Vorstellung Tiny House Projekt mit Dachterrasse

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    • Vorstellung Tiny House Projekt mit Dachterrasse

      Hallo, wir sind Maya und Jonathan und waren bis vor 2 Monaten auf einer Europa Radtour unterwegs, mussten allerdings wegen Corona abbrechen. Der Traum vom eigenen Tiny House ist auch auf dieser Tour entstanden, wurde aber aus Zeitlichen Gründen verworfen. Allerdings hat Corona uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir planen nun seit 2 Monaten intensiv am Tiny House. Dabei war das Forum auch schon eine große Inspirationsquelle.

      Das Häuschen soll auf einem Vlemmix TH780 auf dem Grundstück einer Zimmerei gebaut werden. Diese Woche wird Material bestellt und hoffentlich bald angefangen. Hier ein Paar Daten vom Haus:
      - Wand: 19mm Dreischicht Fichte (Als Aussteifung); Holzrahmen mit 6x4 KVH Fichte gedämmt mit Gutex Thermoflex; Unterdeckbahn; Fassade wird wahrscheinlich eine Stülpschalung aus Fichte. Aus gewichtsgründen werden diese Bretter wahrscheinlich zurechtgehobelt.
      -Boden: Korkverlegeboden; (dünne Sperrholzplatte unter Möbeln); Holzrahmen mit 6x8 KVH allerdings gelegt und nicht gestellt gedämmt mit Styropor; 9mm Siebdruckplatte
      - Dach: 8mm Sperrholz; 6x8 KVH gestellt gedämmt mit Gutex Thermoflex; 14mm Dreischichtplatte; Alwitra EPDM Folie

      Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte mit der EPDM Folie freuen und frage mich auch, ob z.B. die Versteifende Funktion bei 14mm Dreischicht Fichte reichen würde...
      Über Baufortschritte werde ich informieren und es werden bestimmt auch ab und zu Bilder kommen.
      Danke für diese Fette Community mit sooo viel Input!
      Images
      • TH780.jpg

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      • Tinyhouse.Badecke.jpg

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    • Jonathan Zwiener wrote:

      Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte mit der EPDM Folie freuen und frage mich auch, ob z.B. die Versteifende Funktion bei 14mm Dreischicht Fichte reichen würde…
      Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte mit der EPDM Folie freuen.
      EPDM Folie wird seit Jahren angewandt und hat eine lange Lebensdauer (von 30-60 Jahren ist die Rede). Wichtig ist, dass sie richtig verlegt wird (eberner Untergrund, keine scharfe Knicke, Falten vermeiden, Ecken abrunden, keine Spannungskonzentrationen, gut entfetten und grosse Überlappungen bei Verklebungen). Mit meinem Schwiegervater habe ich das auch verlegt (Ferienhaus): Relativ leicht zu verlegen, obwohl der Lappen (70 m2, wir wollten es an einem Stück haben) schon sehr schwer war.

      und frage mich auch, ob z.B. die Versteifende Funktion bei 14mm Dreischicht Fichte reichen würde…
      Ausgehend von 625 mm Rasterabstand der Stander: Ja. Und 12 mm genauso... Und 9 mm genauso… Wer 19 mm vorschlägt, hat von der Wirkungsweise einer Aussteifungsplatte wenig verstanden.
      Viel wichtiger ist, das sie optimal mit den Ständern & Leisten verbunden ist, also viele Nägel/Schrauben oder Verkleben (oder beides). Man kann sogar mit 3 mm Hartfaserplatte eine Wand bauen, die steifer ist als deine mit der 19mm Dreischichtplatte.

      Ciao, Kai

      The post was edited 1 time, last by Hondekop ().

    • Zu deinem Bodenaufbau: Das gibt Probleme mit Tauwasser (wg. Siebdruckplatte aussen).

      Zu deiner Dämmung: Das ist so Dämmstandard der 80er-90er Jahre, verbunden mit dem inherent ungünstigem Verhaltnis von Volumen zu Aussenfläche eines TH’s wird das nun nicht gerade ein Energiesparwunder werden, es wird eine Menge normale Häuser moderner Bauweise geben, die deinen absoluten Energieverbrauch unterbieten können.

      Wer hat sich die Aufbaudetails ausgedacht, du, der Zimmerer oder Beide?
    • Danke für die schnellen Antworten!
      Ausgedacht hat sich diese Bauweise der Zimmerer. Dass das kein energiesparwunder wird, war von vorne herein Klar... Ist ja eine reine Gewichtssache aber auch eine Sache der Fläche (Kann allerdings bei +-2cm vernachlässigt werden)
      Probleme mit dem Tauwasser will ich durch eine komplette Abdichtung des Bodens Erreichen. Unten die dichte Fahrzeugplatte, aben eine dampfsperre, wo dann schließlich noch Kork draufkommt.
      Liebe grüße und danke für die umfangreichen Erläuterungen!
      Jonathan
    • Moin,

      Ausgedacht hat sich diese Bauweise der Zimmerer.
      Das wundert mich jetzt nicht so. Ohne seine Fähigkeiten als Zimmerer in Frage stellen zu wollen: Der durchschnittliche Zimmerer ist in Sachen Leichtbau nicht gerade ein guter Ansprechpartner, und ein Deutscher Zimmerer noch weniger. Grund: Ein Zimmerer erstellt hauptsächlich immobile Konstruktionen, bei dem der Faktor Gewicht keine Rolle spielt. In Deutschland wird zudem traditionell sehr überdimensioniert gebaut (was von vielen Kunden übrigens auch so gewünscht wird, dafür kann der Zimmerer dann nichts). Die Hütte wird bestimmt halten, das ist für den Zimmerer natürlich am allerwichtigsten, aber eben auch so 600 Kilo schwerer als nötig.
      Habt ihr das Gesamtgewicht mal durchgerechnet?

      Dass das kein energiesparwunder wird, war von vorne herein Klar... Ist ja eine reine Gewichtssache aber auch eine Sache der Fläche (Kann allerdings bei +-2cm vernachlässigt werden).
      Gewicht spielt also eine Rolle (bei welchem 3,5 Tonnen THOW auch nicht). Dann macht es Sinn, die Details mal zu überdenken. Nur mal ein Paar Ansätze:

      - 19mm Dreischicht Fichte >> 12 mm: Spart ca. 300 kilo (und ja, die Aussteifung ist immer noch gegeben!). Eigentlich immer noch viel zu schwer; 8 mm wäre noch überdimensioniert wieder ca. 180 Kilo gespart. Weisst du, was man im Wohnwagen-/Wohnmobilbereich benutzt? 3-6 mm Sperrholz.
      - 6x8 KVH für Boden und Dach: Wiederum sinnlos schwer. Mit 4x8 kommst du auch hin, spart wieder ca. 160 kg. Oder du nimmst, 4x12, hast dasselbe Holzgewicht, und kannst eine einigermassen vernünftige Dämmung einbauen. Und, du wirst es wahrscheinlich kaum glauben, dieser Aufbau ist erheblich stabiler als der Originalvorschlag.
      - Sehe ich das recht auf der Zeichnung, dass die 6x8 KVH des Dachs nicht Hochkant liegen? Ist hoffentlich eine optische Täuschung, oder?

      Probleme mit dem Tauwasser will ich durch eine komplette Abdichtung des Bodens Erreichen. Unten die dichte Fahrzeugplatte, aben eine dampfsperre, wo dann schließlich noch Kork draufkommt.
      OK, alles klar dann.

      -Boden: Korkverlegeboden; (dünne Sperrholzplatte unter Möbeln); Holzrahmen mit 6x8 KVH allerdings gelegt und nicht gestellt gedämmt mit Styropor; 9mm Siebdruckplatte
      Kommt zwischen Korkverlegeboden und Styropor dann keine Sperrholzplatte? Wie stark ist die Sperrholzplatte?
      Wand: 19mm Dreischicht Fichte (Als Aussteifung); Holzrahmen mit 6x4 KVH Fichte gedämmt mit Gutex Thermoflex; Unterdeckbahn;
      Ich hoffe, du meinst eine UnterSPANNbahn und nicht eine UnterDECKbahn?

      Dach: 8mm Sperrholz; 6x8 KVH gestellt gedämmt mit Gutex Thermoflex; 14mm Dreischichtplatte; Alwitra EPDM Folie.
      Liegt die EPDM Folie direct auf die 14mm Dreischichtplatte (ohne Hinterlüftung)? Wenn ja, gibt es auch hier eine Dampfsperrbahn?

      Ciao, Kai