Boden- und Wandaufbau

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    • hab angeschaut paar Videos und gemerkt das einige Leute bauen Wände mit Metallwinkeln und es kann über 30st sein pro Wand. Jetzt gebe ich Ihnen Nahrung für Gehirn. Wie viele von euch haben angegeben ein Metallwinkel in ein U-WERT Rechner? und ob es in ordnung ist zusammen mit Glaswolle oder Steinwolle in einem dünnen Wand zu haben ( Kältebrücke, Taupunkt ).

      viel spass mit Gedanken :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Erune ()

    • Nun ist es an der Zeit das auch ich die Wände und den Boden von meinem Haus plane.
      Dabei muss ich mich nicht an die 3,5 Tonnengrenze halten.
      Es wäre nett wenn ihr euch meine Pläne anschaut und wenn ihr Bedenken habt diese mit mir teilt! =)

      Probleme habe ich bei dem Boden.
      Sollte der Boden durchlüftet werden oder nicht?
      Und wie sehen die Möglichkeiten aus?
      Soll ich Bautenschutzmatten verwenden oder direkt (Unterspannbahn dazwischen) auf dem Metall der Radkästen bauen?
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    • Durchlüftung bzw. Hinterlüftung des Bodens?
      Es ist die Frage nach der Funktion einer Hinterlüftung. Zum einen soll durch den Sog in der Luftschicht die Austrocknung der Isolierung verbessert werden und zum anderen soll durch eine vorgehängte Verkleidung das Eindringen von äußeren Niederschlägen in die Isolierung verhindert werden.
      Nun kommt aber sowieso von unten kein Niederschlag an die Isolierung und bei einer waagerechten Fläche kann auch keine verbesserte Luftzirk7lation durch einen Kamineffekt entstehen.
      Demzufolge macht eine Hinterlüftung am Boden für mich keinen Sinn.

      Gruß Udo
    • Als Laie sage ich mal:

      * Ich würde den Boden nicht hinterlüften o.ä. sondern diffusionsdicht isolieren. Ob Sytrodur ausreicht oder was ähnliches besser passt, weiß ich nicht.
      * Ich würde nicht direkt a.d. Metall gehen sondern eine dünne Zwischenschicht verwenden. Ich hab schon von Hartfaserplatten gelesen.
      * Am Wandaufbau erkenne ich nichts falsches, ich denke der Deckenaufbau ist das spannendere.

      Willst Du zulässig bauen? Dann kann das mit der EnEV ein Thema werden. Dietmar wird es sicher bald behandeln - ich selbst bin noch nicht ganz durchgestiegen. Bei mir blieb was mit einer Ausnahmeregelung hängen, wenn die Isolation ein Lambda <= 0.035 hat. Das bekommt man mit Naturdämmung m.E. nicht hin, ich kenne als bestes Gutex Holzfaserdämmung mit 0.038. Die Aussage, dass bei kleinen Gebäuden gar nichts erfüllt werden muss, konnte ich nicht a.d. Gesetz herauslesen.

      Warum willst Du mit Mineralwolle dämmen?

      Ob man bei einem so diffusionsoffenem Aufbau auch noch die Hinterlüftung a.d. Wand braucht, ist anscheinend Glaubensfrage, ich verzichte. Ich zeige mal meinen aktuellen Plan, vielleicht findest Du (oder ich) eine Anregung:


      Von innen nach außen mit Begründung:
      * Innen Lehm, weil ich nicht zu viel Holz will. Außerdem erhoffe ich mir besseren Hitzeschutz (Amplitudenwerte). Es kann jetzt aber auch einer kommen und sagen, er hat die nicht und lebt trotzdem gut.
      * Die MDF-Platte dient dem Lehmputz als Haftgrund
      * Die OSB-Platte dient der Versteifung (ist Deine Innenwand Platte oder Bretter?)
      * Als Isolierung nur Holzfaserdämmung. Ich hatte mich mal eingelesen, könnte die Argumente jetzt aber nicht mehr benennen. Es gibt wohl eh keine "beste" Isolierung.
      * Auf Hinterlüftung verzichte ich
      * Ich nehme für eine gutes Lärchenprofil max 30mm an.

      Dicke: 15,475 cm
      Gewicht: 46 kg/m²

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ViNS ()

    • Ich muss mir diesen Thread noch durchlesen, habe aber mal was zum Thema Leichtbauweise geposted. Das Verfahren würde quasi außen eine absolut Wasser und Dampfdichte Sperre haben und dann nach innen Diffusionsoffen sein.

      Diese super konstruierten Wände haben ihren Sinn, aber... gehts nicht auch einfacher? :) Wenn das für Boote funktioniert die permanent im Wasser liegen, sollte das auch für's Haus gut sein.
    • Danke für eure Beiträge!

      Udo schrieb:

      Durchlüftung bzw. Hinterlüftung des Bodens?
      Diffusionsoffen. Ich habe mich etwas umständlich ausgedrückt.

      ViNS schrieb:

      Ich würde nicht direkt a.d. Metall gehen sondern eine dünne Zwischenschicht verwenden. Ich hab schon von Hartfaserplatten gelesen.
      Als Zwischenschicht nehme ich dann die Unterspannbahn.

      ViNS schrieb:

      * Am Wandaufbau erkenne ich nichts falsches, ich denke der Deckenaufbau ist das spannendere.
      Gut die Wand wird dann auch so gebaut. Die Decke besteht aus Innenverkleidung, Sparren mit Mineraldämmung (10cm), Delta Maxx, Konterlattung und nageldichtband und dann irgendwie eine dünne Lattung und Blech.... ?(

      ViNS schrieb:

      Willst Du zulässig bauen? Dann kann das mit der EnEV ein Thema werden.
      Warum willst Du mit Mineralwolle dämmen?
      Ich denke nicht, dass ich mich mit dem Thema EnEV auseinandersetzen werde.
      Mit Mineralwolle habe ich gute Erfahrungen gemacht. Einfach zu verbauen und günstig.


      ViNS schrieb:

      Ob man bei einem so diffusionsoffenem Aufbau auch noch die Hinterlüftung a.d. Wand braucht, ist anscheinend Glaubensfrage, ich verzichte. Ich zeige mal meinen aktuellen Plan, vielleicht findest Du (oder ich) eine Anregung:
      Sollte auch funktionieren. Aber das Gewicht: 46 kg/m² sind zu meinen 29 kg/m² schon happig.

      Dann wird der Boden oben eine zweite Schicht Siebdruckplatte 9mm bekommen, dafür die Dielen etwas dünner.
      Die Dampfbremse von der Wand klebe ich dann auf die ober Siebdruckplatte.
      Keine Folie im Boden.
      Was meint ihr? ?(
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    • Guten Abend,

      ich bin gerade dabei meinen Wandaufbau zu planen, komme aber nicht wirklich weiter.
      von innen nach außen würde es bis jetzt so aussehen:
      12mm Pappelsperrholz
      0.2 mm Dampfbremse
      80mm *60 mm Fichteträger mit
      80mm Breite Hanf-Jute Dämmung
      Fassadenbahn
      22mm sibirische Lärche Fassadenholz

      Nun zu meinen Fragen:
      1.So wie ich es verstanden habe, ist es nicht schlimm, wenn die Fassadenbahn beschädigt wird, durch Anbringen der Fassade und es ist auch nicht anders möglich, wenn ich keine Hinterlüftung einplane, stimmt das ?

      2. Muss die Dampfbremse zwischen allen Wänden und Decke und Boden verbunden sein ? und brauche ich überhaupt eine Dampfbremse am Boden, ich habe dort OSB-Platten angedacht, die so wie ich das gelsesen habe, eine Dampfbremse auch ersetzten kann ?

      3. und ist eine Hinterlüftung am Dach notwendig ?
      sowie allgemeine Anmerkungen zu meinem Aufbau sind natürlich immer willkommen :)

      Ich hoffe es findet sich der ein oder andere, der zumindest ein Teil meiner Fragen beantworten kann. Dabei möchte ich noch ein großes DANKE aussprechen, die hier in diesem Forum ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit allen teilen, ihr seid mir eine große Hilfe !

      Liebe Grüße Martha
    • Hallo Martha,

      der Wandaufbau richtet sich zum einen nach den einschlägigen Normen, zum anderen aber auch nach der beabsichtigten Nutzung.
      Falls du in deinem Tiny mit lediglich 8 cm Naturdämmung auch im Winter leben willst, dann wirst du dir entweder den Hintern abfrieren oder wie ein Weltmeister heizen müssen, was zu einer ungleichen Wärmeverteilung und damit gegebenenfalls auch zu gesundheitlichen Beladtungen führen kann. Wenn du es nur im Sommerurlaub nutzen möchtest, dann ist das ganze sicherlich unproblematisch.

      Zu den konkreten Fragen:
      1) Die äußere Fassadenbahn hat die Aufgabe, das Eindringen von Niederschlagswasser in die Baukonstruktion und die Dämmung zu verhindern. Das kann theoretisch auch durch die Nagellöcher geschehen. Darum gibt es plastische Nagelbänder, die auf das Ständerwerk wie Tesafilm geklebt werden und sich an die Nägel anschmiegen. In der Praxis halte ich das für entbehrlich. Irgendjemand hat hier auch mal einen Bericht eines Handwerksjournals verlinkt, der auch keinen Unterschied feststellte. Und falls du die Lärchebretter auch noch verdeckt befestigen willst, dann sehe ich erst recht kein Problem.
      2) Bezüglich Dampfbremse oder -Sperre ist die Art der Ausführung schon entscheidender. Wichtig ist, dass durch keine Fehlstellen Feuchtigkeit in die Dämmung diffundieren kann. Diese könnte sonst im Wandaufbau kondensieren und die Isolierung weiter reduzieren. DieArt der Ausführung hängt dabei von der Hauskonstruktion ab. Man kann etwa das fertige Ständerwerk komplett von innen nachträglich verkleiden, dabei besonders auf die korrekte Anbindung an Wandöffnungen achten, oder man könnte zunächst die einzelnen Wände konstruieren und mit der Dampfsperre versehen, und diese fertigen Wände dann auf dem Hänger aufsetzen und verbinden.
      3) Das Dach ist eine der neuralgischen Flächen, weil durch eine Blech- oder Epdm-Abdeckung eingedrungene Feuchtigkeit nicht nach oben entweichen kann. Von daher wäre eine Hinterlüftung sinnvoll. Die Probleme sind, dass die an der Wand üblichen 2 cm Hinterlüftungsabstand am Dach nicht genügen, und dass seitlich auch noch ausreichende Lufteintrittsflächen vorhanden sein müssen. In der Praxis steht deshalb das Hinterlüftung Dach über die Wände über, was zumindest bei 2,55 Meter Breite eher ungünstig wäre.
      Als Alternative kann man deshalb durch eine innere Dampfsperre das Eindringen von Feuchtigkeit in die Dachkonstruktionn verhindern. Dies muss aber hermetisch und besonders sorgfältig ausgeführt erfolgen. Am besten mal im Netz über das Prinzip von Warm- und Kaltdach schlau machen.

      Gruß Udo
    • ich habe ein paar fragen zu boden und wand., enev-konform, bei verträglichen wandstärken.

      boden und decke sind pur, beschichtet, also diffdicht und relativ dünn.
      mein flachdach wird zulaminiert, mit glasfasermatten und epoxy, wenn was ist, kann man ja drüberlaminieren,
      außerdem müßen die nöppel für etwaige dachaufbauten gegen eindringendes wasser gesichert werden.
      damit ja kein schimmel sich bildet, gibt es eine fußbodenheizung.
      soweit so gut, oder gibt es probleme?

      die wände sind auch aus 100 mm profilen, fichte kvh.
      die 3 meter breite fachwerkkonstruktion ist selbsttragend und kann einige tönchen verkraften.

      wenn ich mich so umschaue, wir bauen innen eh diffdicht und außen diffoffen,
      besteht die einzige möglichkeit um zu einer verträglichen wandstärke zu kommen,
      in diesen reflektionsmatten, die, bei z.b. 3 cm aufbau nach innen, schon in richtung passivhaus gehen?

      sich unwohl fühlt, wenn er alles was er abstrahlt zurückbekommt,
      werner