Das Tinyhouse Forum wurde Anfang 2026 geschlossen.
Details hier: Schließung des Tinyhouse Forums
  • Hallo liebe Alle, 😊

    ich werde in einem Jahr ausziehen 🚶‍♀️und befasse mich gerade mit meinen Möglichkeiten. Da wäre ggf selbst ein Tinyhouse zu bewohnen oder, was ich gerade richtig gut finde, ein großes Grundstück mit altem Haus oder Resthof drauf 🏡, schöne grüne Lage, kaufen und einige Grundstücke 🏠🏠🏠🏠🏠 an nette Tinyhouse Besitzer zu verpachten oder vielleicht sogar gegen Arbeit am alten Haus erstmal kostenlos zur Verfügung zu stellen. Auch eine gemeinsame Selbstversorgung (Anbau Gemüse...) könnte ich mir vorstellen. Da müssten dann Experten in den Tinyhouses wohnen 😂 Worauf sollte ich wohl bei der Auswahl des Grundstücks achten, damit Tinyhouse Besitzer sich dort wohlfühlen? Und was meinen Sie. Ist meine Idee umsetzbar?

    Liebe Grüße Carola :)

  • Hallo Carola,

    willkommen im Forum.

    Zu deinen Fragen meine Gedankengänge:

    - Hast du denn das nötige "Kleingeld" für so ein Projekt?

    - Ohne positive Bauvoranfrage bei der betreffenden Gemeinde würde ich so ein Grundstück niemals erwerben! Und wenn du als Verpächter auftrittst, sind da auch noch einige juristische Sachen in Sachen gewerblicher Vermieter zu beachten. Denn bei mehreren Stellplätzen ist das schon eine kleine Anlage! Sigi kann dir da mehr dazu sagen.

    - Als Interessent, um bei dir auf so einem Grundstück einen Stellplatz (langfristig) zu pachten, wären meine Erwartungen: Möglichkeiten für Anschluss an Wasser/Abwasser/Strom/Telefon/Internet. Möglichkeit, einen Erstwohnsitz anzumelden.

    Und: Ein "alter Resthof"...ist dir bewusst, was da möglicherweise an Sanierungskosten auf dich zukommt? Hast du denn die erforderlichen Kenntnisse zum Selbermachen? Wenn du die notwendigen Arbeiten machen lässt, ist Neubau idR günstiger! Denn (eigene Erfahrung) solche alten Höfe...wenn sie nicht bereits leer stehen, ist meist seit bestimmt 30-50 Jahren nicht mehr wirklich was daran gemacht worden! Dach...meist nicht mehr zu retten, also neu eindecken, morsche Balken tauschen, das Ganze nach heutigen Anforderungen dämmen.... dann die Heizanlage: Kompletter Austausch, kommt gut und gerne schon mal auf 50000 Öcken. Elektrik muss auch meist neu gemacht werden. Und das ist nur das, was mir so im ersten Anlauf einfällt....

    Ich will dir deinen Traum nicht zerstören, aber ohne eigene Kenntnisse in einem/mehreren Gewerken und wirklich sachkundiger Beratung verschuldest du dich mit so einer Hütte auf Jahrzehnte. Und dazu willst du dann noch gewerblich verpachten....

  • Hallo Carola,
    auch von mir ein herzliches Willkommen.
    Weil ich oben erwähnt wurde ... Ja, das kannst du alles machen. Suche dir einen Bauernhof und dann geht es los.

    Mach dir aber bitte keine Illusionen, dass du schnell die richten Leute findest. Dein Projekt ist super, brauch aber Zeit und Nerven.
    Auf dem Land hat man vielleicht eher die Möglichkeiten. Kleinere Gemeinden ringen oft um jeden neuen Einwohner. Oft sind sie auch offen für neue Wohnformen. Es muss ja nicht gleich eine "Siedlung" sein. Das führt ohnehin bei Behörden nur dazu, dass an die Erstellung eines Bebauungsplans gedacht wird. Genau das sollte man aber vermeiden. Man kann auch eine "Hausgruppe" beantragen. Das sehe ich als goldenen Mittelweg, um effektiv ans Ziel zu kommen. Leider müssen immer mehr Landwirte aufgeben. Was wird dann aus den Höfen? ... ich glaube, dein Ansatz ist richtig. Ich wünsche dir maximalen Erfolg!

    Gruß sigi