Kleine Jazzbude

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    • Kleine Jazzbude

      Hallo Ihr Lieben,

      auch wenn meine Pläne noch nicht abgeschlossen sind, möchte ich Euch ein paar erste Eindrücke meiner Zeichnungen nicht vorenthalten. Ihr seht im Anhang einige Bilder des "groben" Entwurfs (EN), ein paar Bilder der technischen Zeichnung (TZ) und ein Screenshot der U-Wert-Berechnung. Wichtig anzumerken ist (um Missverständnissen vorzubeugen), dass der Entwurf und die technische Zeichnung nicht vollkommen übereinstimmen (im Entwurf fehlt etwa der Technik-Kasten auf der Deichsel, die Dachwinkel sind etwas anders, usw.).

      Ein paar Anhaltspunkte:
      - geheizt werden soll primär mit einer Infrarot-Heizung (ein großes Element an der Decke über dem Wohnzimmer, ein weiteres als Spiegel oder Handtuchhalter im Bad)
      - zusätzliche Unterstützung soll die Heizfolie im Boden bieten (s. TZ4 Bodenaufbau über Rahmenkonstruktion: Blindboden (OSB o.ä.), Trittschalldämmung, Heizfolie, Parkett o.ä.)
      - Haushaltsstrom (230V) (Heizung, Kühlschrank, Licht, etc.) - keine Waschmaschine, keine Spülmaschine
      - Gas zum Kochen und für Warmwasser mit Durchlauferhitzer
      - Dämmung hauptsächlich mit Schafswolle, da sehr leicht und mit Tackern an die Rahmenkonstruktion keine Abrutschgefahr
      - Aussteifung und dampfbremsende Wirkung innen mit Dreischichtplatte (15mm), daher Stöße ausschließlich über dem KVH
      - Leitungen (Strom, Wasser, Gas) ausschließlich Aufputz mittels Kabelkanal (in den Bildern nicht sichtbar)
      - kleine elektrische Lüftung im Bad, außerdem evtl. Deckenventilator im Wohnzimmer zur besseren Feuchteverteilung?

      Ich habe kürzlich mit einem befreundeten Zimmermann meine Konstruktion besprochen. Er hatte mir empfohlen, alle Platten (Blindboden, 3-Schichtplatte) der Einfachheit halber mit einem Luftdruck-Nagler zu schießen statt zu schrauben. Habt Ihr damit Erfahrung? Hat das irgendwelche Nachteile? Und weiß jemand, wo man einen entsprechenden Kompressor leihen könnte?

      Soweit für heute. Ende August hole ich den Anhänger ab und dann kann's auch schon losgehen. Ich werde über die nächsten Wochen und Monate sicherlich noch ein paar Beiträge hier über den Prozess verfassen. Wer möchte, darf auch gerne mal bei meinem kürzlich erstellten Instagram-Account vorbeischauen (ist bisher aber noch nicht viel zu sehen, wollte nicht gleich das ganze Pulver verschießen :D
      instagram.com/kleine_jazzbude/

      Über Anmerkungen, Kommentare, Kritikpunkte, Tipps etc. freue ich mich jederzeit!

      Beste Grüße
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      • TZ3_Loft und Querwand.jpg

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      • U-Wert mit Schafswolle.png

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    • Hallo zusammen,

      ich habe neulich nochmal ein bisschen mit dem U-Wert-Rechner gespielt. Im Anhang findet Ihr meine aktuellen Überlegungen und dürft sehr gerne Euren Senf dazugeben!

      Ein paar Hinweise zu den Abbildungen:

      Gedämmt werden soll grundsätzlich alles mit Schafswolle von Isolena.

      Boden:
      - Die äußerste Schicht (hier "Brettsperrholz") soll eine Siebdruckplatte darstellen
      - Zwischen ESB und Parkett werden noch Trittschalldämmung und Heizfolie verlegt

      Dach:
      - Die Dreischichtplatte übernimmt die dampfbremsende Wirkung (genauso beim Wandaufbau)
      - Steico Universal sind Holzfaser-Unterdeckplatten
      - Aluminium (hier symbolisch nur als 1mm dargestellt) steht für ein Pfannenblech aus Aluminium mit Ziegeloptik (gesehen bei Tinyhouse Manufaktur Köln)

      Eigentlich bin ich soweit zufrieden, auch nachdem ich das Ganze einmal gewichtstechnisch durchgerechnet habe. Was mich lediglich etwas stutzig macht, ist die Tatsache, dass ich im Dach jetzt weder Dampfbremse noch Unterdeckbahn habe, da diese Funktionen ja von der 3-Schichtplatte bzw. der Holzfaserplatte übernommen werden. Meint Ihr, das geht in Ordnung?
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    • Hallo Simon,

      das schaut doch schon ganz ok aus. 2 Punkte will ich aber dennoch anmerken:
      1. Bitte bedenke, wenn du die Dreischichtplatte als Dampfbremse nutzen möchtest, dann musst du für die Wirkung als Dampfbremse die Stöße sehr gut mit Dichtklebeband abkleben. Ich weiß jetzt nicht wie deine Wand und die Decke aussehen sollen, evtl. müsstest du dann noch eine dünne Schicht Funierholz aufkleben. Alternativ die Dreischichtplatte durch ELKA ESB P5 Nut und Feder Platten tauschen und diese dann verkleiden.
      2. Anstatt der "einfachen" Steico Universal nimm besser die Steico Universal black. Diese sind bitumiert und ersetzen effektiv die Unterspannbahn als Witterungsschutz.
      Dieser Dachaufbau ist übrigens von Steico im Planungshandbuch für den Holzbau genau so vorgegeben, ich plane für mein zukünftiges Tiny einen ganz ähnlichen Wand- und Dachaufbau nur mit einer viel dickeren Dämmung, da ich nicht auf einem PKW Anhänger bauen werde.

      Gruß
      Dietmar

      P.S.: Druckluftnagler und Kompressor kannst du bei Rentas ausleihen ;)
    • Hallo Dietmar,

      danke Dir vielmals für Deine zügige Antwort! Die Steico Universal black werde ich mir zu Herzen nehmen :)

      Und mit der 3-Schichtplatte hast Du natürlich Recht. Ich wollte die eigentlich tatsächlich gleichzeitig als optische Innenverkleidung nutzen. Würde mit dem Klebeband dann etwas unschön werden. Also entweder noch Furnierholz drauf oder alternativ doch noch eine Dampfbremse einbauen. Mal schauen.

      Mit den ESB-Platten sympathisier ich auch sehr, zumal diese deutlich günstiger sind als die 3-Schichtplatten. Die müsste ich dann allerdings von 12mm auf 9mm Stärke reduzieren, weil es sonst mit dem Gesamtgewicht eng wird. Ich frage mich allerdings, ob die Platten mit solch einer Stärke immer noch ausreichend aussteifend wirken würden.
    • Hallo Dietmar und Simon,
      meine Empfehlung wäre für die Aussteifung des Daches auch Windrispen oder Rispenbänder zu verwenden. Auf eine 22mm dünne Holzfasserdämplatte kann man sich da nicht verlassen. Ich habe sie auch auf meinem Dach verbaut und man kann sie ganz leicht mit den Händen durchbrechen.
      Dann hat man bei der Aussteifung des Daches durch Platten noch das Problem, dass diese meist nur an die Sparren geschraubt werden, sodass man freie Stössen auf der First- und Traufenseite hat. Das führt dazu das eine aussteifende Wirkung weniger leicht erreicht wird, vorallem nicht mit dünnen Platten.
      Ob das Dach bei jeweiligen Konstruktionen überhaupt ausgesteift werden muss ist dann wieder eine andere Frage und ohne Berechnung sicher nicht immer leicht zu entscheiden. Im Zweifelsfall lieber stabiler bauen...
    • @sima,

      das siehst du doch auf den Berechnungen, der Wäremschutz ist tiefrot, also meilenweit von der Einhaltung der ENEV entfernt.

      Um in den Bereich der ENEV für eine Baugenehmigung zu kommen müsste die Dämmung 2-3 x so dick sein. Es ist auf einem PKW-Anhänger technisch nahezu unmöglich innerhalb der Gewichtsgrenzen zu bleiben und gleichzeitig die ENEV zu erfüllen.
    • DietmarS68 wrote:

      Simon (Jazzbude) wrote:

      Ich frage mich allerdings, ob die Platten mit solch einer Stärke immer noch ausreichend aussteifend wirken würden.
      Für die aussteifende Wirkung ist 12 mm schon das aboslute Minimum, besser wären 15 mm. Am Dach kannst du 9 mm nehmen, da hast du ja außen die 22mm Steico Platte, die auch als Aussteifung dienen.
      Was wäre denn, wenn ich 9mm ESB nehme und dadrauf als Innenverkleidung nochmal 3mm Sperrholz (Fichte oder Pappel o.ä.) packe?
      Ich schwanke gerade gerade zwischen dieser Option (recht schwer, aber relativ günstig und gute Werte) oder alternativ doch einfach mit Dampfbremse und dann 12mm Sperrholz (wesentlich leichter, allerdings deutlich teurer. Werte sind scheinbar sehr ähnlich).
    • Hallo Simon,

      zunächst einmal, schön das du mit 9 mm ESB rechnest. Ich hoffe dir ist auch bewusst, das du diese Platten nur auf Anfrage bei ELKA bekommst und soweit mir bekannt ist, musst du dann auch mind. 80 Platten kaufen. Es sei denn du findest einen Händler der diese auf Lager hat.

      Fassen wir doch mal die "realistischen Optionen zusammen:
      • Du benutzt eine variable Dampfbremse (z.B. proclima INTELLO) und darauf eine 12 mm Sperrholzplatte. (Wäre bei deinem Wandaufbau meine erste Wahl, da du aus Platz- und Gewichtsgründen außen eh schon eine Folie nutzt)
      • Du benutzt eine 12 mm ESB Nut und Feder-Platte als Dampfbremse und klebst 0,6 mm Furnier (kostet ab ca. 25€ der m²) für die Holz-Optik darauf
      • Du benutzt eine 12 mm ESB Nut und Feder-Platte als Dampfbremse und streichst diese mit Haftgrund und tapezierst das ganze z.B. mit Raufaser (die leichteste Variante)
      • Du benutzt eine 12 mm ESB Nut und Feder-Platte als Dampfbremse und streichst diese mit Haftgrund und bringst z.B. 1-3 mm dick Lehmrollputz auf (könnte evtl. etwas zu schwer werden für ein PKW-Tiny und ist eher für eine "stationäres" Tiny geeignet)
    • Hallo zusammen,

      ich habe den Anhänger vor einer guten Woche abgeholt und schon mit ein paar ersten Bauschritten angefangen. Macht tierisch viel Spaß :-).

      Ein Aspekt, bei dem ich Euren Rat gebrauchen kann:
      Ich würde gerne den Rahmen für den Boden an die Siebdruckplatten montieren, indem ich erst alles nur lose lege, damit die Abmessungen stimmen, den Rahmen dann in sich zusammenschrauben (teilweise schon geschehen, siehe Foto), um schließlich die gesamte Konstruktion (Kantholz und Platten) einmal auf den Bauch zu legen und die Platten von oben auf den Rahmen zu schrauben.

      Frage 1: Muss ich die Schraubstellen, die allesamt später, nachdem das Konstrukt wieder herumgedreht wurde, auf der Bautenschutzmatte aufliegen werden, in irgendeiner Form abdichten? Wenn ja, womit?

      Frage 2: Zu welchem Zeitpunkt und wie genau sollte ich die Stöße der Platten abdichten? Dietmar hatte an anderer Stelle mal von Acrylharzlack gesprochen. Ist das quasi als Alternative zum Dichtband anzusehen? Oder brauche ich beides? Und ist es beim Dichtband egal, ob die untere (Siebdruck) oder die obere Seite (Film) der Platten verklebt wird? Die Unterseite müsste ja weitaus mehr Witterung standhalten.

      Ich hoffe, ich konnte einigermaßen nachvollziehbar formulieren, was ich meine :D

      Besten Gruß
      Simon

      PS: Zur besseren Einordnung: Ich werde den Boden mit Hilfe von U-Bügeln am Chassis festmachen.
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    • Hallo Simon,
      Ich habe die Schrauben sowohl mit Lack gepinselt als auch mit Tesco- Klebeband beklebt. Die Stöße hatte ich mit wasserfestem Holzleim verklebt und auch mit dem Tesco Band abgeklebt.
      Mein TinyHouse hab ich in einer Halle gebaut wo das Tor nur 3 Meter hoch ist. Deshalb habe ich alle Wände liegend auf dem Boden erstellt (Siebdruckplatte oben), darauf den Dachstuhl. Mein Trailer ist absolut rechtwinklig und so wurden auch die Wände und Dachstuhl rechtwinklig. Mein Sohn und ich haben dann das Paket aus der Halle gezogen. Draußen haben mir zwei Gabelstapler alles runtergehen, Boden umgedreht und ausgerichtet, alle Wände drauf gehobenen, verschraubt. Dann haben die mit beiden Stapler das Dachgeschoss angehoben und mein Sohn und ich haben den Trailer mit Wänden drunter geschoben, ausgerichtet und verschraubt. Hat alles auf den mm gepasst.
      Nun steht es fast ein Jahr im Freien und die Verklebungen der Siebdruck-Stöße hält immer noch bombenfest....
      Ich habe ein Zeitraffer Video vom Aufbau, das kann ich leider hier nicht hinkopieren. Gibt's im Facebook....
      Gruß und viel Erfolg
      Uwe
    • Hallo,

      Was ich dir empfählen kann ist klebt und dichtet von Würth, damit hab ich alle Stöße und radkästen abgedichtet. zusätzlich habe ich noch ein Klebeband benützt denn da darf einfach nicht reinkommen... Feuchtigkeit usw...

      Grüße

      Manu
    • Ach ja und dein Plan hört sich gut an passt alles soweit, die Stöße solltest noch abdichten.

      Uwe hat das genau richtig gemacht, wenn möglich baue alle Wände auf dem Boden und richtige sie aus, sprich Diagonale messen usw.
      Dann den plattenwerkstoff drauf, Schrauben oder abschießen fertig und dann aufstellen.


      Hier noch ein paar Bilder von meinem Aufbau, ich habe die Folie länger gelassen das ich sie später wieder nach innen schlagen kann und mit der kommenden wand auf dem Boden verklebe...
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    • Super, vielen Dank für Eure Antworten!

      Ich habe heute die Stöße mit Dichtstoff abgedichtet und diese sowie die Schrauben später mit Acryllack überpinselt (s. Foto). Morgen werde ich das Ganze dann noch mit Dichtband abkleben und am Abend die gesamte Bodenkonstruktion mit ein paar Freunden wieder "auf den Rücken" legen.

      Wo wir gerade dabei sind: Als nächstes würde ich dann die U-Bügel anbringen. Wie viele sollte man da ca. verwenden? Mein Haus ist 7,20m lang. Ein Bügel inkl. Gegenplatte und Muttern kostet im Baumarkt immerhin knapp 15,- Euro. Könnt Ihr einen groben Richtwert angeben?
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    • Hey super wird ja!

      Also von der Idee mit den U Bügeln bin ich überhupt nicht begeistert.... warum?

      Riesen Aufwand, Kosten und ob es wirklich hält ? Metall auf Metall usw... Die Vlemmix Pfuscher bringen ihre Sützen genau so an und das funktioniert null.

      Warum viel Aufwand? Du musst viele viele Fräsungen vornehmen um wieder eben mit deiner nächsten Ebene zu sein und seitlich stehen die Bügel über da muss man dann wieder mit der Schalung usw vorbei.

      Ich habe mich für folgende Variante entschieden:

      villa-on-wheels.com/tiny-house-ladungssicherung/

      Und die etwas verfeinert... Ps auf die GK Dübel bzw. Dübel besonderer Bauart kann man verzichten.
      Kleiner nachteil ist das deine Balkenlage nur an diesen stellen nach unten gezogen wird, deshalb habe ich zusätzlich mit Selbstbohrenden Metallschrauben von Würtz 8x120 geziehlt die Balkenlage in den Rahmen geschraubt dafür braucht man aber einen speziellen Bohrer der über die nötige länge verfügt.

      Ich kann dir gerne morgen ein paar Fotos schicken.

      Grüße