Dachformen

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    • Steff schrieb:

      Bei einem Mobilen Haus ist da drauf ganz besonders wert zu achten, da sonst der Fahrtwind den Regen in das innere rein treiben kann. Bei Verwirbelungen auch mal gerne das Dach hoch statt runter.
      Und nicht nur darauf ... das ganze Ding verwindet sich während der Fahrt! Auch das kann im Laufe der Zeit zu Undichtigkeiten führen.
    • Was ist ein Warmdach???
      Ein Dach wo die Wärmedämmung trocken ist, also eigentlich der Normalfall. Dann gibt es noch das Umkehrdach wo die Dämmung sozusagen im Nassen liegt und das Wasser unter der Dämmung abfließt.
      Ich würde immer Warmdach ausführen weil die Dämmung an Isolierfähigkeit verliert wenn sie nass ist.
      ...nur falls das noch jemanden interessiert.

      Ich wollte hier nur nochmal fragen wie ihr denn ein Flachdach ausführen würdet? Was ist die oberste Schicht? Kies als Beschwerung und Schutz der Folie wie bei einem klassischen Haus wäre ja Schwachsinn wegen Gewicht usw.
      Ich denke ich werde entweder Flach oder Pultdach ausführen. Pult ist natürlich viel einfacher vom Wasserabfluss.
    • Hallo Kastanislaus und sorry,
      aber ein Umkehrdach ist eine Sonderform eines Warmdaches.
      bei einem Warmdach ist die Dämmebene unbelüftet
      de.wikipedia.org/wiki/Warmdach
      Bei einem Kaltdach wird die Dämmung belüftet.
      de.wikipedia.org/wiki/Kaltdach
      Bis in die 90er Jahren waren bei den Steildächern Kaltdächer üblich, schlicht und ergreifend an Mangel an fehlenden Materialen , die Wasser aussperrten und Dampf durch ließen. de.wikipedia.org/wiki/Unterspannbahn

      beim Flachdach hast Du Recht, Kies scheidet beim THoW wohl wegen Gewicht aus.
      Beim Flachdach dient es als Temperaturpuffer, UV-Schutz und gegen Abheben der Folie bei Windsog.
      Ich würde eine UV-beständige Folie nehmen und diese Vollflächig verkleben. Beiso kleinen Flächen, richtiger Verarbeitung und Verklebung dürfte die Gefahr von Rissen bei Temperaturstürzen vernachlässigbar sein.

      Gruß Stefan
    • Ich hatte geraume Zeit mit 10° gerechnet, indes aber festgestellt, dass bei den ohnehin vorherrschenden Metalldächern 5° völlig in Ordnung sind. Meist werden 3° als Minimum angegeben. Akkurate, solide Verarbeitung wird natürlich immer wichtiger je flacher das Dach (Windsog, Wasserabgang, etc pp).
    • bedenkt bei der wahl der Dachform, das je niedriger diese ausgeführt wird, je mehr Wandfläche, sprich auch mehr Gewicht. Ich habe 3m Außenwände und muss Gewicht an allen ecken un enden sparen :-/

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Holzdesign Hegselmann ()

    • @Steff, hmm vlt habe ich das nicht mehr ganz korrekt im Kopf. Bei uns gabs bei Flachdächern eben immer das Warmdach und das Umkehrdach. Kaltdach als Begriff ist mir eigentlich nie so untergekommen.
      Das die Wärmedämmung bei einem Satteldach nochmal hinterlüftet wird ist eigentlich klassische Technik ohne dass wir das Kaltdach genannt haben, aber stimmt schon dass das nicht mehr unbedingt nötig ist wenn man Platz sparen möchte.

      Ok und diese UV-Folie hält auch tatsächlich viele Jahre durch!? Wind, Wetter, Sonne, Hitze und Kälte!?
      Wie sollten Befestigungen ausgeführt werden (Solaranlage?)
      Nicht zu durchdringen wird ja kaum möglich sein, also irgendwie einkleben?
    • Ich wurde letztens darauf aufmerksam gemacht, dass die Dachform auch beeinflusst, wo sich Feuchtigkeit im Haus sammeln kann. Mir wurde es so erklärt, dass durch das Heizen (z.B. mit Holzofen) eine Konvektion entsteht, so dass die Luft an der Wand aufsteigt und an der gegenüberliegenden absteigt. Dabei kann Feuchtigkeit aufgenommen und transportiert werden.

      Wenn die Dachkonstruktion nun stark verwinkelt ist oder spitze Ecken aufweist, kann es sein, das die Konvektion dort nur unzureichend vorbei kommt. Damit sind solche Ecken besonders gefährdet feucht zu werden.

      Ich habe das mal versucht mit einem Bild zu veranschaulichen:



      Der grüne Pfeil ist die Konvektion. Die in rot gekennzeichneten Bereiche sind die, wo sich Feuchtigkeit sammeln kann, weil dort wenig Warme Luft hinkommt. Für mein Verständnis ist eigentlich nur das Schrägdach wirklich problematisch, wenn der Winkel des Satteldaches nicht zu hoch ist, dann sehe ich da kein Problem.

      Ergibt das für euch Sinn? Denkt ihr das für TH ist wirklich relevant oder ist das Optimierung am falschen Ende?

      VG
    • Das ist prinzipiell richtig! Zusätzlich kühlt eine "spitze" Gebäudekante innen stärker ab, weil einer kleinen, warmen Bauteiloberfläche innen eine große, kühle Bauteiloberfläche aussen gegenübersteht (geometrische Wärmebrücke). Wenn nach ENEV gedämmt und handwerklich ordentlich gebaut wird, taucht das Problem Schimmelbildung nicht auf. Selbstverständlich muss das Nutzerverhalten auch entsprechend sein, also regelmäßig lüften, Kondensation von Wasserdampf gering halten (Intensivlüften z.B. nach Duschen), ordentlich heizen usw.. Luftkonvektion wird allerdings mehr durch Einbauten (z.B. Möbel) behindert.
    • Hier ein informativer Artikel zum Thema Belüftung/ Diffusionsoffenheit im Flachdachbau (Holzbauweise) - vielleicht für den einen oder den anderen interessant!

      www2.proclima.com/media/downlo…Sonderdruck_Flachdach.pdf

      Bin selber dabei, die Dachkonstruktion zu planen, neige zum Flach- oder Pultdach. Da ich die Wände diffusionsoffen baue, kommt es mir sinnvoll auch das Dach einigermaßen so zu planen:

      Von innen nach außen:

      4mm Birke Multiplex
      22mm OSB 3 (als Dampfsperre gedacht mit sd Wert ca. 5m???)
      200mm Hanfdämmmatten
      20mm Holzfaserunterdeckplatte
      Diffussionsoffene Dachschalungsbahn
      Hinterlünftung 3cm
      Profilblech mit Überstand

      Ich habe auch eine diffusionsdichte Dachkonstuktion überlegt - mit oben dann eine verklebte EPDM Folie. Wie würde man aber diese Art von Dachbau mit diffusionsoffenen Wänden kombinieren?


      Lg Jenny