Konzept auf zwei Wechselbrücken

    • Ha, das Platzsuchen geht a.d. Nerven! War ich bisher immer so optimistisch mit meinem Plan:
      * erst Bauen, dann findet sich schon was.
      * ein Platz zum Bauen findet sich immer
      * wenn nicht nah, dann halt etwas weiter und dann findet man vielleicht noch was besseres.
      So kratzt die reale Suche doch sehr am Optimismus. Gar so viele, allein theoretisch schöne, Plätze gibt es gar nicht. :(
      Ich habe eine sehr kurze innere Reihenfolge festgelegt. Ab Mittwoch versuche ich mit den Eigentümern ins Gespräch
      zu kommen. Wenn nichts dabei raus kommt, muss ich im Sinne des Plans weitermachen. Irgendeine Lösung wird sich
      sich finden. Es ist vom Prinzip her ein lösbares Problem.

      Die klassischen Projektphasen sind: Euphorie, Ernüchterung, Realisation. Ich bin in Phase 2, aber da sich a.d. Motivation
      nicht geändert hat, ist es immer noch der richtige und notwendige Weg.

      Mir gefällt vieles nicht am TH von Nessa, aber ich habe zwei für mich sehr wichtige Inspirationen in ihren Videos gefunden:
      * Die Idee, erst zu Bauen und dann findet sich schon was.
      * Wenn etwas richtig ist zu tun und man es tun kann, dann sollte man es auch tun.

      Das Positive beim Kampf gegen den inneren Schweinehund: übermorgen bin ich vielleicht schon schlauer, in einer Woche habe
      ich es vielleicht sogar schon mit einem der beiden Lieblingsplätzen geschafft.
    • habe jetzt auch mal ein bischen Nessa geschaut, habe sky-dsl und meist keinen stream, da gefällt mir auch enorm viel nicht,
      außer den beiden von dir angeführten aussagen und hübsch Nessa. :)
      in meinem fall habe ich es recht leicht, da ich ohnehin eine werkstatt mieten muß und solche, die ich miete, schwierig zu vermieten sind.
      da hat der bauer auch kein problem wenn ich, momentan noch, einen wohnwagen davorstelle. irgendwelche unvermietbaren schuppen sollten so beigehen. strom und toilette müßen halt da sein. ein wasserfaß auf rädern geht notfalls auch locker bei.

      du hattest irgendwo mal nach specksteinöfen gefragt.
      speckstein ist geil. heizschwein offen in die mitte gestellt und 3 fette wände. fertig.
      spielzeug aus dem baumarkt hat nichts mit einem specksteinofen gemein.

      und wie lief dein mittwoch?

      grüße,
      werner
    • squeezy schrieb:


      speckstein ist geil. heizschwein offen in die mitte gestellt und 3 fette wände. fertig.
      spielzeug aus dem baumarkt hat nichts mit einem specksteinofen gemein.
      Ich vermute nur grob, was Du meinst. Aber ich denke, das ist zu träge für mich. Wie meinst Du das mit Heizschwein?? Hast Du einen Link?

      Die Lieblingsort schaut schlecht aus (Meinung Altbauer). Ich frage am Sa nochmal beim Jungbauern an.
      Der Ort i.d. zweiten Kategorie ist nichts. Aber es fängt ja gerade erst an.
    • Ich verschiebe meine aktive Suche (=Fragen) auf frühen Frühling und sehe mich bis dahin nach möglichen Plätze um.

      Z.Z. komme ich spät heim und bin wenig da. Da brauche ich was Schnelles. Den Begriff Heizschwein kannte ich noch nicht. Ich schwanke zwischen rein Stahl und was mit Keramik bzw. ähnlich. Aber Grundofen ist für mich nichts, dafür bin ich zu wenig zuhause.
    • So, ich habe a.d. Frühling gewartet und siehe da, es erscheint das Licht am Ende der dunklen Tage :)

      Ich habe einen alleinliegenden Hof ins Auge gefasst. Am Samstag habe ich bei einer kleinen Feier mit dem Besitzer gesprochen, der Erstkontakt war positiv ("Wasser und Strom ist da, kein Problem") :) Nächste Woche treffen wir uns wieder, aber ich habe ein ganz gutes Gefühl :)

      Ich bin in Bayern und hier im Forum hat sich die letzten Tage eine ziemliche Dynamik mit einigen interessanten Erkenntnissen ergeben. Mein Dank an die Beteiligten!
      Diskussion zur Auslegung der EnEV
      Baurechtsfragen allgemein und speziell Bayern

      Die aktuelle Essenz ist die, dass die verfahrensfreie Bauten in Bayern
      "Gebäude mit einem Brutto-Rauminhalt bis zu 75 m3, außer im Außenbereich" stmi.bayern.de/assets/stmi/buw…as_ist_verfahrensfrei.pdf

      Einfach so aufgestellt werden können, und da es anscheinend keine Beschränkung auf Nebengebäude gibt, kann man da wohl auch wohnen

      "Wenn Sie eine bauliche Anlage errichten oder ändern, die nach der Bayerischen Bauordnung verfahrensfrei ist, bedeutet dies nur, dass Sie keinen Bauantrag stellen müssen und keine Baugenehmigung brauchen. Eine Prüfung Ihres Bauvorhabens vor der Errichtung durch die Bauaufsichtsbehörde erfolgt nicht. Sie sind selbst für die Einhaltung der geltenden Vorschriften verantwortlich."
      stmi.bayern.de/buw/bauherrenin…reiebauvorhaben/index.php

      Das ist erst einmal eine super Nachricht, aber obwohl sie von der Seite des Bayrischen Ministeriums des Inneren und Migration kommt, ist im Endeffekt wohl doch das entsprechende Gesetz relevant, das ich noch nicht recherchiert habe. Hints are welcome :)

      Klar ist auch, dass für ein Wohngebäude die entsprechenden Voraussetzungen gelten müssen. Ich denke für mich, der mit Naturmaterialien dämmen will, ist wahrscheinlich die EnEV das schwierigste, aber nicht unlösbare. Konsultation des Kaminkehrers gibt es auf jeden Fall.

      Ich sehe generell im Moment folgende Möglichkeiten
      1) die 75 m^3 einhalten, alle Regeln für ein Wohngebäude einhalten und einfach machen, ohne zu fragen.
      2) die 75 m^3 nicht einhalten, aber einen Bauantrag stellen und das genehmigen lassen
      3) die 75 m^3 nicht einhalten, aber so tun als dachte ich, sie wären eingehalten, falls doch einer nachfragt.

      Ich brauche aus privaten Gründen für die nächsten Jahre nur eine Schlafmöglichkeit im TH. Echtes Wohnen mit Zeit dort verbringen, sich u.d. Garten kümmern, ... kommt erst in ein paar Jahren. Darum sehe ich die Baugenehmigungsvariante 2) als realistisch, aber eben nicht für jetzt.

      Das spricht für 3) aber dann so bauen, dass es genehmigungsfähig ist. Der Trick bei 3) ist, die überdachte Veranda nicht zum Brutto-Rauminhalt hinzu zu rechnen. Ich bin kein Freund von Tricks und ich hasse Lügen, darum habe ich die Hoffnung, dass ich es auch legal unter die 75 m^3 schaffe. Ich habe das im Moment noch nicht genauer recherchiert. Die für mich noch offenen Frage sind die überdachte Veranda, das Rechnen des Raums ab TH-Boden oder Erdboden und der Stauraum. Inzwischen gehe ich schon davon aus, dass die WB nicht auf Stützen bzw. Anhänger stehen, sondern auf kleinen Podestchen abgesenkt werden.

      Da ich aber auch nichts gegen eine spätere Baugenehmigung habe, bin ich vorsichtig, mich jetzt zu stark zu beschränken. Für mich selbst wären die beliebten 3.5t bei 2,55m eine extreme Einschränkung, die meinen geplanten Umzügen alle 5-10 Jahren nicht gerecht werden. Aus dem gleichen Grund möchte ich auch möglichst an meinem Konzept mit 2 WB = 1 x 20qm Wohnbereich plus extra WB mit Bad/Technikraum, überdachter Veranda und Stauraum festhalten, es geht mir immerhin um die nächsten 20+ Jahre. Wenn ich nur Wohnbereich + Bad rechne, bewegt es sich, je nach Berechnungsart, knapp um die 75 m^3. Da kann ich zum einen Möglichkeit 3) gelten lassen und/oder aber auch etwas a.d. Planung drehen um "ehrlicher" zu werden. Lieber einen halten Meter kürzer aber ehrlich, wenn ich schon "Schlupflöcher" nutze, die mir das bayrische Gesetz lässt.
    • So, ich habe einen Stellplatz! :)

      Ich kann am Rand eines Hofes in Alleinlage stehen. Neben ein paar Schuppen, weit vom Wohngebäude entfernt. Die Lage ist traumhaft: Auf einem Hügel mit freiem Blick nach Osten und Süden zwischen Obstbäumen. Ich habe Strom, Wasser (außer im tiefsten Winter, da nicht frostfest) und sogar Internet über Richtfunk (die Antenne ist auf einem der Schuppen).

      Der Platz ist von öffentlichen Straßen und Wegen nicht einsehbar, außer dem Bauern, dem ein angrenzender Obstgarten gehört, wird niemand das TH jemals sehen.

      Ich werde keinen Bauantrag stellen, kann aber (teils mit etwas gutem Willen) argumentieren, dass es Innenbereich ist, < 75m^3 (verfahrensfrei in BY) und den technischen Anforderungen entspricht. Ganz exakt nicht, z.B. werde ich einen Abwassertank vergraben, habe im tiefen Winter kein Wasser, ... Aber ich kann damit leben.

      Das ganze soll vorübergehend für die nächsten Jahre sein. A.d. Grund will ich so planen und bauen, dass es dann auch mal mit Baugenehmigung geht.
    • In BY ist ein Bauantrag unter gewissen Umständen nicht nötig.

      "Wenn Sie eine bauliche Anlage errichten oder ändern, die nach der Bayerischen Bauordnung verfahrensfrei ist, bedeutet dies nur, dass Sie keinen Bauantrag stellen müssen und keine Baugenehmigung brauchen. Eine Prüfung Ihres Bauvorhabens vor der Errichtung durch die Bauaufsichtsbehörde erfolgt nicht. Sie sind selbst für die Einhaltung der geltenden Vorschriften verantwortlich.
      stmi.bayern.de/buw/bauherrenin…reiebauvorhaben/index.php


      Meines Wissen gibt es keine Zahlen, aber ich vermute stark, dass von den existierenden TH in D (lassen wir mal Bauwägen außen vor) nur ein kleiner Teil eine Baugenehmigung hat. Auch ist es fraglich, wie viele der von Herstellern verkauften TH real eine Chance darauf haben. Trotzdem würde ich es begrüßen, wenn mehr TH ganz legal mit Brief und Siegel (Baugenehmigung) stehen. Ich strebe es ja selbst so für einen späteren Zeitpunkt an.