Badewanne imTH

    • Prinzipiell gibt es heute Wannen aus zwei Materialien: Stahlemaille und Acryl.

      Stahlemaillewannen wiegen etwa 35 bis 40 kg, Acrylwannen etwa die Hälfte. Es gibt aber auch Stahlwannen, die im Gegensatz zu den Produkten der deutschen Matktführer nicht aus 3, sondern nur aus 2 mm dickem Material gefertigt werden. Sie wiegen entsprechend weniger, ohne dass sie nach meiner Meinung Nachteile in der Nutzung haben.
      Acrylwannen sind in sich nicht so steif wie Stahlwannen. Je nach Einbausituation kann die Stabilität im Tiny wichtig sein. Etwa dadurch, dass Stahlwannen ohne Füße oder Wannenträger nur auf stabile Leisten an drei Seiten aufgelegt werden können. Dadurch können sie evtl. tiefer montiert werden, was beim Duschen praktisch sein kann und der Raum unter der Wanne lässt sich ohne störende Wannenfüsse leichter isolieren.

      Neben dem Gewicht spielt im Tiny die Größe bzw. Kleinheit eine Rolle. Eine kleine Wanne nimmt nicht nur weniger Platz weg, sondern benötigt auch weniger Wasser zum Befüllen. Kurze Sitzwannen halte ich für Mist. Es geht beim entspannten Baden ja gerade darum, sich bequem lang machen zu können. Eine Alternative könnte je nach Situation eine Wanne sein, die im Bereich des Oberkörpers normal breit, im Fussbereich aber schmaler ist. In ihr kann man als normalgrosser Mensch noch gut baden und auch halbwegs bequem duschen. Derartige Modelle, die statt rund 140 auch nur rund 100 Liter Wasser für eine Füllung benötigen, gibt es meines Wissens nach nur in Acryl, z. B. die Keramag Renova.

      Gruß Udo
    • Udo schrieb:

      Prinzipiell gibt es heute Wannen aus zwei Materialien: Stahlemaille und Acryl.

      Stahlemaillewannen wiegen etwa 35 bis 40 kg, Acrylwannen etwa die Hälfte. Es gibt aber auch Stahlwannen, die im Gegensatz zu den Produkten der deutschen Matktführer nicht aus 3, sondern nur aus 2 mm dickem Material gefertigt werden. Sie wiegen entsprechend weniger, ohne dass sie nach meiner Meinung Nachteile in der Nutzung haben.
      ne echte wanne hat 3mm stahl, zwei reichen auch, aber dann sollte es edelstahl sein, dann reichen auch 1,5 mm :)
    • Ich weiß nicht genau, was ne echte Wanne ist.
      Die dünnere Roca Princess wird hier in Spanien aber sehr oft eingebaut. Keine Ahnung, ob Roca sie auch in Deutschland vertreibt. Allerdings gibt es in Baumärkten in Deutschland auch andere Modelle aus dünnerem Stahlemaille, ohne dass die sich verformen.

      Gruß Udo
    • ich tendiere dazu, die (noch nicht verbaut gewesene) 1,8m acrylwanne mit runden Duschbereich zu verwenden. Diese hatte ich für mein Hausprojekt gewählt, um max. Liegelänge zu haben.
      Da sind mache 1,8m wannen nicht besser als Kürzere, wenn beidseitig abgeschrägt.

      Mit vertieftem einbau bzw entsprechend erhöhtem >badfussboden wäre das eine option.

      Grübel darüber, ob diese stufe zu viel stolpergefahr mit sich bringt.
    • Huhu, ich glaube, es kommt drauf an, wie groß du bist. Ich liebäugle auch mit einer Badewanne. Als Studentin habe ich jahrelang in einem Miniappartment mit kurzer Minibadewanne gewohnt und war sehr zufrieden damit. Ich bin allerdings selbst auch kurz (unter 160cm). Für 1,90-Menschen stelle ich mir das schwierig vor und glaube eine Dusche ist besser. Schaue wegen Angeboten für die Kleinen einfach bei Amazon.de. Da gibt es einiges.
    • In der Regel dürfte die Wanne in einer Nische stehen.
      In diesem Fall an drei Seiten stabile Leisten solide an den Wänden befestigen. Die Höhe richtet sich nach der Wannen- plus Siphonhöhe. Je niedriger, desto bequemer. Jedoch sollte der Wannenboden nicht niedriger als der Raumboden oder eine evtl. geplante Einstiegsstufe sein.
      Die Wanne mit Ihren Rändern in Silikon auf die Leisten auflegen und verkleben.
      Nach dem Trocknen des Silikons (am nächsten Tag) bei Vereinbarkeit mit dem ökologischen Gewissen ein oder zwei Kartuschen PU-Schaum unter die Wanne spritzen. Stabilisiert und dämmt die Wanne zusätzlich etwas. Wichtig: Vor dem Pu-Spritzen die Wanne mindestens halbvoll mit Wasser füllen. Das Gewicht verhindert, dass die Wanne durch den expandierenden Schaum hochgedrückt werden kann, falls das Silikon schlecht an der Randleiste haftet.
      Die vordere offene Wannenseite am einfachsten mit einer Wedi-Platte (kaschierte Pu-Platte, sehr leicht, sehr stabil) verkleiden, die oben hinter dem Wannenrand und unten gegen eine passend am Boden angebrachte Leiste mit Silikon verklebt wird.

      Gruß Udo
    • Unter die Wanne kommen Füße. Könnte ich diese dann auch mit PU-Schaum fixieren?
      Das ökologische Gewissen war am Anfang gaaaaaanz wichtig. Vor allem kein Plastik. Inzwischen lockert sich diese Einstellung immer mehr.
      Gewichteinhaltung kontra Gewissen ;(
    • Ich persönlich mag keine Wannenfüsse, weil man damit in der Regel höher kommt als unbedingt nötig.
      Aber mit Füßen ist das Wannensetzen erst recht kein Problem. In dem Fall nur darauf achten, dass die Wanne keinen direkten Kontakt mit der angrenzenden Wand hat wegs Schallreduzierung und dass die Silikonanschlussfugen möglichst von jemandem gemacht werden, der das auch kann. Bei manchen Wannen sind auch spezielle Befestigungssets mit Isolierstreifen und Winkeln zur zusätzlichen seitlichen Fixierung dabei. Ist meiner Meinung nach aber nicht nötig.

      Pu-Schaum unter der Wanne ist immer gut und kann wohl auch die Füße zusätzlich etwas fixieren. Ist aber eigentlich nicht nötig, weil die Wanne sich bei ordentlicher Silikonierung nicht seitlich bewegen kann und damit die Füße nur von oben belastet werden.

      Gruß Udo