Kleine Jazzbude

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    • Simon (Jazzbude) wrote:

      Ein kleines Video vom Bodenaufbau. Dieser ist diese Woche fertig geworden:
      Respekt! Habe mich gerade sehr gefreut als ich die beiden Videos gesehen habe!! :)
      Und Gratulation zum Richtfest!

      Hier mit diesem Saft der Reben
      trink ich jetzt nach Handwerksbrauch:
      Hoch soll unser Bauherr leben
      und die Herrin lebe auch!!!


      :thumbsup:
      Grüße
    • Hallo zusammen,

      ist schon wieder ein paar Monate her, dass ich mich zuletzt gemeldet habe. Ein neues Video gibt es zwar leider noch nicht, aber immerhin ein aktuelles Bild ;-).

      Wie man sieht, werde ich ganz allmählich mit der Außenhülle fertig, was zur Folge hat, dass ich mich in diesen Tagen mental schon auf den Innenausbau vorbereite. Hierbei haben sich ein paar Fragen ergeben. Vielleicht könnt Ihr mir helfen:

      1.) LOFT: Ich überlege, welches Holz ich für den Boden des Schlaf-Lofts benutzen soll. Ich habe noch massenweise Sperrholz-Platten (12mm) übrig, mit denen ich innen die Wände und Decken verkleidet habe und habe mich gefragt, ob ich diese Platten nicht einfach doppelt und versetzt als Loft-Boden verlegen könnte (also insgesamt 24mm). Bin mir aber nicht sicher, ob das stabil genug ist. Ein befreundeter Schreiner meinte außerdem, dass Sperrholz nicht sehr gut mit Feuchtigkeit umgehen kann, was zu Problemen führen könnte (Feuchtigkeit der hinterlüfteten Matraze von oben sowie Feuchtigkeit des Badezimmers von unten). Er und der Holzhandel meines Vertrauens empfehlen 3-Schicht-Platten, die aber ja leider sehr teuer sind. Was meint Ihr? Welches Holz bzw. welche Art von Holzmaterial verwendet Ihr für Eure Lofts?

      2.) WÄNDE/DECKEN: Diese sind, wie gesagt, mit Sperrholz verkleidet. Mit welchem Material füllt Ihr die Fugen und Schraubvertiefungen? Ich hatte zunächst zu Holzpaste tendiert. Besagter Schreiner meinte jedoch, dass sich beim Bewegen des Tinyhouses schnell Risse bilden könnten und man daher lieber auf Acryl-Dichtstoff zurückgreifen sollte. Wie seht Ihr das?

      3.) INNEN STREICHEN: Ich würde den Innenraum, also die Sperrholzplatten, grundsätzlich erstmal gerne weiss streichen. Da mein Wandaufbau diffusionsoffen ist, möchte ich auf eine atmungsaktive Farbe, also vielleicht eine dieser Naturfarben (Lehm, Kalk, usw.) zurückgreifen. Habt Ihr damit Erfahrung? Falls ja, könnt Ihr eine Farbenart und vielleicht sogar einen Hersteller empfehlen?

      Ich freu mich sehr, wenn jemand Lust hat, sich meiner Fragen anzunehmen :-).

      Soweit, liebe Grüße us Kölle!
      Simon
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    • Hi Simon

      Die Fugen der Sperrholzplatten habe ich mit einer Bio-Holzpaste verspachtelt. Nach dem Streichen bildeten sich aber schon am nächsten Tag bei den Fugen feine Risse. Vielleicht mal verschiedene Holzpasten ausprobieren. Mit Acryl habe ich keine Erfahrung.

      Als Farbe habe ich Keim Lignosil-Inco altweiss benutzt. Als Farbton empfehle ich eher "altweiss" als "hochweiss". Da die Farbe relativ dünnflüssig ist habe ich die Wände 3x angestrichen.

      Viel Erfolg
      agnes
      1. Was spricht gegen Vollholzbretter? (Rauspund) 24 mm zweimal durch die Hobelmaschine und gut ist. Verträgt gut Feuchtigkeit, trägt mehr als zwei Lagen Sperrholz und günstig.
      2. Ich fülle solch Fugen im Regelfall mit selbst gemachten Kit. Schleifstaub mit Holzleim zu Knete / Paste verrühren. Hat exakt die gleiche Farbe und ähnliche Saugeigenschaften wie das Original Material. Mit einem flexiblen Leim dürften sich die Risse auch im Rahmen halten.
        tippscout.de/holzkitt-selbst-herstellen_tipp_1260.html
      3. Empfehlung nicht direkt, nur den Hinweis das man eventuell die Platten vor dem ersten Anstrich mit Grundierung behandeln muss, da Holz doch sehr saugt und di Farbe relativ abriebfest sein sollte, sonst hat man immer eine weise Hose, wenn man mal an die Wand kommt.

        Gruss
    • Simon (Jazzbude) wrote:


      1.) LOFT: Ich überlege, welches Holz ich für den Boden des Schlaf-Lofts benutzen soll. Ich habe noch massenweise Sperrholz-Platten (12mm) übrig, mit denen ich innen die Wände und Decken verkleidet habe und habe mich gefragt, ob ich diese Platten nicht einfach doppelt und versetzt als Loft-Boden verlegen könnte (also insgesamt 24mm). Bin mir aber nicht sicher, ob das stabil genug ist. Ein befreundeter Schreiner meinte außerdem, dass Sperrholz nicht sehr gut mit Feuchtigkeit umgehen kann, was zu Problemen führen könnte (Feuchtigkeit der hinterlüfteten Matraze von oben sowie Feuchtigkeit des Badezimmers von unten). Er und der Holzhandel meines Vertrauens empfehlen 3-Schicht-Platten, die aber ja leider sehr teuer sind. Was meint Ihr? Welches Holz bzw. welche Art von Holzmaterial verwendet Ihr für Eure Lofts?
      Wenn deine Balken circa im Rastermaß 600 mm liegen, ist 2 x 12 mm für einen Loft SCHWER überdimensioniert. Sogar 12 mm würden noch halten, aber schon ein wenig flexibel anfühlen. Alternativ kannst du auch die Balken enger verlegen, z.B. 400 mm, dann funktionieren 12 mm auch ohne Weiteres.


      Eine 3-Schicht-Platte ist ja vom prinzipiellen Aufbau her nicht viel anders als eine Sperrholzplatte, die Unterschiede im Verhalten werden da vielmehr durch die Verleimung und Holzart bestimmt als durch den Unterschied 3-Schicht-Platte-Sperrholzplatte. Es gibt z.B. Sperrholz das weitaus besser mit Feuchtigkeit umgehen kann als eine standard 3-Schicht-Platte.


      Wichtiger ist, daß du die Feuchtigkeit vom Holz fernhältst. Das bedeutet erstmal, das im Badezimmer gelüftet werden kann (diffusionsoffener Aufbau ersetzt kein Lüften, hoffentlich für dich schon klar, aber es gibt nicht Wenige hier die glauben, daß man dann ohne Lüften auskommt). Deine Matratze sollte auch vernünftig hinterlüftet werden, was du ja auch schon geplant hast. Was die Duschecke betrifft, da bist du auf der sicheren Seite, wenn du die mit Abdichtbahn und Flüssigfolie wasserdicht verkleidest. (Das übriggebliebene Sperrholz kansste verhökern, damit bleibt Genug für Abdichtbahn und Flüssigfolie übrig ). Auf diese Weise kommt erstmal keine Feuchtigkeit in das Holz und ist der Unterschied 3-Schicht-Platte-Sperrholzplatte bedeutungslos.


      Ciao, Kai
    • Die Fugen werde ich sichtbar lassen und sogar mit einer leichten Fase hervorheben. Zwei Schreiner haben mir das empfohlen, weil eine Verfugung immer reißen wird.

      Ich werde die Pappel Sperrholzplatten nur weiß lasieren und nicht lackieren. Alternativ schaue ich öfters bei Vöhringer, ob es dort furniertes Sperrholz gibt was mir gefällt. Das hatte mir ein Schreiner empfohlen.

      Ich werde recht wenige sichtbare Fugen haben. In 2200mm über Fußboden läuft ein Licht-Kranz um und verdeckt diese Horizontale Füge rundum. Darauf (Kranz) läuft unsichtbar ein Kabelkanal für die 12Volt für alle Leuchtmittel.
    • Hi Simon,

      Danke für das Video. Ich bin noch nicht in der Bauphase, deshalb war es für mich sehr interessant und informativ. Ich werde es mir bestimmt noch ein paar Mal angucken und auch die Vorgänger von diesem Video.

      Wann ziehst Du in Dein Haus ein?

      VG
      Stormy
    • Geht ja richtig voran!

      Ich hätte jedoch noch eine kleine Regenrinne rangebaut, z.B. Aufdachrinne, die Trägt nach Außen nicht auf. Oder selbst eine Kanten/Herstellen (lassen :) )

      Ich möchte auch darauf hinweisen, dass bei Wind und Regen das Wasser die Bleche hochlaufen kann, deshalb werden unter dem Firstblech Sickenfüller(Diffusionsoffener Schaumstoff..) eingebaut. Das Lüftungsgitter(?) ist natürlich gut für die Luftzirkulation, aber kommt unten an deiner Fassade Luft rein und geht die dann auch bis zum First hoch?

      Viel Erfolg und Spaß beim Innenausbau :)

      PS: Ich baue auch bald, aber nicht Tiny :O
      PPS Dispersionsfarbe ist das Zauberwort... Ich kann aus mehreren Projekten eine von eiwa empfehlen, kannst dort auch anrufen und dich beraten lassen..: lehm-waldemar-eider.de/kalkfarbe/
    • Hey Quito,

      danke für Deine Rückmeldung! Der Schreiner meines Vertrauens hatte ebenfalls zu einer Regenrinne geraten. Eventuell werde ich noch nachträglich eine dranbauen, sobald mein Haus auf dem finalen Wohnplatz steht, was vermutlich in ein oder zwei Monaten sein wird. Er meinte aber auch, dass man theoretisch auch erst einmal ein Jahr lang beobachten könne, wie sich das Holz verhält. Mitunter gäbe es Stellen an der Traufe, bei denen eine Rinne dringlicher wäre als an anderen. Mal schauen.

      Und ja: dass das Wasser die Bleche hochlaufen kann, ist ein gutes Argument. Ich wollte jedoch meine Hinterlüftung so großzügig wie möglich gestalten, damit sich das Haus vor allem im Sommer nicht allzu sehr erhitzt. So habe ich an jeder erdenklichen Stelle einen Luftschlitz mit Insektenschutzgitter (Ortgang, Fensterbank, ...) - auch an der Traufe, weil mir der Weg von der unteren Fassade (Schwelle) bis zum First bereits zu lang erschien (ist vielleicht unnötig, aber schaden tuts sicher nicht :-). Weil ich die Trapezhügel meiner Dachbleche anfangs in meiner Konstruktion nicht bedacht hatte, habe ich jetzt an der Traufe sogar quasi zwei Luftzugänge: Einmal mit besagtem Alu-Gitter beim Übergang zwischen Fassade und Traglattung und nochmal mit Traufenkamm in den Trapezhügeln (siehe Bilder). Wie gesagt, ist sicherlich zu viel des Guten, aber jetzt ist es so.

      Und genau, die Dispersionsfarbe habe ich bereits über einen Bekannten bestellt. Ist vielleicht für einige hier auch nicht uninteressant: Martin ist ein junger Malermeister im Kölner Raum und hat sich auf ökologische Farben und Co spezialisiert. Super Typ! Hier ein Link:
      malermeister-sodt.de/

      Liebe Grüße und schönen Baustart wünsch ich Dir!
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    • Die Hinterlüftung funktioniert am besten an Fassaden. Warme Luft steigt auf.. Bei Flachdächern muss ein entsprechend hoher Lüftungsquerschnitt realisiert werden, damit die Luft überhaupt anfangen kann ein "internes Gefälle" zu bilden. Je nach Flachdachgröße variiert das natürlich. Eine Lüftungsebene die aus der Fassade in die Flachdach-Hinterlüftung ohne Unterbrechung geht schiebt die Luft schonmal an. Nur so nebenbei :)

      Darf ich fragen wie du die Ortgänge und Wangen angeshclossen hast an dein Trapetzblech?
    • Ah ok, wieder was gelernt :D

      Wie meinst Du Deine Frage genau? Ich habe die Kantteile einfach auf dem jeweils letzten Trapezhügel verschraubt. Hab meine Bleche inkl. Kantteile und Zubehör bei folgendem Hersteller bestellt und mich (mehr oder weniger genau) an dessen Anleitungen gehalten:

      dwz-shop.de/profilbleche/montage-und-garantie
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    • Simon (Jazzbude) wrote:

      Und genau, die Dispersionsfarbe habe ich bereits über einen Bekannten bestellt. Ist vielleicht für einige hier auch nicht uninteressant: Martin ist ein junger Malermeister im Kölner Raum und hat sich auf ökologische Farben und Co spezialisiert.
      Hallo Simon, hallo Quito,

      bevor es bei manchen Lesern falsch hängen bleibt: bei ökologischen Farben kann Dispersionsfarbe nicht gemeint sein!
      Wenn ökologisch, dann ist meist Silikatfarbe oder Lehmfarbe gemeint. Die sind nämlich diffusionsoffen und beinhalten nicht diesen Schrott wie sie Dispersionsfarbe meist hat. Auch die neuen Kalkfarben sind oft im Prinzip der Silikatfarben aufgebaut.
      Schaut genau hin was ihr euch auf die Innenwände streicht, sonst bringt der beste Wandaufbau nix!

      Lg Meike
    • Hallo Meike,

      Du hast natürlich Recht, dass der Begriff Dispersionsfarbe erst einmal sehr allgemein zu verstehen ist. Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass Quito und ich beide gleich eine ökologische Variante dieser Farben meinten. Diese gibt es von entsprechenden Herstellern wie Auro, Volvox usw. , sind atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend und lösemittelfrei. Und in der Regel vor allem deutlich günstiger als Kalk-/Silikat-/Lehmfarben :)