Planung Alterswohnsitz

  • Danke für den Trost, die Grundstückspreise und die dünne Besiedlung sind ja der Grund, warum ich für meinen Lebensabend von Bayern ins Wendland will.


    Es war halt ein Traumgrundstück.
    Zum einen wollte ich so wenig Nachbarn (und laubbläser) wie möglich, zum zweiten wollte ich Hühner halten und zum dritten wollte ich aufgrund einer etwas ungeöhnlichen familiären Situation meiner Frau die Option bieten in einigen Jahren ihr eigenes TH auf das Grundstück zu stellen.


    So gesehen war ein 3300 m² großes Grundstück ohne BB-Plan im Innenbereich eine echter Glückstreffer, noch dazu nur 4 km von der Elbe bzw. Ortskern Hitzacker entfernt...

    Ich bin 2013 aus Hamburg raus (wegen der hohen Kosten - selbst für Lagerhallen...) und hab dann in Hitzacker gewohnt...
    Kleine Stadt - aber ordentlich und gepflegt , die Menschen sehr angenehm ! Ich hab mich da sehr wohl gefühlt !


    Und die Mieten waren halt ein Traum - 60qm-Wohnung (4-Familienhaus, erst 16 Jahre alt und top in Schuss) für 250,00 Euro kalt...
    Und man konnte leerstehende Ladengeschäfte für 3,00 Euro/qm mieten...
    Und das alles mit Anbindung an den günstigen Hamburger Verkehrsverbund !


    Hätte es mich damals nicht ins Ausland gezogen dann würde ich da Heute noch wohnen !


    Nur das Finanzamt in Lüchow hat einen an der Waffel bei zugezogenen Gewerbeitreibenden... <X

  • Hallo Catweazle,
    genau in diese Richtung gehen auch meine Überlegungen, und ich bringe Erfahrungen mit, aus der Existenzgründung mit einem Hotel, Campingplatz usw.
    Der Platz der in meinen Gedanken ist, soll von einer GbR gekauft werden an der ich mehrheitsbeteiligt bin und alle Beteiligten ihr Einlage verzinst bekommen, am Gesamtgewinn beteiligt werden und einen festen Platz für ihr Tiny zugeordnet bekommen.
    Der Platz soll "altengerecht" aber auch "kindergerecht" angelegt werden damit auch die Enkel zu Besuch kommen können, am Wasser liegen nach dem Motto "Natur - Bäume-Wasser - unbezahlbar"!
    Warum ich das hier versuche liegt daran, daß eine Finanzierung über Banken nicht mehr möglich ist und der gastonomie zugeordneten Objekten schon gar nicht!!
    Ich freue mich auf einen Kontakt.

  • Hallo Sam,


    ein gemeinsamer Platz mit anderen THs ist nichts für mich. Schon der Gedanke daran treibt mir Schweiß auf die Stirn (guckst Du hier)


    Trotzdem danke und viel Erfolg bei Deinen Plänen


    Ich werde wohl auf "Kauf eines Hauses" umschwenken, zum einen wegen der Zeit, mein Ruhestand beginnt in 4 Monaten, zum anderen wegen des Mangels an Handwerkern und Baustoffen und der damit einhergehenden Kostenexplosion.


    Das wird s
    dann nicht ganz Tiny, ich werde allerdings weiter hier im Forum lesen, schreiben und co-moderieren.


    Stefan

  • Hallo Stefan,
    mit Interesse habe ich Deine Beiträge gelesen. Ich beschäftige mich selbst mit der Planung eines solchen Hauses.


    Mir ist die Preisberechnung pro qm aufgestoßen. Selbstverständlich ist in einem kleinen Haus bezogen auf die Quadratmeter alles teurer. Aber ist da nicht ein Denkfehler? Für ein grosses WC/Badezimmer zum Beispiel sind es die Faktoren Sanitärobjekte/Installationen und Wand-/Bodenverkleidung. Im Minihaus habe ich wahrscheinlich fast die selben Kosten für Sanitärobjekte/Installationen. Wand und Bodenverkleidung spare ich, weil es kleinere Flächen habe. Wenn beide WC/Bäder für sich summiert werden und dann durch die Quadratmeter geteilt werden, muss das grosse Bad/WC doch zwangsläufig scheinbar besser abschneiden.


    Im Tinyhaus würde ich mich bei dem Blick auf die Kosten eher fragen: Was kostet „mich waschen“. Was kostet mich „schlafen“. Was kostet mich „kochen“ usw.


    Ich hoffe, mich deutlich genug ausgedrückt zu haben. Was nützen die vielen leeren Räume, wenn ich eigentlich mit weniger auskommen kann, ohne auf den MIR wichtigen Komfort zu verzichten.


    Noch ein Beispiel: Vor vielen Jahren habe ich in einem grossen Wohnzimmer einen schönen Holz-Fußboden verlegt. Am Ende davon sichtbar war nur wenig, dort stand ein Schrank, dort ein Sofa, dort ein Tisch und dann wurde noch ein wunderschöner mittelgroßer Teppich ins Zimmer getragen. Am Schluss fragte ich mich, wieviel Holzfußboden sehe ich denn noch? Und was haben mich die paar Quadratmeter gekostet, die ich nun nur noch sehe?


    Euch allen einen schönen Sonntag,
    Gruss
    Johann

  • Hallo Johann,
    Deine Betrachtungen sind alle richtig und schlüssig.


    Meine ursprünglichen Betrachtungen bezogen sich aber auf etwas ganz anderes.


    Bei der Planung von Baumßnahmen werden Kosten gem. DIN 276 mit Kennwerten geschätzt.
    Ein allererster Kennwert ist ganz einfach, was kostet ein Haus je Quadratmeter Wohnfläche. In Deutschland - je nach Bundesland und Qualität zwischen 1300 und 2300 €/m²


    Hierbei sind kleine Häuser einfach teurer also in €/m², nicht im Gesamtpreis!!!


    Wer also meint, 100 m² kosten 200.000 € kann daraus nicht folgern, dass 50 m² (in gleicher Qualität) 100.000 € kosten, sondern muss da sozusagen einen "Mindermengenzuschlag" drauf geben.


    Gruß
    Stefan

  • Ja, Stefan, da hast Du vollkommen recht.


    Es soll ja auch Leute geben, die nachfragen, wieviel 100 Anzüge kosten. Um dann (durch einhundert geteilt) erst einmal EINEN zu nehmen.


    …manche Rechnung geht einfach wirklich nicht auf!


    Gruss
    Johann

  • ... wenn sie diesen einen Anzug zum Hundertstel des angefragten Preises bekommen. Bekommen sie aber nicht!
    Du hast aber recht, wenn du die Funktionalitäten hinterfragst. Man kann das natürlich erweitern und fragen was kostet mich die Lage in der ich wohne. Was kosten mich die Nachbarn? (meine Nerven? meine Gesundheit? ... oder sind sie eine kostbare Bereicherung meines Lebens?).
    Das ist eben auch was für Philosophen!


    Gruß sigi

  • Hallo Sigi,
    manche Rechnungen werden eben schnell, aber auch oft falsch angestellt. Der Klassiker: Was zahlen Sie denn so an Miete? Da können Sie doch für ein wenig mehr gleich ein ganzes Haus finanzieren lassen. Sie müssen nur hier unten unterschreiben…“
    Wer denkt bei Miete spontan nicht an die Summe, die monatlich für eine Wohnung überwiesen wird. Nur—, es ist die Warmmiete. So fangen dann die Probleme an. Mit den Gebühren, Steuern und Abgaben geht es dann für das eigene Häuschen weiter- und am Ende bleibt der Kühlschrank leer.
    Aber vielleicht bringt ja der Lottoschein diesmal Glück.
    Oh je!

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