Boden- und Wandaufbau

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    • Boden- und Wandaufbau

      Ich habe mal eine Frage zum Boden- und Wandaufbau beim Tiny House. Während bei der Isolation ja bekanntlich die Geschmäcker völlig verschieden sind, sollte man sich bei den Wänden und dem Boden doch sicherlich an bestimmte bewährte Konstruktionen halten, damit das Haus langfristig dicht ist und bleibt. Welche sind das?
      Ich habe von Kai schon erklärt bekommen, dass es diffusionsoffene und -geschlossene Folien gibt aber ich habe überhaupt keine Ahnung, wie man das alles zusammen bringt und dann unterscheiden sich Wand und Boden auch sicherlich nochmal grundlegend.
      Wer könnte das mal hier für Dummies erklären?

      Viele Grüße
      Martin
    • Ich kann nur den Wärmeberater zitieren, dem ich gefolgt bin: Innenseite die Dampfbremse, diffusionsoffen bzw. variabel, außen die Windsperre, wasserdicht aber diffusionsoffen. Die aussenliegende Folie muss auf jeden Fall mehr durchlassen als die innen.
    • Hi Martin,
      ich sitze gerade an den Ausführungsplänen für mein TH. Für den Wandaufbau bin ich derzeit bei folgender Zusammenstellung gelandet:
      von außen nach innen ->
      22mm Brettfassade
      100mm Konterlattung/Wärmedämmung
      Windschutzfolie
      12mm OSB-Platte
      150mm Ständerwerk/Wärmedämmung
      12mm OSB Platte
      PE-Dampfsperre
      10mm Innenverkleidung Holz oder GK-Platten

      ... da ich schon einen Winter in einem ausgebauten Bauwagen verbracht habe, wollte ich dieses mal unbedingt sehr gut isolierte Wände haben.
      Falls ich dort noch irgendwo ein paar cm einsparen kann, wäre das natürlich auch nicht schlecht, aber ich gehe vorerst mal von relativ kalten Temperaturen aus.

      Liebe Grüße
      Mel
    • Hallo Mel, hast Du schon mal das Gewicht für Deinen Plan berechnet? OSB ist relativ schwer. Auch das Dämm-Material bringt einige Kilo, je nachdem was Du verwenden willst.

      Meine Wände sind ja nur mit 6 cm Hanf insoliert, und ich habe mit der 4 kW Gasheizung überhaupt keine Probleme gehabt, das TH in diesem Winter warm zu bekommen. Eine 11 kg Flasche Gas hat locker eine Woche gereicht.

      Gruß Klaus
    • Hallo Klaus,
      nach einiger Überlegung plane ich mein TH lieber mit einer Rahmenunterkonstruktion und ggf. ISO-Containerecken. Damit entfällt der Trailer als dauerhaftes Fundament und die Gewichtsbeschränkung von 3,5t ebenfalls.
      Des weiteren läuft das TH dann als Ladung und man erspart sich die TÜV Prüfung.
      Alles Punkte, die mir sonst Bauchschmerzen bereiten würden.
      Da ich mit dem Haus nicht ständig unterwegs sein möchte, sondern wirklich nur im Ausnahmefall die Möglichkeit der Mobilität brauche, wäre diese Konstruktionsalternative für mich die schlüssigste.
      Bzgl.Wärmedämmung bin ich wohl ein gebranntes Kind - hatte einen bitterkalten Winter im Bauwagen und ich bin echt eine riesige Frostbeule :D
      Naja soweit meine Überlegungen ...
      Liebe Grüße
      Mel
    • Hallo Mel,

      mel schrieb:

      22mm Brettfassade
      100mm Konterlattung/Wärmedämmung
      Windschutzfolie
      12mm OSB-Platte
      150mm Ständerwerk/Wärmedämmung
      12mm OSB Platte
      PE-Dampfsperre
      10mm Innenverkleidung Holz oder GK-Platten
      Bist Du sicher, dass Du dich da nicht vertippt hast? Bei dieser Wand bleibt nicht mehr viel Raum zum Leben ;)

      Viele Grüße
      Martin
    • Hi Martin,
      sicherlich sind 30cm im Vergleich zum üblichen Wandaufbau eines TH extrem hoch dimensioniert. Natürlich kann du auch mit einem 10cm Wandaufbau zurecht kommen, musst halt nur entsprechend heizen und schauen, das es nirgends Wärmebrücken gibt, die dir dann schnell Schimmel ins Haus bringen.
      Weiterer Punkt ist ein möglicher Bauantrag, den ich stellen muss, sobald ich mein TH als dauerhaftes Wohnobjekt auf ein genehmigtes Baugrundstück setze.
      Dann fällt das TH in den Geltungsbereich der Energieeinsparverordnung und da bin ich mir nicht mal sicher, ob die 30cm ausreichen, da die EnEV 2016 nochmal angezogen wurde.
      Klingt jetzt ziemlich bürokratisch und nicht gerade im Spirit des freien TH-Erbauers, aber leider ist das Deutschland mit seinen Gesetzen.
      Soll aber bitte jeder selber entscheiden wie er baut :) . Ich glaube da gibt es kein falsch oder richtig, sondern jeder wird da seinen Weg finden innerhalb seiner Komfortzone.
      Da ich selber 10 Jahre Architekturbüro hinter mir habe, bin ich wohl einfach ein gebranntes Kind, was Bauämter und deren Macht angeht :(
    • Mach Dich da doch mal schlau (ich habs noch nicht geschafft): Wenn ein Haus ein bestimmtes Volumen nicht überschreitet, ist ein Energieausweis nicht erforderlich. So habe ich es gehört. Ich weiss aber weder, ob das stimmt noch weiss ich die Grenze.
      Ich glaube, dass 10-15cm völlig ausreichend sind! Gegen Schimmel in den Ecken hilft ein anderes Konzept: Eine Alde Warmwasserheizung und hinterlüftete Möbel. Schau dir diesbezüglich einfach mal bei einem Händler mit Kabe Vertretung einen solchen Wagen an.
      Oder wohnst Du im Rheinland? Dann komm einfach mal vorbei, dann zeige ich Dir das detailliert.
    • Soweit ich das habe recherchieren können, gilt auch in der EnEV 2016, dass Gebäude unter 50 Quadratmetern keinen Energieausweis benötigen. Im §2 wird definiert, was "kleine Gebäude" sind, nämlich unter 50 Quadratmetern. Im §16, Absatz 5 (vorher Absatz 4) steht, dass "kleine Gebäude" keinen Ausweis brauchen.
    • Also um noch mal zur Anfangsfrage zurück zu kehren.

      Also erstmal rate ich persönlich von geschlossenen Folien ab. Sein Häuschen hermetisch und luftdicht abzuriegeln, dann eine lüftung ein zu bauen damit man überhaupt noch Luft bekommt.... nein, besser nicht. Weitere Problem mit geschlossenen Folien ist häufig der Kondensationspunkt von der Luftfeuchtigkeit bzw. dem Dampf. Wenn der nicht entweichen kann, dann muss er ja irgendwo kondensieren. Das tut er dann vornehmlich an Fensterscheiben und....pfui pfui...hinter der Holzverschalung an der dichten "Dampfbremse". Und schwupps haben wir den schimmel im Haus. Es wird ja heutzutage immer empfohlen alle 15 bis 30 min. zu lüften, aber wer macht das schon... das hängt auch damit zusammen dass der dampf in kurzen Abständen oder durchgehend entweichen muss damit er nicht kondensiert (vor allem im winter wenn der temperaturunterschied groß ist).

      Deswegen würde ich immer diffusionsoffen bauen. D.h. die Fassadenunterspannbahn ist nur einseitig wasserdicht und trotzdem hoch dampfdiffusionsoffen. Die Dämmung kann im besten Fall Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben bzw. transportieren (Holzfaser, hanf und vorallem Wolle kann das wobei diese einmal zu feucht geraten lange braucht um aus zu dünsten). Die Frage ist nun, ob man eine Dampfbremse benötigt oder nicht.

      Der eigentliche Sinn einer Dampfbremse liegt darin, die Luftfeuchtigkeit so lange im Raum zu halten, bis sie kontrolliert über das Lüften abgeführt wird. Passiert das nicht, kann es zu Schimmelstellen kommen.

      Nun haben wir Tinyhäusler ja einen spziellen Fall. Unser Haus ist in der Regel sehr klein, was wiederum bedeutet, dass die enstehende Luftfeuchte (Duschen, Schwitzen, Kochen etc.) im Verhältnis zu normal großen Häusern sehr groß ist. Dementsprechend müsste man (der Anweisung häufig zu lüften) noch viel häufiger nachkommen da gleich viel Dampf durch weniger Wand hindurch muss, wäre es also sinnvoll die Wand so diffusionsoffen wie nur möglich zu bauen, oder?

      das Problem hierbei ist, dass es immer einen Kondensationspunkt geben wird. Das liegt an der Größe des Hauses.
      Wenn es sich also nicht vermeiden lässt dass Dampf in die Wand eindringt (was auch mit dampfbremse nach einigen Jahren nicht mehr 100%gewährleistet werden kann da durch die sog. Flankendiffusion trotzdem feuchte eindringt) ist es um so wichtiger dass 1) das wasser gefahrlos von der dämmung aufgenommen werden kann und 2) möglichst schnell wieder abtrocknen kann.

      Bei der Trocknung der feuchten Dämmung würde eine Dampfsperre sehr hinderlich sein.

      Rechnet man das ganze mit dem U-Wert Rechner nach ist die Tauwassermenge jedoch VIEL zu hoch...Das liegt daran dass der U-Wert Rechner nicht in der Lage ist die positiven Eigenschaften von Holzfaserdämmplatten ein zu kalkulieren. Solche Materialien (z.B.Holz) sind kapillar aktiv. d.h. sie nehmen Feuchtigkeit auf und verteilen sie, können diese aber auch wieder abgeben.
      Daher tritt auch keine partielle Feuchtigkeit auf.

      Was wäre also die Lösung unseres Problems?
      Eine Kombination aus Dampfbremse und diffusionsoffenem Stoff, oder eine Dampfhemmende Innenbekleidung der Wand. Denn wie toczekk schon sagte muss die Unterspannbahn diffusionsoffener sein als die Innenwand. Ansonsten staut sich Feuchtigkeit in der Wand. Bauschaden vorprogrammiert...

      So fern die Wandstärke nicht zu groß ist kann der dampf auch gut diffundieren. Das sollte bei tinyhouses kein Problem darstellen. Eine 30 cm Dämmung kann man sich bei minimiertem Wohnraum nicht leisten...:D

      Noch ein mal zusammengefasst wie eine Wand aussehen könnte:
      (Außen nach Innen)

      Holzfassade
      Hinterlüftung
      Fassadenunterspannbahn diffusionsoffen
      Holzständerwerk + Holzfaserdämmung
      Feuchtehemmende Dampfbremse (Optional Dampfhemmende Innenverkleidung)
      Innenverkleidung Holz

      LG
      Leopold
      Less House, More Home :thumbsup:

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    • KORREKTUR:

      Eine Feuchtehemmende Dampfbremse ist zwar auch in ordnung aber durch die Bedingung dass unser Haus sehr klein ist und wir somit viel schneller mit Schimmel und Luftfeuchte zu kämpfen haben als in großen Wohnräumen, wäre es besser nur eine leicht dampfhemmende innenverkleidung an zu bringen was wiederum fast unmöglich ist in einem tiny house da es sich ja um einen trockenbau handelt (kein putz etc.). Dort Oben in der letzten Liste des Wandaufbaus sollte eigentlich FEUCHTEVARIABLE DAMPFBREMSBAHN stehen!
      Diese ermöglichen im Sommer die bessere Ausdünstung in den Innenraum und sind generell diffusionsoffener als PE-Folien o.Ä.
      Feuchtevariable Dampfbremsbahn gibts bei verschiedenen Herstellern.

      LG
      Leopold
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    • Ich bin mir noch unsicher ob ich tatsächlich den Schritt ohne Dampfbremse waage oder lieber doch eine feuchtevariable Dampfbremsbahn verbauen soll. Ich werde mich noch ein mal mit einem befreundeten Baubiologen absprechen und mein Vaddi (Architekt) zu Rate ziehen.
      Wenn ich es genauer weiß, sage ich bescheid.

      LG
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    • Das Problem eines jeden Hauses, das in einer Region steht, in der es einen Winter gibt ist folgendes:
      Durch den starken Temperaturunterschied von Innen nach Außen gibt es im Winter (nur im Winter) Tauwasser dort, wo die Kälte auf die Wärme trifft (in der Wand). Das ist so ähnlich wie die Brille im Winter, wenn man von draußen reinkommt und feuchte warme Innenluft auf der kalten Brille kondensiert.
      Die Feuchtigkeit soll nicht in die Wand, da sie erstens den Dämmwert senken kann (dämmstoffabhängig) und zweitens zu Schimmelbildung führen kann.
      Vor 30 Jahren gab es das Problem noch nicht, weil damals die Dämmung von Häusern durchlüftet war, was die Feuchtigkeit abtransportiert hat, allerdings auch die Effektivität der Dämmung gesenkt hat. Eine durchlüftete Dämmschicht ist heutzutage nicht mehr Zeitgemäß.

      Heutzutage versucht man durch Luftdichtes bauen Feuchteeintritt zu verhindern. Mit Luftdichtheit sind allerdings zwei unterschiedliche Arten von Abdichtung gemeint:


      1. Konvektionsdichte bedeutet, dass keine Luftströmungen aus oder in den Innenraum entstehen können. Der Feuchteeintrag durch Konvektion ins Bauteil kann enorm sein, da kann man bei einem Leck der dichten Ebene von einem Quadratzentimeter schon mal im Bereich von mehreren Hundert Litern Wasser im Jahr liegen. Wer Konvektionsdicht baut, hat außerdem den Vorteil dass es keine unangenehme Luftzüge im Innenraum gibt, für die meisten Frauen sollte das interessant sein ;-). Konvektionsdichtheit kann man mit einem Blower-Door Test messen.

      2. Diffusionsdicht ist eigentlich das falsche Wort. Die einzigen Diffusionsdichten Stoffe sind Metall oder Glas. Jede Plastikfolie, egal wie dick lässt Feuchtigkeit durch, wenn die Feuchtigkeit das will. Hierbei handelt es sich allerdings um wesentlich geringere Mengen. Die Wasserdampfdurchlässigkeit einer Bauteilschicht wird durch den sd-Wert ausgedrückt. Dieser beschreibt die (Achtung!) wasserdampfwiederstandsäquivalente Luftschichtdicke. (Tolles Wort :-). Auf Gutdeutsch, er drückt aus, wie dick eine Luftschicht sein müsste um den gleichen Diffusionswiederstand zu erreichen. Was man wissen muss, der sd-Wert wird in Metern angegeben und steht bei den technischen Daten einer jeden Dampfbremsfolie.

      Das beste wäre meiner Meinung nach die schon in diesem Thema erwähnte Feuchtevariable Dampfbremse zu benutzen (z.B Pro Clima Intello). Diese hat im Winter einen sd-Wert von 25m und im Sommer nur einen von 0,25m. Letzteres gilt dann schon als diffusionsoffen (Zum Vergleich diffusionsdicht gilt eine Folie ab einem sd-Wert von größer als 1500 m).
      Die Winddichtbahn von außen sollte einen sd-Wert haben der mindestens 8-mal kleiner ist als der der inneren Dampfbremse. Dadurch kann die Dämmung nach außen abtrocknen. Ich persönlich würde eine Winddichte Ebene aus Holzfaserplatten benutzen (z.B. Gutex), das ist erstens leichter zu verarbeiten, als eine Folie und zweitens erhält man noch eine zusätzliche nicht von Holzständern unterbrochene Dämmschicht. Aber das ist nur mein Geschmack und ist jedem selbst überlassen. Eine Folie tuts auch und ist sicherlich billiger (z.B. Delta Vent mit einem sd-Wert von 0,02 m).

      Fazit: Das wichtigste ist, dass ihr innen eine Folie benutzt und diese sauber abklebt. Wie dicht ist relativ egal, aber die Folie die draußen drankommt sollte an die innen angepasst sein (Faktor 8). Wenn ihr die richtige Firma wählt (ProClima) müsst ihr euch auch keine Sorgen wegen der Umwelt- oder Gesundheitsschädlichkeit des Klebstoffes machen.

      Zu guter Letzt: Ich übernehme keine Haftung für das was ich hier erzählt habe, es spiegelt nur wieder, was ich in meiner Ausbildung als Zimmermann und im Berufsalltag gelernt habe. Falls ihr noch mehr Interesse an dem Thema habt macht doch einen Kurs bei Pro Clima, der geht einen Tag und kostet glaub ich 200€ oder so.

      Freundliche Grüße und viel Spaß beim planen ;)
      Justus
      Wer mit dem Kopf in den Wolken steckt kann nicht mit beiden Füßen auf dem Boden stehen.
    • Donnerwetter, das ist mal ausführlich gewesen. Ich glaub, das muss ich mir noch ein paar Mal durchlesen, bis ich es verstanden habe :)

      Vielleicht kannst Du mir anhand deines Wissens folgendes erklären: Tiny House Rheinau baut die Wände derart, dass in ein 80mm Ständerwerk nur 60mm Isolation (Steinwolle) eingebracht wird. Das wäre so üblich, die genauen bauphysikalischen Zusammenhänge bekomme ich aber nicht mehr zusammen. Aussen und innen waren dann noch Folien angebracht und zwar unterschiedliche, so wie Du beschrieben hast.
      Das passt soweit alles, nur die 20mm Luft bei der Dämmung bringen mit zum Rätseln. Hast Du da eine Erklärung für?

      Viele Grüße
      Martin
    • Da ich im gegensatz zu den meisten hier, "nur" einen Wohnwagen plane, ist mein Aufbau der Wand auch relativ übersichtlich:

      1. Außenverschalung Lerche/Fichte 24mm
      2. Diffusionsoffene Folie (z.B. Delta Vent S Diffusionsoffene Schalungsbahn)
      3. 6cm Lattenrahmen mit Dämmmaterial (Glaswolle)
      4. Innenverschalung ca. 15mm

      Mein Wohnwagen muss Temperaturen ab 10 Grad abkönnen, reisen damit nur von etwa März bis Oktober.

      Oder sollte zwischen Dämmung und Innenverschalung nochmals eine Folie (Welche?) verwendet werden?

      Gruß
      Robert
    • Ich frage mich gerade, was denn ein Tiny House auf Rädern von einem Wohnwagen unterscheidet. Für mein Empfinden ist es ein und das selbe, nur, dass das eine nen schicken Modebegriff verpasst bekommen hat. Ich erzähl auch nirgends, dass ich ein Tiny-House plane...wenn dann sag ich Wohnwagen oder Mobilheim. Aber egal, meines soll mich irgendwann zu jeder Jahreszeit warm und trocken halten, ich koche, schlafe und vor allem lebe irgendwann in meinem Tiny-House-Wohnwagen-Mobilheim . Bin aber noch gaaaaanz am Anfang und hab noch nicht mal die ersten Mücken dafür zusammen, mir einen guten Akkuschrauber zu kaufen....gut Ding will also Weile haben..ö
    • Hi Justus,
      Danke für die ausführliche Antwort, ein Punkt finde ich unklar.
      Ich zitiere: "eine durchlüftete Dämmschicht ist heut zu tage nicht mehr zeitgemäß."

      Da wage ich doch tatsächlich ein wenig zu wiedersprechen.
      Klar die "Energiehäuser" etc etc sind alle sehr dicht gebaut und im Zusammenhang und deren gewollten Nutzen scheint das so richtig zu sein,
      vielleicht habe ich dich auch nur falsch verstanden, was genau meinst du mit durchlüftet? Das lässt viel Spielraum offen wenn man es so genau interpretiert wie du es getan hast.
      Redest du von komplepetter Durchlüftung oder von diffusionsoffenem Bau?
      Wenn zweiteres der Fall ist wiederspreche ich, gerade heute wo es Ökolische Bauten neben Konsevativ gebauten Häusern gibt, versucht man möglichst viel Verbindung mit der äußeren Umgebung zu schaffen. Nicht im Sinne von Zugluft, die wird man bei einem gut gebauten Haus schwerlich bekommen, auch bei Diffusionsoffenheit! Auch dass die Effizienz der Dämmung beeinträchtigt wird hängt ausschließlich vom Material ab (Wolle als Beispiel wird in einem diffusionsoffenen Bau wohl kaum so Nass werden dass es seine Dämmwirkung einbüßt.
      Ich kenne 3 Architekten von denen einer auch noch Baubiologe am Amt ist und alle sind sie sich einig, dass eben jener hermetisch abgeriegelte Bau ("Diffusionsdicht") heut zu tage längst überholt sein müsste (außer man spricht von niedrig Energie Häusern).
      Leider ist er das noch nicht ganz und in einigen Fällen ist es auch unmöglich ohne Dampfbremse zu bauen. Z.b. Altbauten, Renovierungen u.s.w.

      Ansonsten sehe ich es ähnlich. Fuchtevariable Dampfbremse von Proclima oder einer anderen Firma ist definitiv zu empfehlen (habe ich glaube ich schon ein mal in einem früheren post geschrieben) wenn man sich nicht ganz genau sicher ist mit dem was man tut, besser eine verwenden als böse überrascht werden. Ansonsten gibt es auch noch andere diffusionsoffene und durchlüftete Variationen die durchaus möglich sind und, so weit ich es weiß, vor 30 Jahren noch gar nicht existierten. :D

      LG
      :)
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