Tiny Häuser auf Freizeitgrundstück

    • Tiny Häuser auf Freizeitgrundstück

      Plane den Kauf eines Wohlwagens und hätte hierfür auch einen Stellplatz (auf einem Wiesengrundstück unterhalb eines Hofes), allerdings bisher ohne Genehmigung, die jedoch erfragt werden soll. Kennt sich jemand mit den Bestimmungen für Tiny Häuser auf "Freizeitgrundstücken" aus? Was muss ich beachten, wenn ich bei der Gemeinde eine Genehmigung erfragen möchte? Über Tipps und Infos wäre ich dankbar!
      Liebe Grüße
      Katrin :)
      :)
    • Also was man so hört: Wenn der Eigentümer nichts dagegen hat und sich auch sonst keiner dran stört, stell es einfach hin.

      Grundsätzlich würde ich sagen, dass du eine gute Info-Mappe vorbereiten und mitnehmen solltest, in der du alles erklärst und Bilder zeigst. Es muss klar sein, dass du seriös bist ;)
    • Hallo KatrinB
      warum gehst Du denn nicht gleich auf Nummer Sicher? Ich würde sofort zum Bauamt der Gemeinde gehen und dort meine Pläne vorstellen. Nur Mut!! Die Leute dort sind ja auch keine Unmenschen. Meine Erfahrung dahingehend ist sehr positiv! Auf die Meinung dort kannst Du Dich dann auch verlassen und eine ev. Zustimmung bekommst Du auch schriftlich! " Auf was man so hört" würde ich mich nicht verlassen. Da kannst Du auch reinfallen und was dann?

      Gruss Haumdaucha
    • Ich wäre das vorsichtig. Wenn die Wiese als "Aussenbereich" oder landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen ist, sind die Chancen sehr gering. Und wenn man dann zum Amt geht, weckt man die Hunde und verbaut sich unter Umständen seine Möglichkeiten.

      Aber: die allseits aus dem TV und Youtube bekannte Dame, die im doppelten Wohlwagen wohnt, hat es aber offenbar dennoch irgendwie hinbekommen. Also: sag niemals nie!

      Viele Grüße,
      Martin
    • Hallo Katrin,

      wenn es um das rechtliche geht, also wie und wo darfst du dein THoW abstellen und welche Genehmigungen brauchst du dafür, das ist bei tiny-house.de sehr gut erklärt.

      "Generell lässt sich sagen, dass der Begriff „Freizeitgrundstück“ nicht offiziell definiert ist und nur die zuständige Baubehörde konkrete Auskünfte darüber erteilen kann, was gerade auf diesem Grund zulässig ist und was nicht."
    • KatrinB schrieb:

      Danke für Euer Feedback!
      Bei dem Wiesenstück geht um eine landwirtschaftliche Nutzfläche bzw. Landschaftsschutzgebiet und so sehe auch ich die Chancen für eine offizielle Genehmigung als sehr gering an.
      Landwirtschaftliche Nutzfläche würde ja vielleicht mit Tricks noch gehen, allerdings im Landschaftsschutzgebiet sieht es sehr schlecht aus.

      "Im Außenbereich geht zumeist gar nichts (BauGB §35); das mag frustrierend sein, schützt aber auch die Natur und unser aller Erholungsflächen. Ausnahmen gelten im Außenbereich für „privilegierte“ Antragsteller (also landwirtschaftliche Betriebe) und auch dann nur im tatsächlichen Zusammenhang mit dem landwirtschaftlichen Betrieb. Es wird also (zumindest aus baurechtlicher Sicht) nicht weiterhelfen, sich einen Bauern zu suchen, der willens ist, einem ein Stückchen Land für das THoW zu verpachten. Der Nutzer wäre dann nicht er selber und das BV würde durchs Raster fallen. Eine Ausnahme könnte dann gegeben sein, wenn zwischen Landwirt und THoW-Bewohner zusätzlich ein Arbeitsvertrag besteht und auf dem Hof nachweislich der nötige Wohnraum für Angestellte fehlt."
    • Es ist Landschaftsschutzgebiet, ein kleines Wiesenstück direkt unterhalb des Hauses, in dem ich derzeit lebe. Zuvor wurde es als Freizeitgrundstück verpachtet, ein alter, zerfallener Bauwagen "ziert" es momentan noch. Dieser wurde in den letzten zwanzig Jahren nicht als störend empfunden ;-).
      :)
    • Hätte da noch die Alternative nach den den PRIVILIERTEN STATUS:
      Wie wäre es denn wenn sich die TH Besitzer zu einer landwirtschaftlichen Genossenschaft zusammen schliessen, und überall "Zweigbetriebe" eröffnen, und neben Ihrem Wohnen in den landwirtschaftl. Nutzflächen die Flächen nachhaltig bewirtschaften, z.B. Obstanbau und Gemüsebau benötigt nicht übermäßig Platz. ( im kleinen Stil) Mir ist nicht bekannt, das ein landwirtschaftlicher Betrieb eine Mindestgrösse haben muss, und der Zusammenschluss vieler TH Nutzer auf gepachteten / Eigentumsflächen ergibt auch eine stolze Grösse.

      Mir erscheint das eine Wohnen in TH zu wenig, denke alle TH Nutzer verbindet der Gedanke des nachhaltigen ökologischem Umgangs mit und in der Natur ( Sonst könnte man sich auch ein Wohnklo mieten).

      Hat darüber schon mal jemand nachgedacht??? Gerne würden mich eure Meiningen und Erfahrungen hierzu interessieren.
    • So einfach ist das dann auch wieder nicht, die Größe des landwirtschaftlichen Betriebs ist nur zweitrangig.

      Um als landwirtschaftlicher Betrieb anerkannt zu werden, müssen grob gesagt folgende Bedingungen erfüllt werden (Ich gehe mal nicht auf Details ein):
      • Gewinnerzielungsabsicht (also nicht nur zur Selbstversorgung)
      • nachhaltige Existenzfähigkeit (man muss in der Lage sein von der Landwirtschaft langfristig zu leben, hier wird auch schon mal gefragt, ob man zeugungsfähig ist bzw. ob es Kinder gibt, um das Objekt an einen Nachfolger weitergeben zu können)
      • bei Tierhaltung muss die Futtererzeugung überwiegend auf eigenen Flächen erfolgen (sonst gilt es als Liebhaberei)
      • und Pachtflächen sollten nicht grösser sein als eigene Flächen
      Dann ist es entscheidend wo man wohnt! Wohnt man in einem Wohngebiet, in einem Mischgebiet oder wohnt man im sogenannten Außenbereich. Im Außenbereich ist es so, dass dort Bauen grundsätzlich er einmal nicht erlaubt ist. Ausnahme ist das sogenannte priviligierte Bauen.
      Hier wird oft etwas missverstanden, nicht der Landwirt ist priviligiert, sondern nur das Bauvorhaben! Es gibt also keinen priviligierten Landwirt, es muss für jedes Bauvorhaben neu geprüft werden.

      Die Privilegierung verlangt einen landwirtschaftlichen Betrieb (wie oben definiert) + Fachwissen (landwirtschaftliche Ausbildung mit abgelegter Prüfung)

      Erst dann sind alle Bedingungen fürs "Bauen" im Außenbereich erfüllt.
    • Hallo Dietmar

      Danke für die Info. Wie ich sehe, bist Du genauso vom Fach wie ich. Daher möchte ich Deine Infos weiter verfolgen mit den Gedanken:

      Wo ist der Bauer mit der landwirtschaftl. Ausbildung. Verfügen wir in der Community nicht über einen Bauern?? ( Oder Bauernsohn / Tochter ??) Soviel ich weiss ist der Begriff Bauer / Landwirt nicht geschützt. Ich meine nicht den ausgebildeten Agronom mit Diplom in Chemie und ohne Hof.

      Das mit der Futtererzeugung ist bei den heutigen Agrarbetrieben nicht mehr gegeben. Welcher Schweinemäster aus Norddeutschland hat schon so viel Ackerflächen, um seine Schweine hiervon mästen zu können?? (Thönnes lässt grüssen). 5000 Muttersauen / Betrieb kannst Du nicht vom Land ernährt werden, und die Agrarbetriebe werden immer grösser - Dank EU Förderung, Abholzung der Regenwäler und Sojaerzeugung in Übersee / Südamerika und sonst wo in der Welt.

      Doch genau das ist das Dilemma im dem wir stecken. Jedem Selbstversorger wird erst mal die Grundlage zur Existenz schwer gemacht und sein Vorhaben restriktiv gesehen. Wir wollen mal 50 glückliche Hühner auf einem landwirtschaftl. Grundstück halten, dies wurde vom LW Ministerium abgelehnt da unwirtschaftlich. 50.000 Hühner sind OK ( Bei Einhaltung der Immissionswerte) Da verschieben sich ganze Bedürfnisse zu Lasten von Grossbetrieben und dann klagt man und reibst sich verwundert die Augen wenn in D die Dörfer aussterben und den Kleinbauern und Nebenerwerbs Betrieben die Existenz Grundlagen genommen werden.

      In Belgien / Nordfrankreich zahlen Käufer für ein speziell gezüchtetes Hühnchen 50,00 € am Markt ( in D 2,00 € aus der Tiefkühltruhe oder von der "Frischetheke") , in Nordfrankreich werden für Spezialitäten an Kartoffeln saisonal 500,00 €/Kg bezahlt vom Verbraucher. Doch mit Billig Billig und Geiz ist Geil hat das nichts zu tuen. Das ist Lebensqualität und die Bauern / Kleinbetriebe überleben - OHNE EU Förderung.

      Habt Ihr schon mal gehört das ein Schweinemäster / oder Hühnerfabrikant in ein Gewerbegebiet geht??? Bestimmt nicht, der nutzt einen Acker an der Strasse weit weg von jeder Ansiedlung um seinen Betrieb zu führen. Doch dem glücklichen Selbstversorger wird dies nicht vergönnt. Das ist die richtigerweise von Dir aufgezählte gesetzliche Grundlage!!

      Daher muss hiergegen was unternommen werden. Kühe sind nicht Lila und Milch kommt nicht aus dem Supermarkt. Das muss unseren Kids doch anschaulich zu vermitteln sein, und die Erfahrung im Umgang mit Natur / Jahreszeiten und Tieren prägen Kids fürs Leben. Doch wo sollen sie das lernen. Kein Schweinemäster / Hühnerfabrikant lässt Kids auf seinen hygienisch keimfreien Betrieb.

      Daher engagieren wir uns für eine bessere Zukunft unserer Kids und ein zufriedeneres Leben und finde die TH Bewegung gut. Nun gilt es das mit Leben zu implementieren und vielleicht ist der Gedanke an die Selbstversorger - Genossenschaft ja ein gangbarer Weg um zufriedenere / glückliche Menschen zu haben.

      Mein Gedanke ist daher, erst mal auf verwertbare hochwertige Produkte wie Beerenobst und Steinobst / Apfel für Säfte zu nutzen. Der Investitionsrahmen ist überschaubar und der Ertrag ist ganz ordentlich. Insofern halte ich es für nicht zielführend mit Tieren anzufangen, sondern sich über saisonale Produkte langsam und stetig aufzubauen und wenn auch nur saisonal erst mal das TH als "Schäferwagen" vor Ort zu nutzen.

      Vorteil der Genossenschaft ist auch die Langlebigkeit und Nachfolge gegenüber dem Einzelbetrieb. Ich könnte mir auch eine klosterähnliche Struktur vorstellen im gemeinschaftl. Zusammenleben von Gleichgesinnten in bestimmten Lebenslagen, z.B. ältere Menschen mit jungen Familien. Gestern sah ich einen Beitrag von unserem neuesten "Exportschlager" Rentner ins osteuropäische Ausland zu verschieben um dort die günstigeren Lebenshaltungs- und Betreuungskosten zu nutzen, da unsere vereinsamten Rentner nicht mehr wissen wie sie mit den paar Euros an Rente rum kommen können. Eine Schande ist das für unser Wirtschaftssystem.

      Daher freue ich mich über jeden noch so abwegigen Gedanken zur Förderung von Möglichkeiten zur Unabhängigkeit und Selbstversorgung im Rahmen der uns gegebenen Möglichkeiten und bitte um rege Beteiligung.
      Besten Dank vorab.
    • Medwed schrieb:

      Soviel ich weiss ist der Begriff Bauer / Landwirt nicht geschützt. Ich meine nicht den ausgebildeten Agronom mit Diplom in Chemie und ohne Hof.
      Doch, Landwirt ist ein geschützter Begriff, da es ein anerkannter Ausbildungsberuf ist.

      Medwed schrieb:

      Das mit der Futtererzeugung ist bei den heutigen Agrarbetrieben nicht mehr gegeben. Welcher Schweinemäster aus Norddeutschland hat schon so viel Ackerflächen, um seine Schweine hiervon mästen zu können??
      Solche Betrieb laufen nicht mehr als landwirtschaftlicher Betrieb, das ist ganz einfach Großindustrie! Und das die Großindustrie tun und lassen kann was sie wollen, so lange sie mit dem Argument "Schaffung von Arbeitsplätzen" kommen, ist ja hinlänglich bekannt.


      Mein Großvater war noch Kleinbauer, mit 20 Schweinen, ein paar Schafen, 50 Hühnern und ein paar Gänsen und Enten... wir hatten noch die monatliche Hausschlachtung, Futter wurde auf einem kleinen Acker hinterm Haus angebaut, dazu noch eine Obst und Gemüsegarten usw.
      Vor 40 Jahren war das alles kein Problem, doch heute mit den ganzen Auflagen und gesetzl. Regelungen aus Brüssel ist diese Form von Landwirtschaft nahezu ausgestorben, weil es sich der "kleine Mann" garnicht leisten kann, all diese Bestimmungen zu erfüllen.

      Medwed schrieb:

      Gestern sah ich einen Beitrag von unserem neuesten "Exportschlager" Rentner ins osteuropäische Ausland zu verschieben um dort die günstigeren Lebenshaltungs- und Betreuungskosten zu nutzen, da unsere vereinsamten Rentner nicht mehr wissen wie sie mit den paar Euros an Rente rum kommen können. Eine Schande ist das für unser Wirtschaftssystem.
      Du wirst lachen, doch ich als armer kleiner Frührentner, der nicht weiß wie er mit seinen paar Euros Rente über die Runden kommen kann, hab selber schon darüber nachgedacht ins osteuropäische Ausland zu gehen...
    • Hi Dietmar
      auf You Tube gibts einen tollen Beitrag der heisst: Wir sind Bauern, keine Landwirte.
      Genau das ist ja das Thema: Landwirte sind "studierte" Leute ( oder nur ausgebildete "Arbeiter" ) Im heutigen Zeitalter seh ich zunehmend die Tieflader Landwirtschaft. Ohne Bezug zum Dorf und den Menschen kommen Industriebetriebe daher, verunstalten das Land und nutzen die Äcker in Grössenordnungen, das man vom Bauernstand nicht mehr sprechen kann.

      Doch der Begriff des Bauern ist viel mehr. Verwurzelt mit seinem Land und den Leuten seiner Heimat. Vielleicht habe ich da auch ein verklärte Vorstellung aus meiner Kindheit, doch ich wohne auf dem Dorf und freue mich über jede Flasche Wein die ich beim Winzer nebenan kaufe und geniessen darf.

      Daher nicht kapitulieren vor den Vorschriften sondern zusammenschliessen. Viele kleine Spatzen bilden einen Schwarm und Schwarmintelligenz ist ja nicht nur bei der Energiewende ganz gross in Mode zur Stromerzeugung. Richtig ist, das es nur erlaubt ist für den Eigengebrauch Tiere mit Hausschlachtungen durchzuführen. Wenn man verkaufen möchte geht das nicht. Doch wer hindert uns daran, eine Eigenverbraucher NON PROFIL Community zu haben ??? Im Tausch sozusagen??? Arbeit gegen Lebensmittel.

      Derzeit suche ich für meine Idee tatkräftige Helfer die mit mir zusammen unsere Obstbäume ( alte Sorten) pflegen und ernten möchten. Klar Arbeit an der frischen Luft gehört dazu, doch es gibt mir viel mehr als das was ich gebe. Wer sitzt nicht gerne unter einem Baum und kann den Abend geniessen, freut sich auf leckeres Obst oder hat gerade einen Bio-Apfel in der Hand. Unser Obst wird weder gedüngt, noch gespritzt es wird nur baumweise verkauft an Familien im Frühjahr mit / ohne Baumpatenschaften. So kann jeder einen persönlichen Baum sich aussuchen und eine Beziehung dazu herstellen und analog Baldwald seinen Baum umsorgen und schützen.

      Aber lass uns zurück zu den THOW kommen. Diese saisonal im Apfelgarten zu platzieren sollte eigentlich ein naheliegendes Ziel sein.
      Gesetzlich ist es ja so, daß "Erntehelfer" auf dem bäuerlichen Betrieb saisonweise ohne Baugenehmigung untergebracht werden dürfen.

      Gerne möchte ich mich hierzu mit Gleichgesinnten austauschen und Möglichkeiten diskutieren wie man das gestalten kann.

      LG MEDWED
    • Neu

      Hi Aru

      klar kenne ich das, doch das ist mir in der jetzigen Grösse zu viel Aufwand. Daher biete ich die Bäume an, wer will kann pflücken, was dann noch hängt wird zu Most und Hochprozentigen....... Das verkauft sich dann kompackter (;-)) und schmeckt lecker.

      Suche immer Leute im Raum Bingen und Wiesbaden Ost für die Streuobst Wiesen und die kleinen Bäume. Wer Interesse hat ist gern wilkommen.

      LG
      MEDWED