Angepinnt THoW (TinyHouse on Wheels) - Was ist machbar (Breite, Höhe und Gewicht)

    • Jepp, nur das man mit dem Dreier einen LkW mit 7,5 Tonnen Plus Anhänger, der bis zu dem 1,5 fachen des Zugfahrzeug wiegen darf fahren kann. Macht zusammen ca. 18,5 Tonnen.

      Noch zur Vervollständigung. Dreier Max. 3 Achsen, als zwei am Zugfahrzeug und eine am Anhänger (Tandemachse gilt als eine) Bei C1E darf man auch Zweiachsige Hänger ziehen.
      EU Halt
    • Steff schrieb:

      Jepp, nur das man mit dem Dreier einen LkW mit 7,5 Tonnen Plus Anhänger, der bis zu dem 1,5 fachen des Zugfahrzeug wiegen darf fahren kann. Macht zusammen ca. 18,5 Tonnen.

      Noch zur Vervollständigung. Dreier Max. 3 Achsen, als zwei am Zugfahrzeug und eine am Anhänger (Tandemachse gilt als eine) Bei C1E darf man auch Zweiachsige Hänger ziehen.
      EU Halt
      kurze zwischenfrage:
      habe meinen grauen leider mal abgeben müßen und dann so´ne karte, die ich nicht mehr finde, erhalten.
      darf ich immer noch 18,5 tonnen gesamtgewicht bewegen?
      und ich darf paßende zweiachser ziehen, dank EU? ich glaub´s ja nicht. cooool :)
    • squeezy schrieb:

      kurze zwischenfrage:habe meinen grauen leider mal abgeben müßen und dann so´ne karte, die ich nicht mehr finde, erhalten.
      darf ich immer noch 18,5 tonnen gesamtgewicht bewegen?
      und ich darf paßende zweiachser ziehen, dank EU? ich glaub´s ja nicht. cooool :)
      Steht bei dem Checkkartenführerschein in der letzten Spalte (12) die Ziffern: 79(C1E>12000kg,L s3) dann wurde der 3er korrekt umgeschrieben. Andernfalls darfst du nur noch bis max 12 to.
      Wenn ich es recht in Erinnerung habe, wird der Zusatzeintrag beim Umschreiben nur gemacht wenn er explizit gewünscht wird.
    • Besten Dank für den Link. Es sind schöne Fotos dabei und einiges gefällt mir richtig gut. Insbesondere der Schrank mit den vielen Fächern und der ausziehbaren Tischplatte.

      Der Anhänger hat eine Einstiegshöhe um die 100 cm und deshalb keine Lofts? Es ist ein 'normaler' LKW Anhänger?
    • Da auch hier wieder einige Fragen bezüglich Überbreite und Überhöhe aufgetreten sind, möchte ich darauf nochmal genauer eingehen.

      Wer sein TH als Wohnwagen zulassen möchte, der ist an die max. 2,55m Breite und max. 4m Höhe gebunden, ansonsten gibt es keine Zulassung.
      Wird das TH allerdings als Ladung deklariert, dann ist man dabei etwas flexibler. (Ich beziehe mich jetzt auf Deutschland, für andere Länder gibts die Tabelle im Startthread)

      1. Überbreite
      Für eine Ladung bis 3m Breite bekommt man in Deutschland problemlos eine dauerhafte Ausnahmegenehmigung. Dies beruht darauf das sämtliche Überlandstraßen (Ortverbindungstraßen, Land-, Staats-, Bundesstraßen und Autobahnen) einen Regelquerschnitt von min. 2,75m + 1m befestigtem Randstreifen aufweisen und somit auf Ladungen von bis zu 3m von vornherein ausgelegt sind. Bei einer bestehenden Ausnahmegenehmigung muss also vor einer Fahrt nur bei Ortsdurchfahrten geprüft werden, ob die Ladung durch passt oder ob ein Umweg gefahren werden muss.

      Bei Breiten über 3m gibt es Ausnahmegenehmigungen nur für die einzelne Fahrt, nur mit Begleitfahrzeug und diese muss bei den Straßenverkehrsbehörden mit detailliertem Streckenplan angemeldet werden. Meist gibt es dann dazu auch Auflagen, wie z.B. Fahrt nur bei Nacht etc.

      2. Überhöhe
      In der Höhe ist man weniger flexibel, da sind die 4m mehr oder weniger in Stein gemeißelt. Die 4m beruhen darauf, das außerorts sämtliche "Überbauungen" (Brücken, Überlandleitungen, Oberleitungen der Bahn, etc) der Straße ein mind. Höhe von 4,20m haben. Anzumerken ist, dass sehr viele Sattelzüge eine geringe Überhöhe aufweisen, was an unterschiedlich hohen Sattelkupplungen liegt. Drin liegt der Grund für die Differenz zwischen max. Ladungshöhe und mind. Höhe der Überbauung.

      Auch hier gibt es Ausnahmegenehmigungen nur für die einzelne Fahrt, nur mit Begleitfahrzeug und diese muss bei den Straßenverkehrsbehörden mit detailliertem Streckenplan angemeldet werden. Gegebenenfalls muss je nach Strecke dann auch die Bahn bzw. Energieversorger hinzugezogen werden, um evtl. Leitungen abzuschalten oder anzuheben.
      Hinzuzufügen ist noch, das Ausnahmegenehmigungen für Überhöhe nur im absoluten Ausnahmefall gewährt werden. Es wird vorher streng geprüft ob die Ladung nicht in irgendeiner Art zerlegt und anders transportiert werden kann.
    • An dieser Stelle noch eine kurze Anmerkung zur Länge:

      Max. Länge für Gliederzüge in der EU: 18,75m
      Max. Länge für Sattelzüge in der EU: 16,50m

      In den vorigen Beiträgen wurde des öfteren eine Länge des TinyHouses von 12m genannt. Rechnet man da noch ca. 2m Deichsel hinzu, sind das bereits 14m. Bleiben also noch 4,75m für die Zugmaschine. Da muss man schon suchen. Eine Sattelzugmaschine ist da schon zu lang. Selbst ein Unimog ist schon so um die 5,60m.

      Auch wichtig zu wissen: Bei Ausnahmegenehmigungen wird unterschieden, ob das Fahrzeug bzw. die Fahrzeugkombination oder nur die Ladung die zul. Maße überschreitet (vgl. §70 StVZO bzw. §46 I Nr. 5 StVO evtl. in Kombination mit §29 III StVO). Sehr schön beschrieben hier: lkw-recht.de/Schwertransport/L…ehr_Ausnahmegenehmigungen
    • Neu

      Hallo, ein paar Anmerkungen:

      an den Verfasser des Artikels:
      Es gibt noch die Fifth-Wheel-Kupplung, die wesentlich praktischer ist als der Minisattel, weil die in der Ladefläche eine PickUp verschwindet, wenn sie nicht benutzt wird. Somit ist das Fahrzeug viel besser nutzbar, wenn der Anhänger nicht dran ist. Mit dem System werden Anhänger mit einem Eigengewicht von bis zu 5400kg realisiert, die dann ihre Last über 3500kg auf das Zugfahrzeug "übertragen". Somit ist diese Kombination dann noch mit dem BE-Führerschein zu fahren. Tolle Sache, aber nicht ganz billig.

      zu den Kommentaren bisher:
      "Mit der C1E-Fahrerlaubnis ist es auch möglich, einen PKW, welcher 3,5 t wiegt, mit einem Anhänger zu kombinieren, welcher bis zu 8,5 t wiegt."
      Fahrerlaubnisseitig mag das sein, aber de facto ist es Unsinn:
      Selbst wenn der PKW ein Geländewagen ist, und somit (theoretisch) das 1,5fache des eigenen zGG ziehen darf, wären dann 5,25t. Aber ein solches Fahrzeug kriegst Du in D nicht zugelassen (leider, in der Schweiz, ist es anders). Und zudem müsste der Anhänger (und natürlich das ziehende Fahrzeug) dann auch Luftdruckbremse ausgestattet sein (so wie es in der Schweiz eben auch ist).
      Für D ist das also im wahrsten Sinne des Wortes eine Luftnummer…

      Zur Klasse C1E KZ79:
      Um in den Genus dieser Regelung zu kommen, muss man zwingend den alten „Lappen“ in einen Kartenführerschein umtauschen. Die Sonderreglung „79“ verliert man aber, wenn man diese nicht erneuert, wenn man das 50. Lebensjahr vollendet hat ! Und das kostet durchaus ein wenig Geld, weil man dafür ärztliche Atteste benötigt.

      jaja, über 3500kg wird die Welt schwierig...
    • Neu

      Ich war heute bei mir a.d. Landratsamt und habe im Verkehrsamt wegen Überhöhe gefragt. In meinem Fall wäre es eine Überhöhe von 20cm (also 4,20) über eine Strecke von rund 20km. Man muss eine genaue Strecke angeben (die ich in meinem Fall natürlich vorher abfahre und sicherstelle, dass keine Brücken, Unterführungen, ... dabei sind) und bekommt eine Genehmigung für genau diese Strecke über einen gewissen Zeitraum (bis 3 Monate). Ich müsste mit Kosten von ca. 50€ rechnen.

      Diese Angaben habe ich nur mündlich bekommen, bei Bedarf muss also jeder selbst nachfragen.