarn als Pärchen angereist.
      Meiner Meinung nach ist ein dauerhaftes Leben ist in keinem der beiden Häuser gegeben.

      Da es Abends teilweise sehr stark regnete waren wir im Haus "eingesperrt".
      Hier habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man die normalen Fenster nach innen kippen kann und so die Luftzirkulation, auch bei Starkregen , gewährleistet war.
      Bei den nach außen zu öffnenden Fenster sehe ich da Probleme. (Dieter erklärte auch die Geschichte dieser Fenster sehr gut und warum diese Art heute nicht mehr verbreitet ist)

      Zu den Schlafmöglichkeiten. Meine Tochter nächtigte komfortabel auf einem Schlafsofa. Meine Frau und ich krabbelten eine Etage höher.
      Fazit. Regelmäßig möchte ich nicht das Bett erklimmen bzw. morgens mit steifen Gliedern runter-steigen/krabbeln/fallen.
      Das mag für die Generation 10-30 prima klappen. 30-45 ok sein . >45 nicht komfortabel !

      Thema Bad. In beiden Häusern sind Komposttoiletten verbaut. Wir hatten eine Separet-Villa und die Nachbarn eine Separet Weekend (mit normalen Toilettensitz)
      Geruch war in beiden Toiletten absolut neutral. Jedoch muss dazu natürlich der für uns nicht hörbare Lüfter laufen.
      Bei der Villa sieht man das "Ergebnis" nicht , da sich eine blaue Sichtschutzscheibe beim Verlassen der Klobrille vorschiebt.
      Hier ist auch das aus meiner Sicht größte Problem. Um sich den Poppes zu putzen muß man aufstehen und schwub ist der Sichtschutz drüber.
      Um das wasserlösliche Papier dort zu versenken muß man auf die Brille mit der Hand runterdrücken. .. Nicht schön.
      Auch das Reinigen des hinteren Schachtes, denn nicht alles landet zu 100% dort, gestaltet sich schwierig. Die blaue Sichtschutzscheibe mag zwar optisch sinnvoll sein jedoch jedoch praktisch ist diese nicht.
      Bei der Weekend ist das einfacher. Der hintere Schacht ist offen und man sollte das Geschäft mit Spänen etc. abdecken.
      Auch das Draufsetzen ist nicht mit einem Platikgeknarze des Villa-Mechanismus verbunden. Aus meiner Sicht ist die Weekend kleiner und effizienter als der große Bruder.
      Meine beiden Mädels brauchten jedoch erheblich länger sich an die "bio-Trennung" zu gewöhnen. Ist ja auch anatomisch nachvollziehbar ;)
      Es waren in beiden eine geräumige Dusche verbaut. Warmwasser wurde einmal mit Strom und beim anderen Haus mit Gas erzeugt. Gleiches Ergebnis.
      Die Küche war brauchbar und in Dieters Haus komfortabler und schicker.

      Also mir und meinen Mädels hat das Wochenende Spaß gemacht und Lust auf ein eigenes Tinyhaus gemacht.
      Nicht zum Dauerwohnen wohl aber im Garten mit der Option, es auch mal woanders zu nutzen.
      Man muss sich jedoch darüber im Klaren sein, dass so etwas nicht zum Nulltarif zu haben ist.
      Ich kann nur empfehlen mal so eine Probewohnen durchzuführen.
      Viele Fantasien, welche man mit den Tinyhäusern verbindet werden, ich sag mal, geerdet.
      Infiziert sind wir trotzdem aber wir haben jetzt klare Vorstellungen was geht und was nicht bzw. wie wir ein Haus aufbauen würden. Das unterscheidet sich teilweise deutlich zu den TH vom Dieter.

      Zum Aufenthalt in Rheineau ist folgendes zu bemerken.
      Die Häuser stehen ab vom Schuß auf dem Parkplatz einer Fischzucht/Angelanlage (man kann auch dort seine Forellen etc. selbst fangen). Sehr ruhig und zweckmäßig.
      Tagesausflüge in den Schwarzwald und in das 20 km entfernt gelegen Strasbourg sollte man unbedingt durchführen.
      An Ausstattung ist eigentlich , inklusive Grill und Campingstühlen, alles vorhanden.
      Dieter Puhane kümmert sich täglich um das Wohl der Gäste.
      Bereitwillig lud er uns in die Werkhallen ein und erklärte viele Dinge ohne Geheimnisse und Tabus.
      Für einen Small(oder manchmal Long)Talk ist er gern zu haben. Ein guter Gastgeber.
      Alles in allem war der Preis für die Erfahrung auf jeden Fall gerechtfertigt.

      Ps. Ich bekomme keinen Rabatt von DP. Mache auch keine Werbung für seine Häuser.
    • Um sich den Poppes zu putzen muß man aufstehen und schwub ist der Sichtschutz drüber.

      Um das wasserlösliche Papier dort zu versenken muß man auf die Brille mit der Hand runterdrücken. .. Nicht schön.
      Auch das Reinigen des hinteren Schachtes, denn nicht alles landet zu 100% dort, gestaltet sich schwierig. Die blaue Sichtschutzscheibe mag zwar optisch sinnvoll sein jedoch jedoch praktisch ist diese nicht.


      Hallo,

      benutze selbst das erwähnte Modell seit etwa 14 Tagen. Warum man zum Abputzen aufstehen sollte??? Sehe da keinen Grund dafür und mache ich auch nicht. Also wer in den hinteren Schacht, d.h. den Eimer nicht reintrifft? Hat der ev. einen überdimensionales Hinterteil? Habe auch keinerlei Probleme mit der blauen Sichtschutzscheibe und knarzen tut das Ding schon gar nicht. Wie so vieles ist alles eine Frage der Gewöhnung und auch Übung. Was mich eher etwas stört ist das Lüftergeräusch. Ein konstantes, leises, tieffrequentes Brummen ist schon hörbar und gewöhnungsbedürftig, sicher auch abhängig von der Raumaufteilung. Ansonsten bin ich eher angenehm überrascht.

      Gruss Haumdaucha