Flow´s Plan für ein überbreites Tiny House

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    • Flow´s Plan für ein überbreites Tiny House

      Hallo zusammen! <3
      Ich möchte euch gerne meinen Tiny-Haus-Plan vorstellen und würde mich über konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge freuen!
      Vorab, mein Haus wird maximal alle 4-5 Jahre bewegt, deswegen werde ich in Überbreite (knapp 3m Außenbreite) bauen und deswegen habe ich auch eine "wohnunfreundliche" Trailer-Befestigungskonstruktion gewählt.


      Zu meiner Person:
      Ich heiße Florian, bin 31 Jahre alt. Gelernter Erzieher und seit einem Jahr gelernter Zimmermann. Ich wohne momentan in der Nähe von Würzburg. Nachhaltigkeit und Permakulturgedanken sprechen mich sehr an.


      Zunächst meine geplanten Boden-, Wand- und Dachaufbauten:

      Fussbodenaufbau: (von Innen nach Außen:)


      12mm Dreischichtplatte
      4/10 KVH Balkenlage (quer zur Fahrtrichtung)
      100mm XPS Styrodur zwischen den Balken
      9mm Siebdruckplatte




      Wandaufbau: (von Innen nach Außen)


      12mm Dreischichtplatte/ teilweise 9mm Pappelsperrholz
      Feuchtervariable Dampfbremsfolie
      4/8 er KVH Ständer
      80mm Jutedämmung zwischen den Ständern
      22mm Holzweichfaserdämmplatten
      2cm Hinterlüftungleisten
      0,7mm Alu Trapezblech horizontal angebracht (20mm Trapezblech-Profilhöhe)




      Deckenaufbau (von Innen nach Außen)


      9mm Pappelsperrholz
      Feuchtervariable Dampfbremsfolie
      4/10er KVH Deckenbalken
      100mm Jutedämmung zwischen den Deckenbalken
      22mm Holzweichfaserdämmplatten
      Unterdeckbahn mit 3D-Trennlage (z.B.: pro clima SOLITEX UM connect)
      0,7mm Alu-Trapezblech






      Hänger:

      Vlemmix 720 Tieflader

      Befestigung des Hauses am Hänger:

      Im Boden des Hauses sind Öffnungen durch die mit Spanngurten bzw. U-bügeln zwei Balken mit den Hängertraversen verspannt sind, außerdem soll es Spanngurte geben mit denen ich die Hängertraversen und die Dachkonstruktion verbinde. Wenn das Haus abgestellt wird, werden die Balken entfernt, dann verlängert und anschließend seitlich unter dem Haus platziert um die Auflagekräfte zu verteilen und das Haus zu tragen. Die Löcher im Boden werden mit passenden gedämmten Deckeln verschlossen und von unten abgedichtet und angeschraubt.




      Es wird ein dauerhaftes Loch im Bereich der Küche geben, auf diesem Loch werde ich einen isolierten Schacht platzieren in dem sich ein heb- und senkbares Regal befindet (Kühlschrank). Im Transportmodus sind durch das Kühlschrankloch im Boden zwei Spanngurte gespannt die den Hänger mit dem Hausdach verspannen.




      Meine momentanen Gewichtsberechnungen ohne Innenausbau:
      [ laut meinen Berechnungen habe ich ca. 90m² Wand- und Dachfläche hiervon werden 7,5m² Fensterflächen abgezogen]



      MaterialGewicht pro QuadratmeterBerechnungGewicht
      Hänger Gewicht:Länge 7,2 Meter630Kg
      Jute Klemmfilz:40 kg/m³ bei 9cm ~ 3,6 Kg/m²82,5m²*3,6Kg=297Kg
      HolzweichfaserplatteGutex: 200 Kg/m³ bei 22mm ~ 4,4Kg/m²
      oder
      Gutex: 200 Kg/m³ bei 18mm ~ 3,6Kg/m²
      82,5m²*4,4Kg=

      82,5m²*3,6Kg=
      363Kg
      /
      (297Kg)
      Trapezblech Alu:2-3 KG/m282,5m²*3Kg=247,5Kg
      3Schichtplatte:12mm ~ 6 Kg/m²
      ((450 kg/m³ (+/- 10%))
      74,6m²*6Kg=
      (Innenboden und Großteil der Wände)
      447,6Kg
      Pappelsperrholz:9mm ~ 3,84 Kg/m²
      (410 kg/m³ (+/- 10%))
      30,5m²*3,9=
      (Decke und Teil der Wände)
      119Kg
      Siebdruckplatte9mm~7Kg/m²21,6m²*7Kg=152 Kg
      (Siebdruckplatte Boden-Wand-Verbindung )+4,4m²*7Kg=31Kg
      Konstruktion Vollholz (KVH) 470KG/m³

      (ca. 150 lfm 4/10)
      150*0,04m*0,10m*470KG=
      282 KG
      Summe:2,569 t





      Zulässiges Gesamtgewicht Hänger: 3,5 Tonnen
      Hänger(7,20m) wiegt 630 KG
      ==> Nutzlast: max. 2,87t
      (+5% (~175 KG) (=Überladungstoleranz) = 3,04 Tonnen)

      Summe meiner Gewichtsberechnungen: ca. 2,569 t
      (ohne Innenausbauten, ohne Schrauben, ohne Gewicht der Fenster/Türen diese werden für den Transport ausgebaut)



      Bilder von der gesammten Planung:







      Offene Fragen:

      Sollte ich bei meiner Dachkonstruktion auch eine Hinterlüftung in Form von 2cm Leisten anbringen oder genügt die Unterdeckbahn mit 3D-Trennlage? Die beste Kombination wäre wohl Holzweichfaserplatte, 2cm Leisten als Hinterlüftung, normale Unterdeckbahn, Alu-Trapetzblech?


      Gibt es hier jemanden der schonmal 18mm Holzweichfaserplatten von Gutex verbaut hat? Ich denke 22mm Platten sind schon schwer zu verarbeiten weil die Nuten und Federn schnell kaputt gehen wenn man nicht aufpasst. Um zusätzlich Gewicht zu sparen bin ich am überlegen zumindest für die Wände 18mm Platten zu verwenden.


      Im Wohnzimmerbereich werde ich an der Kante zwischen Decke und Wand große Holzwinkel montieren die das Haus zusätzlich aussteifen/stabilisieren. Diese Holzwinkel sind auf der raumzugewandten Seite rund und dienen gleichzeitig als Unterkonstruktion für Biegesperrholz. Hierbei bin ich noch unsicher ob hinter dem Biegesperrholz, in der Kante zwischen Decke und Wand Feuchtigkeit entstehen könnte und wie ich das ggf. verhindern kann.




      Soweit so gut! Ich hoffe dass es dieses Jahr losgeht!


      Liebe Grüße und Namasté
      der Flo

      The post was edited 1 time, last by Flowsen ().

    • Danke für die ausführliche Darstellung, nur so kann man darüber diskutieren.

      Ich war so neugierig und habe Deinen Wandaufbau in den Ubakus eingegeben.

      18 kg pro m² und u=0,383

      Nachdem Du schilderst, dass für einen Transport reichlich Aufwand getrieben werden muss,
      bei meinem Projekt bin ich auf 2,55 x 4,7 große Segmente.
      Bei mir sind es derzeit 3 x 2,55 m in der Breite und 2 x 4,7 m in der Länge.

      Schon überlegt, das ganze auf 2 x 2,55 m in der Breite und 4,7 m in der Länge auf 2 Segmente zu teilen?
      Dafür kann alles beim Transport an Ort und Stelle bleiben, sogar der Inhalt vom Kleiderschrank,
      es sei denn man lagert 1500 Stück unverkaufter 0,6 kg schwerer Bücher im Haus.

      Bei einem mehr quadratischen Grundriss tun dickere Wände nicht so weh, wie in einem langen Rechteck.
      Ich plane derzeit mit 25 cm dicken Wänden mit u=0,15 die mit 25 kg/m² deutlich schwerer sind,
      das hat schließlich vor ein paar Tagen dazu geführt, aus 3 langen Segmenten 6 kurze zu machen.

      3 x 7,2 m werden nach Abzug der 136 mm Außenwand 18,9 m² Innenraum.
      5,1 x 4,7 m werden nach Abzug von 250 mm Außenwand auch 18,9 m² Innenraum,
      aber mit drastisch reduzierten Transmissionswärmeverlust.
      Images
      • 2019-03-17 16-12-32 Wandaufbau Flosen Tinyhouse.png

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      Files
    • @founder: Danke für die Ubakus Info!
      Dein Plan klingt interessant und ich freue mich, in einem extra Threat mehr davon zu erfahren!
      Für mich kommt dein Aufbau aber erstmal nicht in Frage. Ich kann mir nicht vorstellen wie man die einzelnen Module schnell und vor allem Dicht zusammen fügen könnte.
    • Flowsen wrote:

      Zulässiges Gesamtgewicht Hänger: 3,5 Tonnen +5% (~175 KG) (=Überladungstoleranz) = 3,67 Tonnen
      Hänger(7,20m) wiegt 630 KG
      ==> Nutzlast: max. 3,04 t
      Summe meiner Gewichtsberechnungen: ca. 2,29 t
      (ohne Innenausbauten, ohne Schrauben, ohne Gewicht der Fenster/Türen diese werden für den Transport ausgebaut)

      Hallo,

      auch ich plane und baue demnächst ähnlich wie Du mit Überbreite und abnehmbar auf 7,3m Länge.
      Deine Gewichtsberechnungen sind schon weiter oder mehr als meine würde ich sagen, allerdings vermisse ich das ganze KVH/BSH-Holz?!
      Und den Anhänger notfalls zu Überladen habe ich mir auch schon mal gedacht. Aber ich denke, man sollte es beim Fahren doch nicht machen, da die Achsen und auch die Reifen schon am Limit sind. Bei z.B. zu tiefer Kupplung des PKWs drückt dann noch mehr Last auf die 1. Achse und Reifen. Das machen die nicht Ewig mit.

      Ich bleibe gespannt, wie es bei Dir weitergeht.
      Grüße
      Dandy
      Es gibt eine Lösung, ... ?( für alles.
    • @DandyS
      Vielen dank für deine Hinweise! Ich habe tatsächlich vergessen, in meiner Berechnung oben das KVH mit rein zu nehmen.
      Und ja mit dem Überladen gebe ich dir vollkommen recht. Die 5% Überladungstoleranz sollte ich nicht so einfach mit einbeziehen .
      Ich werde es nochmal ändern und ein wenig umschreiben.