Grüße aus dem Hochsauerland

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    • Grüße aus dem Hochsauerland

      Liebe Tiny-House-Freunde,

      ich bin Karin aus dem Hochsauerlandkreis und seit kurzem nenne ich dieses Häuschen mein eigen <3 Gebaut im Jahre 2020 von Fa Tiny House Rheinau und von mir kürzlich gebraucht gekauft. Ich habe in den letzten 2,5 Jahren neben dem Job eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker gemacht und werde künftig nebenberuflich eine kleine Naturheilpraxis für Tiere betreiben. In erster Linie sucht man die Tiere in ihrem Umfeld auf, aber man braucht natürlich auch eine ‚homebase‘. Da es irgendwie perfekt zum Beruf passt und ich auch die Möglichkeit habe, es gegenüber auf meinem unbebauten Bauplatz aufzustellen, bin ich dann recht schnell stolze Eigentümerin meines Tiny geworden. Es ist 5,40 lang und auf einem alten landwirtschaftlichen Anhänger. Gut und ökologisch einwandfrei gedämmt, Wasser- und Abwasseranschlüsse und Leitungen vorhanden, mit 2 Stromkreisen für 220 und 12 V usw. Da es nicht großartig auf Reisen gehen soll, war mir ein Trailer nicht so wichtig. Ich bin gerade dabei, es innen für meine Zwecke zu optimieren. Die eingebauten Betten habe ich schon demontiert - natürlich so, dass man sie wieder einbauen könnte 8) Außerdem überlege ich noch, ob ich den Bauplatz mit Wasser, Abwasser, Strom richtig erschließe oder mit Solar, Wassertank etc. arbeite. Der endgültige Standplatz wird noch hergerichtet. Überlege den Bau einer kleinen ‚Terrasse‘ am Einstieg, auch um die Deichsel verschwinden zu lassen. Außerdem denke ich darüber nach, auf dem ca 800 qm Baugrundstück im 2. Schritt evtl zwei weitere Stellplötze anzulegen für ‚Dritte’ - insbesondere im Fall einer Erschließung mit Wasser/Abwasser und Strom. Baurechtlich käme ich da klar - bereits geklärt. Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich das wirklich will oder lieber meine Ruhe habe :D
      Ich bin außerdem ‚schon immer‘ Camper und wir haben auch ein (nächstes Jahr Oldtimer werdendes) RMB-Wohnmobil - also sind mir viele Dinge nicht fremd. Ist ja ein wenig ähnlich. Ich erhoffe mir hier gute Anregungen für die Fragen, die sicher noch auftauchen werden :D ?(
      Viele Grüße
      Karin

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    • Hallo Stefan,
      danke! Ich habe mit dem Bauamt geklärt, dass keine notwendig ist. Mein Grundstück befindet sich innerhalb eines B-Plans aus den 80er Jahren und ist daher baulich nutzbar - mit den entsprechenden Einschränkungen bzgl baulicher Nutzung GRZ, GFZ etc., was bei dieser baulichen Nutzung nicht problematisch ist.
      Unser Bauamt sieht es so, wie ich es vorhabe (Nutzung des fahrbaren Tiny Houses mit einem Volumen von unter 40 Kubikmetern auf einem Baugrundstück in einem Bebauungsplan) als unproblematisch an. Es soll ja auch kein Dauerwohnen erfolgen, sondern eine Nutzung als "Arbeitsraum" eines Kleingewerbes, allerdings würde man auch in die Richtung "Wohnen" keine großen Probleme bzgl einer Genehmigungssfähigkeit sehen, wenn die Ver-und Entsorgung dann ordnungsgemäß geregelt wäre. Bezüglich des Baufensters wäre - sofern beim Aufstellen von mehr als einem Tiny dann erforderlich - eine Befreiung möglich. Die unmittelbaren Nachbarn haben hier keine Bedenken, sondern sehen es positiv. Angesichts der Bebauungsmöglichkeit meines Grundstücks und der weiteren freien Grundstücke, die große MFH zulassen würde (80ziger Jahre), sind 3 Tinys auch sicher angenehmer als ein 6-8 Familienhaus ^^
      Wenn man solchen neuen Wohnformen verwaltungsseitig offen gegenübersteht, sind in beplanten Innenbereichen keine großen Hürden zu überwinden. Will man verhindern, kann man natürlich Knüppel zwischen die Beine werfen. Angesichts der Tatsache, dass die Neuausweisung von Baugebieten bei gleichzeitiger Wohnungsknappheit immer schwieriger wird, ist eine solche - eher temporäre - Nutzung ansonsten brachliegenden Baulandes sinnvoll. In meinem Fall war zunächst geplant, eine kleines Apartment (Mischgebiet) für meine Tierheilpraktikergeschichte zu nutzen. Durch diese Alternative konnte ich dieses jetzt wieder zu Wohnzwecken vermieten. Also indirekt Wohnraum geschaffen/erhalten. :)

      Gruß Karin

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