Der legale aber steinige Weg zum Traum!

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    • Hallo Maryon,

      tatsächlich lebe ich nun schon ein ganzes Jahr in meinem Tiny, habe am 27. Juli mein Einjähriges gefeiert :-). Allerdings, es ist der erste Sommer mit einer Haustüre und Fenster :-).
      Den Strom habe ich letztendlich Mitte Juni 2020 bekommen und natürlich, wie sollte es anders sein auch wieder mit einigen Hürden :-). Da am Stromanschluss ja auch die Möglichkeit einer Dusche hing habe ich tatsächlich Mitte Juni das erste mal im Jahr 2020 geduscht. XD .........und mich vom Strom der Nachbarn abgeklemmt. Ein denkwürdiger Augenblick jetzt ist mein Häuschen irgendwie selbständig, sozsagen abgenabelt. Anfangs wollte ich aus der Dusche garnicht mehr raus aber auch jetzt ist es imemrnoch so, dass ich die Dusche als Luxus empfinde. Genauso geht es mir mit einer Toilette oder einfach nur Wasser dass aus dem Hahn kommt, Fenster und Türen zu haben usw.

      Da Handwerker nicht mehr am Haus arbeiten nur ich (und es ist noch verdammt viel Arbeit) kann ich das aber in meinem Tempo machen. In meinen Arbeiten lasse ich mich treiben, fühle hin, was ich gerade machen möchte und schlender so durch meine Tätigkeiten. Das ist eine unglaubliche Lebensqualität seinen eigenen Kokon mit so viel Ruhe zu bauen. Ich kann hervorragend damit leben, dass ich immernoch keine durchgängige Dachrinne habe, meine Fenster innen noch keine Laibung haben und Kabel aus der Wand hängen, es ist einfach perfekt wie es ist und wie es sich verändert :-).

      Es gibt natürlich Dinge, die ich anders machen würde. Ich hatte mich im Bad für PVC Klickplatten entschieden. Ich habe sie exakt verlegt und an allen ecken zur Wand usw. mit durchsichtigem Silikon abgedichtet. Nun muss man sich aber eine schleudernde Waschmaschiene in so einem Haus mal als kleines Erdbeben vorstellen :-). Das ganze Haus vibriert XD. Aber das schüttelt auch die Klickplatten auseinander. Ich bin sehr froh mich im Rest des Hauses für einen anderen Boden mit einer deutlich erschütterungsresistenteren Verlegetechnik entschieden zu haben. Doch im Bad, das macht echt gerade Probleme. Ich brüte im Moment darüber wie ich das hinbekomme, denn der Boden war teuer und ich möchte ihn eigentlich behalten, doch dicht ist er im Moment nicht, ich habe an mehreren Stellen Spalten von einem halben Zentimeter, wo der Kork durchschaut. Da muss ich auf alle Fälle bald nacharbeiten.

      Die Aluminiumduschrückwand ist toll. Sie ist wirlich sehr leicht zu reinigen und zu verarbeiten. Man muss sich aber im Klaren darüber sein, dass sie sehr kratzempfinlich ist. Ich habe das mal an einem Abschnitt ausprobiert und bin nun sehr vorichtig. Die Duschwanne ist sehr flach und wunderschön, aber ich würde mir jetzt ein bisschen tiefere ansehen bevor ich mich entscheide. Das Reinigen führt sehr schnell zu Pfützen auf dem Boden was bei dem aktuellen Zustand meines Bodens verherend ist. Dass ich aus finanziellen Grüden keine Duschkabine gekauft habe sondern einen Duschvorhang hat sich als großes Plus herausgestellt. Das Bad wirkt dadurch viel harmonischer und größer.

      Was ich immer wieder machen würde ist ohne Räder bauen. Alleine die Möglichkeit nicht auf das Gewicht aufpassen zu müssen und derart viel Fensterfläche zu haben ist gigantsch. Allerdings würde ich jedes nur möglich Fenster kippbar machen und das habe ich leider nicht. Mir ist das Geld ausgegangen und ich muss wohl noch sehr lange auf meine Fensterläden warten. Daher fehlt mir diese Möglichkeit jetzt sehr.

      Das Klima ist im Haus in jeder Jahreszeit einfach herrlich, ich habe absdolut keine Probleme mit Feuchtigkeit. Ich muss aber auch darzu sagen, dass ich keine Plastikdampfbremse habe sondern eine aus Holz. Ich weiß nicht wie das in anderen Tinys ist. Im Winter ist durch den Holzofen das Haus schnell überheizt und man lüftet oft, dadurch wird es eher zu trocken aber ich habe das Problem mit einer veränderungen in meinem Turnus die Wäsche zu waschen gelöst, denn ich trockne auf dem Wäscheständer. Die morgendliche Dusche wird im nächsten Winter sicher auch helfen.

      Auch wenn mich das Haus lange, sehr lange meinen letzten Nerv gekostet hat, würde ich immer wieder auf meinen eigenen Grundriss bestehen. Das Leben hier zeigt mir, dass man auf so engem Raum keine Kompromisse eingehen sollte. Ich merke immer wieder, dass mich das Haus so glücklich macht weil es ganz genau auf mich zugeschnitten ist. Es war das absolut Richtige der eigene Bauherr zu sein. Ich kenne jede Schraube, jedes Problem und jede Vorschrift. Ich kenne jede Schwachstelle des Hauses und genau das macht es zu mehr als nur meinem Haus.

      Der Garten wird auch langsam. Allerdings freue ich mich, wenn ich endlich einen Zaun habe. Ich kann nicht im Garten arbeiten, ohne nicht mindestens eine kleine Tinyhausberatung am Tag zu machen (meist mehrere). Manche allerdings laufen einfach aufs Grundstück um sich das mal anzsehen und dann ist meine Gduld schnell am Ende.

      Ach, ich habe hier so viel wieder rausgelöscht, da ich immer wieder unglaublich ins schwärmen komme. Ich bin wirklich verliebt in mein Häuschen und ich war nie so viel, so lange einfach glücklich daheim zu sein, ich fasse oft einfach die Wände an oder gehe durchs Haus, bleib in den Terrassentüren stehen und kann nicht fassen wie unglaubich das Leben hier ist..........

      Ups ist das lange geworden :0
      Ich habe jetzt Urlaub und werde irgendwann mal wieder Fotos nachreichen
    • Danke für den schönen Bericht Luna.

      Es ist einfach herrlich wie Du über dein Häuschen schwärmst. Da kann ich es kaum erwarten an meinem eigenen kleinen Häuschen zu bauen und zu schrauben :thumbsup:
    • So nun endlich die versprochenen Fotos.

      Ich habe im Sommer den Anbau ausgeräumt, ausgemistet, Mäuse umgesiedelt, den Anbau mäusedicht gemacht, eine Werkbank und Regale gebaut und wieder eingeräumt. Kurzzeitig sah es in meinem Vorgarten auswie bei den Messis XD

      Dann konnte ich mich endlich der Terrasse widmen und meinem Holzlager. Das Dach fehlt noch, über dem Holzlager habe ich erstmal eine Plane. Aber das Dach muss vor dem Winter dringend drauf. Durch den Terrassenboden spritzt das Wasser bei Regen direkt an das Haus und die Terrassentüre, das ist auf Dauer suboptimal.

    • Hallo Luna!

      Dein Haus ist wunderschön .. und kam mir sehr bekannt vor.
      Kurz überlegt - Standort gecheckt. Ah Dir gehört das süße Tiny in gilching hihi
      Hab es schon letztes Jahr entdeckt, und war hingerissen. Einfach so in einem Wohngebiet. Fand ich mehr als toll

      wir sind auch am planen und suchen rund um München ein Grundstück oder eine Community.

      Vielleicht sehen wir uns ja mal, wir würden uns freuen :)

      liebe Grüße von den Aumers
    • Lieben Dank Jürgen,

      Das Leben hier im Haus und im Ort ist wunderbar. Im Moment arbiete ich viel im Garten und wenn ich draussen bin werde ich ständig gefradt......"ist das ein Tiny?" . :)

      @ all
      Ich mache hier ausschließlich positive Erfahrungen. Alle aus der Sraße sind ganz stolz ein Tiny in der Nähe zu haben und sie erzählen es Freunden und Familie.
      Ich weiß, dass sogar jemand beim Bauamt angerufen hat und erzãhlte wie schön das Häuschen ist, und dass sie froh sind, dass dies genemigt wurde. .
      Ich gebe sehr gerne Auskünfte und bin auch unglaublich stolz auf mein Tiny. Ich kann aber nur jedem raten nicht in den Medien bekannt zu geben wo das Haus steht. Es zieht doch sehr viele Neugierige an, die manchmal nicht wissen wo ein hisschen Zurückhaltung angebracht ist. Bei mir ist das sehr selten, da ich immer aufgepasst habe dass man mich nicht so leicht findet . xD

      Ich bin sehr froh nicht aufgegeben zu haben.... das Haus entschädigt mich für jeden Stress den ich mal hatte. Es ist einfach wundervoll so leben zu dûrfen. :)

      Liebe Grüße
      Luna
    • Hallo Luna,
      ich habe nun alle 7 Seiten gelesen, mitgezittert und mitgefreut! Herzlichen Glückwunsch zu allem ´, was du da erreicht hast. Du scheinst ja nicht nur einen tollen Wohnort für dich gebaut und gefunden, sondern unglaublich viel Know-How gesammelt zu haben.
      Mich würde ja interessieren, wie viel du monatlich nun noch an Nebekosten hast, wenn das nicht zu privat ist.
      Lieben Gruß
      Tine
    • Hallo Tine,

      Ich werde oft besucht und dabei gebe ich gerne die Infos weiter die sich bei mir so angesammelt haben. Da ich nichts vergessen möchte, habe ich tatsächlich angefangen die Geschichte meines Hauses aufzuschteiben :). Es gab so viele unglaubliche Begebenheiten die mir sonst verlohren gehen.

      Ok, mal zu den Nebenkosten. Ich habe alles auch die einmaligen Kosten fûr das Holz usw. auf den Monat runter gerechnet.

      48 Euro Strom (Licht , Warmwasser)
      6 Euro (Gas zum Kochen)
      12 Euro Müll
      23 Euro Versicherung
      32 Holz zum Heizen
      36 Wasser und Abwasser
      Also insgesamt 157 Euro im Monat

      Ich heize ausschließlich mit Holz und um die Speichersteine für kalte Nächte voll zu bekommen muss ich mehr nachlegen als ich eigentlich bräuchte. So lüfte ich viel Wärme zum Fenster raus. Die alternative wäre 12 bis 14 Grad wenn ich aufstehe. Einiges von dem Holz verheize ich aber auch im Sommer zum Grillen und draussen sitzen.

      Liebe Grüße
      Luna
    • Hallo Luna!
      Ich freue mich für Dich, dass Du letztendlich alles so umsetzen konntest Ich überlege derzeit noch, ob ich auch einen Holzofen einbaue, aber habe Sorge, dass es damit irgendwann vorbei sein könnte.

      LG Karin
    • Hallo Arcalis,

      Ein Holzofen ist etwas wundervolles und ich liebe ihn über alles. Ich durfte ihn ja jetzt schon zwei Jahre genießen und würde ihn mir immer wieder einbauen lassen. Doch wenn mich Leute besuchen warne ich immer davor das so ein Ofen nicht nur romantisch ist. Es muss einem bewusst sein dass man auch mal krank ist und dann nach draußen in die Kälte muss um Holz zu holen oder sogar zu hacken wenn das Anfeuerholz aus ist.

      Und dann ist da das Raumklima. Ich habe ja schon geschrieben, dass ich das Haus überheizen muss um die Speichersteine voll zu bekommen. Würde ich nicht lüften hätte ich hier herinnen ca. 38 oder 39 Grad. Aber mit dem Lüften lüfte ich auch die Feuchtigkeit nach draußen. Im Sommer muss ich eher aufpassen dass es nicht zu feucht wird hier drinnen und ich bin sehr dankbar dass ich eine überdachte Terrasse habe so dass ich meine Wäsche draußen trocknen kann. Im Winter nutze ich bewußt das Trocknen der Wäsche innen um ein bisschen Feuchtigkeit zurück in den Raum zu bekommen. Ich habe mir auch einen guten Luftbefeuchter gekauft.
      Was ich sagen möchte man ist eigentlich ständig Mit dem Raumklima beschäftigt. Ich liebe das sehr denn dadurch merke ich was wirklich wichtig ist und es erdet mich. Man sollte sich das aber gut überlegen ob man das will.