Wieviel zahlen für Tiny Haus Stellplatz?

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    • Wieviel zahlen für Tiny Haus Stellplatz?

      Hallo Zusammen,

      mich würde interessieren, wie viel ihr für euren Tiny Haus Stellplatz monatlich ausgebt. Was ist da so der Richtwert mit dem man monatlich rechnen kann?

      Ich überlege mein eigenes Mini-Haus zu bauen, am besten im Umkreis von Heidelberg und ein bisschen Platz wäre auch super. Vielleicht so 500qm.
      Mal abgesehen davon, wie realistisch es ist sowas zu finden :S würde ich gerne einfach mal abschätzen mit wie viel Miete man bei sowas monatlich ungefähr rechnen müsste. ?(

      Vielleicht hat da ja jemand von euch Erfahrung und kann mir weiter helfen.

      Liebe Grüße :love:
    • ok, ich habe ja keine Ahnung ...

      eine aus meiner laienhaften Sicht FAIRE Miete bzw. Pacht für einen Stellplatz würde sich an dem sogenannten Erbbauzins orientieren:
      Der Erbbauzinsbetrag setzt sich also aus der Grundstücksfläche x Bodenwert x Erbbauzinssatz zusammen. Dabei liegt der Zins üblicherweise zwischen 3 bis 5 Prozent des Grundstückswertes

      Abweichend von einem "normalen" Erbbauvertrag wäre halt ggfs. der Umgang mit den Erschließungskosten zu regeln ...
      (v.a. wenn diese vom Grundstückseigentümer getragen werden/bereits erschlossene Parzellen verpachtet werden)

      Und die Laufzeit des Vertrages kann man dabei ja kürzer/variabel machen - solange das Tina House transportabel und somit nur eingeschränkt "Immobil" ist ...
    • Hallo Nora,

      zunächst einmal, Stellplatz ist die offizielle Bezeichnung für einen Parkplatz.
      Was du suchst, ist ein Stand-/Aufstellplatz auf einer Parzelle eines Camping- oder Wochenendplatz, bzw. ein Baugrundstück für ein Wohn- oder Wochenendhaus. Woanders darfst du ein Tiny House nicht legal aufstellen!

      Wie überall in der Immobilienwelt geht es auch bei Grundstücken für Tiny Houses nur um eines: Lage, Lage, Lage! Je besser die Lage des Grundstückes umso höher der Preis. So werden 100m² im Speckgürtel von München wahrscheinlich teurer sein als 10.000m² im Hunsrück oder in der Mark in Brandenburg.

      Bei Stand-/Aufstellplätzen bestimmt der Platzbetreiber den Preis für die Parzellen. Ganz besonders hier gilt die Lage als Maßstab. Je schöner der Platz liegt, je mehr Angebote er bieten kann, um so teurer ist die Miete. Es gibt Plätze da zahlst du 20 € im Monat und dann gibt es wiederum Plätze da kostet die Parzelle 300€ oder mehr im Monat, alles abhängig von Angebot und Nachfrage.

      Bei Baugrundstücken hast du die Wahl zwischen Kaufen, Pachten oder Mieten.

      Möchtest du ein Grundstück kaufen, so kannst du dir z.B. bei Immowelt.de nachschauen, zu welchem m² Preis, in den letzten Monaten, in der Gemeinde Grundstücke verkauft wurden. So bekommst du einen Überblick was zurzeit vor Ort die Grundstücke wert sind, wobei die Tendenz dahin geht, das kleinere Grundstück meist teurer sind als große Grundstücke.

      Möchtest du langfristig auf einem Grundstück bleiben (mehr als ca. 20 Jahre) oder sollte dein Haus nicht mobil sein (fest mit dem Grundstück verbunden), dann kannst du ein Grundstück nach dem Erbbaurecht pachten. Solch einen Vertrag kannst du nicht kündigen, lediglich der Besitzer kann vorzeitig Eigenbedarf anmelden. Erbbaugrundstück werden meistens von Gemeinden oder Kirchen angeboten, hier richtet sich die jährliche Pacht nach dem Grundstückswert: Jahrespacht = 3-5% des Grundstückswert. Bei Erbbaugrundstücken von Privatpersonen kann die jährliche Pacht frei verhandelt werden, wobei ein Überschreiten der 5% als Wucher anzusehen ist.

      Als letzte Möglichkeit gibt es das Mieten von Baugrundstücken nach §95 BGB. Voraussetzung ist hier, dass der Mietvertrag zeitlich befristet ist und dass das Haus zerstörungsfrei von Grundstück entfernt werden kann (das Haus muss also in irgendeiner Form mobil sein). Bei Mietgrundstücken hat sich ein m²-Preis von max. 1,50 € im Monat etabliert, darüber hinaus gehende Forderungen gehen dann in den Bereich Mietwucher.
      Auch hier muss natürlich die Lage des Grundstücks berücksichtigt werde, auf dem Land sollte die monatliche Miete sehr viel günstiger sein als im Speckgürtel einer Großstadt.

      Gruß
      Dietmar