Aufputz oder Unterputz?

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    • radfalter22 schrieb:

      es gibt auch Bauschäden in einem "undichten" Gebäude". Das sind dann Feuchteschäden und Schimmel. Es gammelt dann Dämmung und Holz...Das zersetzt dann auch das Gebäude. Lüften wird vergessen aber heizen nicht ? Dauernde Energieverschwendung ist wohl nicht die Lösung.
      Stimmt, bis auf den letzten Satz.

      Auch in älteren Häusern war durch schlechtes Lüften schon Schimmel... in dichteren Häusern ist es nur mehr geworden...
      Stimmt




      Und auch der Begriff teuerer Schnickschnack stört mich...Eine Lüftungsanlage (mit Wärmerückgewinnung) für ein TinyHouse würde ca 400-600€ kosten, der Platzverbrauch ist ca 1/4 qm an der Wand...kann man einbauen muss man aber nicht (manuelles lüften reicht).
      Ich habe jetzt den Eindruck, du möchtest es nicht - gut damit kann ich leben, aber hier immer wieder den Stand der Technik als "schlecht" darzustellen finde ich nicht gut, es verwirrt die Leute die eine TinyHouse bauen wollen.
      Was heißt denn ich möchte es nicht, das kann mir eigentlich egal sein wenn die Leute einen sch... zusammenbauen.
      Stand der Technik für ein Tinyhouse ist luftdicht mit Be- Entlüftung, soso... das wusste ich tatsächlich nicht.

      Du siehst deine Logikfehler gar nicht. Im ersten Absatz beklagst du die Energieverschwendung, dann findest du eine 500€ teure Lüftungsanlage die soviel ich weiß Energie verbraucht und dann 365t im Jahr laufen muss wenn man nicht ersticken will als Alternative dazu.
      Rechne mir mal aus wie lange es dauert bis du die gesamte Energie die für die Herstellung der Lüftungsanlage, dem Betrieb und der Wartung, Austausch, usw. wieder herinnen hast im Gegensatz zu jemandem der sein Haus einfach nicht luftdicht macht und dadurch genau garnix mehr verbraucht.

      Nächster Logikfehler: Durch das lüften (das ja eine Alternative zur Lüftung sein soll) geht keine Wärme verloren??
      Denn wenn schon ist es völlig egal ob ich weniger das Fenster aufmachen muss und dann dafür mehr Luft und etwas mehr Wärme(?)
      durch die Wände verloren geht.

      Womit schon die nächste Frage ansteht: Wärme geht bei einem wasserdampfdurchlässigen Gebäude ja theoretisch
      mehr verloren also bei einem dichten?
      Wie groß ist denn die Differenz zwischen einer Wand:
      Außenverkleidung, Dämmung 10cm, Dampfbremse, Holzverkleidung
      vs.
      Außenverkleidung, Dämmung 10cm, Dampfsperre, Holzverkleidung?

      Ich kann dazu nur wiederholen dass man ein Passivhaus mit 25-30cm Dämmung mit kontrollierter Be und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung und Co nicht mit einem kleinen Häuschen mit 10cm Dämmung vergleichen kann und sollte.

      Meine persönliche Meinung ist dass man im Energiesparwahn sich an minimalen Einsparungen beim Heizverbrauch aufgeilt während alle anderen Kosten und vorallem auch der Energiebedarf der Herstellung des Betriebes sowie der Folgekosten völlig ignoriert.

      Herstellungs ist genauso Energieverbrauch und nicht nur Heizenergie während des Betriebes.
      Herstellungsenergieverbrauch eines Passivhauses vs. eines Tinyhouse, das wäre echt mal interessant, aber leider nicht so einfach auszrechnen.
    • Irgendwie spinnt die Superdupaquotefunktion bei meinem Browser :(

      "Meine persönliche Meinung ist dass man im Energiesparwahn sich an
      minimalen Einsparungen beim Heizverbrauch aufgeilt während alle anderen
      Kosten und vorallem auch der Energiebedarf der Herstellung des Betriebes
      sowie der Folgekosten völlig ignoriert."

      Dem gebe ich insofern recht (und muss mich an meine eigene Nase fassen), dass mein Lieblingpost in diesem Forum eine Aussage von Phillip ist, der beschreibt, wie er völlig zufrieden mit seinem Vollholz-TH mit krass "schlechtem" U-Wert von > 1 lebt. Allerdings mit einem Holzofen. Für E-Heizung gebe ich den Isolierfreaks recht. Aber Holzheizung ist eine andere Hausnummer. Da wird auch bei Minusgraden irgendwann das Fenster einen Spalt offen sein müssen.

      Dann bin ich noch ein Kaltschläfer und habe bis zu moderaten Minusgraden das Fenster gekippt. Im Haus kühlt mein Schlafzimmer aus, im TH wird es das TH sein. So what Isolierung?! Ich werde ja kein Loft haben und bisher will ich auch noch nicht das Schlafzimmer abtrennen. Ich werde einen Vorhang aus einer Fleecedecke anbringen, aber der wird auch keine Wunder wirken.

      Ein Freund hat mir vorhin erzählt, dass sie wegen ihrem Baby gemessen haben, wie kalt es im Winter in ihrem Schlafzimmer wird (250 Jahre altes Haus): 5 Grad. Jetzt haben sie wegen dem Baby die Sommerbettwäsche raus geholt und die Heizung an gemacht.
    • Puh das wird schwierig.
      Also gut gedämmt, wind und luftdicht ist eine Sch.... ?
      Es ist ENEV Vorschrift - und für ein TH def. nicht schlecht. (auch wenn die ENEV nicht unbedingt für ein TH vorgeschrieben ist)
      Ich habe nicht gesagt, daß ein Tinyhouse eine Lüftungsanlage haben muss ! Das sagt du immer wieder - es geht auch ohne.
      In einem luft- und winddichten Haus erstickt man nicht - auch nicht in einem TH, man müsste Tage alles geschlossen halten.
      Nein, die Lüftungsanlage muss nicht 365 Tage laufen...ja sie kann ... ja sie kostet Strom 54 kWh pro Jahr ca 15€ bei 365 /24 Std./ein Gerät Betrieb. Ja die Filter kosten Geld (selber zugeschnitten) - ca 1€ alle 3 Monate also 4 € im Jahr. Gerne berechne ich noch Abschreibung und evt Reps..
      Ja man verschwendet mehr Energie (im Winter) mit normalem Lüften...
      Es ist ein Unterschied ob ich alle Stunde ca 5 min lüftet oder ob man 24 Std "undicht" ist.
      Ich bin gespannt wie du deine "Undichtigkeit" planst....etc.

      Wasserdampf - wir reden hier von Dampfdiffusion de.wikipedia.org/wiki/Wasserdampfdiffusionswiderstand
      Dampfbremse und Dampfsperre kannst du im U-Wert Rechner gern berechnen, der Wert verändert sich minimal...
      Somit ist die Wärmedämmung, und die Wind- und Luftdichtigkeit für deinen Energieverbrauch wichtig.

      Und bitte werfe mir nicht immer Logikfehler vor...

      Ja ich wohne jetzt in einem Passivhaus, habe aber genügend andere Gebäude ob Holz, Stein, Beton und Metall, Wohn- und Produktionsgebäude im Bau und im Bestand etc. begleiten dürfen. Ich versteh den Unterschied zw. einem Passivhaus und einem TH. Ich brauch sie auch nicht zu vergleichen. Was ich auch nicht mache, ich sage nur was aus meiner Sicht eine gute Bauweise ist.


      Kastanislaus schrieb:

      Meine persönliche Meinung ist dass man im Energiesparwahn sich an minimalen Einsparungen beim Heizverbrauch aufgeilt während alle anderen Kosten und vorallem auch der Energiebedarf der Herstellung des Betriebes sowie der Folgekosten völlig ignoriert.
      Das sehen Fachleute auch etwas anderst - es gibt sehr wohl Gebäude, die genau das beachten.

      Ein Passivhaus in TH Größe wäre nur als stationäres Haus wirklich sinnvoll.
      Ein THoW müsste um die Anforderungen zu erfüllen und noch genügend Wohnraum zu haben leider mit sehr "exklusiven" Bauteilen gebaut werden. Das wäre hochpreisig und würde die "Graue Energie" in die Höhe treiben.
      Trotzdem kann man ein TH optimieren auch im Energieverbrauch, egal ob Wärme oder Strom, im Rahmen der Möglichkeiten die jeder hat und will.
    • In einem luft- und winddichten Haus erstickt man nicht - auch nicht in einem TH, man müsste Tage alles geschlossen halten.
      Das ist aber meist das Problem. Dass trotz genauer Ausführung immer Stellen entstehen wo es eben nicht luftdicht ist. Und genau da geht dann alles raus und bildet sich die Feuchtigkeit.
      Es ist eben ein theoretischer Vorteil der in der Praxis kaum zufriedenstellend ausgeführt werden kann und dann eben genau zu solchen Problemen führt die es laut Theorie nicht geben dürfte.


      ja sie kostet Strom 54 kWh pro Jahr ca 15€ bei 365 /24 Std./ein Gerät Betrieb.
      Wenn das stimmt wären 15€ tatsächlich nicht viel. Wobei bei 20 Jahren auch 300€ plus Anschaffungskosten und Ersatz hinzukommen.




      Dampfbremse und Dampfsperre kannst du im U-Wert Rechner gern berechnen, der Wert verändert sich minimal...
      Somit ist die Wärmedämmung, und die Wind- und Luftdichtigkeit für deinen Energieverbrauch wichtig.

      Um das gehts ja die Wärme geht ja hauptsächlich über die Wärmedämmung verloren. Und ob Dampfbremse oder Sperre ändert da kaum etwas dran außer dass man sich mit einer Sperre eben die ganzen Probleme eines dichten Hauses einhandelt die auftreten können.


      Was ich auch nicht mache, ich sage nur was aus meiner Sicht eine gute Bauweise ist.
      Gut aber einigen wir uns darauf dass wir über ein TH reden oder!? Was bei einem Massivhaus aus Beton oder Ziegel gut oder nicht gut wäre interessiert mich bzw. uns hier gar nicht. Das ist ein ganz anderes Kapitel.



      Ein Passivhaus in TH Größe wäre nur als stationäres Haus wirklich sinnvoll.
      Seh ich auch so. Vorallem Wandstärken, Boden und Deckenstärken dürfen kein Thema sein. Ich rede eigentlich im Normalfall von THoW.
      Da geht das einfach nicht mit so extremen Wandstärken.

      Auch die Heizung spielt eine große Rolle. Wenn man mit Strom heizt dann macht Passivhaus noch mehr Sinn weil Strom teuer ist und man viel genauer dosieren kann.
      Wie Vins oben sagt ist das alles bei einer Holzbefeuerung ziemlich sinnlos weil man sowieso nicht so genau heizen kann dass man genau die 21-22° erreicht und immer so nachheizt dass man in dem Bereich bleibt.
      Das geht mit Holzofen beim besten Willen nicht. Da ist viel besser wenn man ein bisschen durch die Wände heizt und dafür das Haus schön austrocknet.
      Jede Berghütte funktioniert so ohne komplizierte Belüftung, dichte Gebäudehülle und horrenden Baukosten.
    • @Kastanislaus: Bitte fahr mal etwas runter! Man kann verschiedene Standpunkte auch sachlicher und respektvoller austauschen. Wenn ganz viele etwas machen, was man für Blödsinn hält, dann ist das vielleicht Blödsinn, vielleicht siehst Du aber auch Aspekte noch gar nicht oder die Anforderungen sind anders als für Dich - dann ist es für andere vielleicht doch ganz gut bzw. einfach deren Weg.

      radfalter22 schrieb:

      Dampfbremse und Dampfsperre kannst du im U-Wert Rechner gern berechnen, der Wert verändert sich minimal...
      Somit ist die Wärmedämmung, und die Wind- und Luftdichtigkeit für deinen Energieverbrauch wichtig.
      Rein nach u-wert.net widerspreche ich da: Nach Simulation braucht es bei diffusionsoffener Bauweise nur eine Hinterlüftung, dann kann man auf Unterspannbahnen verzichten. u-wert.net kennt keine dünneren Hinterlüftungen. Wenn man 0,0001 mm eingibt, ändert sich nichts. Ich habe jetzt mal Holzfaserdämmung genommen, da bekommt man so dünn keine gute Isolation hin. Welche von den High-Tech Isolationen ähnlich diffusionsoffen sind, weiß ich nicht. Die Rechnung ist extrem, ohne innere Bremse. Mit Dampfbremsen aber ohne HL ändert sich von der Isolation kaum was.

    • Wir kommen dem Ganzen doch schon näher...
      Also ein Wind und Luftdichtes Haus ist nicht absolut sondern nur relativ Wind und Luftdicht. Es gilt ein Wert von ca. 0,6 anzustreben nach Blowerdoortest de.wikipedia.org/wiki/Differenzdruck-Messverfahren. Das sind 0,6 Luftwechsel pro Std. in einem Gebäude.
      "Normal" gebaute Gebäude haben meist einen 3fachen Luftwechsel.
      Die Undichtigkeiten die vorhanden sind sind "minimalst" und führen nicht zu Bauschäden, denn im Test werden die "Leckstellen" geortet und nachgearbeitet. Ich erkläre jetzt nicht den genauen Ablauf, aber im Netz gibt es schöne Videos.

      Also bei 400€ AK für Lüftungsanlage mit WRG und 15 Jahren Betrieb, kommen mit Wartung und Rep folgende Kosten auf einen zu:
      27 € AfA pro Jahr, 12€ Wartung (Filter) pro Jahr und geschätzte Rep. von 20% das sind dann 5,35€ pro Jahr
      macht Gesamt 44,35€ Kosten + Strom 15€ (ist auf Volllast gerechnet)
      Im Sommer kannste im TH aber beruhigt die Lüftungsanlage aus lassen macht 6 Monate ohne ...
      Ersparnis 6€ Filter und 7,50€ Strom....
      Bleiben also 45,85€ pro Jahr oder pro Monat 3,83 € ..
      Dank WRG von angegeben 80% im Winter, ich rechne aber mal mit 50% Wärmerückgewinnung hast du im Winter
      eine Ersparnis ...außerdem hast du weniger Staub im Haus, dank der Filter im Gerät.


      Bleibt noch die Dampfsperre - bremse...
      Es gibt Dampfdiffusionstechnisch mit beiden keine Probleme im TH wenn man es richtig macht.
      Es ist eine Philosophiefrage...
      Beide Bauarten sind luft und winddicht auszuführen !! ;) auch mit Dampfbremse ist das Haus luft - und winddicht...luftdicht.de/ibold/dampfbremse_luftdichtschicht.htm

      Ja ein THoW ist als Passivhaus wahrscheinlich nicht zu bauen... trotzdem sind die Grundsätze dazu gleich ala Energieoptimierung, Luft-Winddicht etc.

      Weil man nur so wenig Platz hat für Dämmung muss man sich genau überlegen wie man sie ausführen will.
      Weniger Dämmung höhere Heizkosten. Weil das TH so wenig Volumen hat ist die Heizstrategie so schwierig. Die konventionellen Heizungen sind auf das meist 5fache Volumen ausgelegt - und die Camperheizungen nicht auf Dauerbetrieb...
      Durch die Wände heizen und austrocknen ... da brauchst du keine Dämmung, die wird dann auch nicht nass...
      genau so funktionieren Berghütten...
      Aber eine Berghütte ist auch kein dauernder "Wohnort" - normalerweise
      Und der Verbrauch an Brennmaterial ist im Verhältnis für das Volumen enorm...
      Beim Heizen mit StückHolz werden die tatsächlichen Kosten gerne "schön gerechnet".
      zB. Holz machen, ich bin ja eh da; Lagerfläche, ist eh da, etc.

      So jetzt bin ich durch...
    • Also ich klebe alles bei mir ab, selbst die winddichten Steckdosen habe ich nochmal zusätzlich von außen abgeklebt. Alle Durchdringung en der Kabel, alle Wasseranschlüsse und auch alle Spotlöcher wurden mit einer zusätzlichen Folie verklebt.
      Ich denke auch das ich wahrscheinlich einen Blower door Test machen werde...
    • Ich gebe Radfalter recht, bis auf die 0,6 Luftwechselrate. Diese wird in einem Tinyhouse schwerer zu schaffen sein wie bei einem großen Haus. (ich war schon bei Messungen von Passivhäusern dabei die unter 0,1 lagen) Einfach weil es ein Bemessungsverfahren ist das von der Industrie bzw. von den Reichen entwickelt wurde.
      Je größer die Hütte um so großer ist die Luftwechselung in m², bei gleichem Faktor wohlgemerkt.
      Würde man die Einheit auf z.B. Bewohner ändern (diese bringen ja eigentlich die verbrauchte Luft und die Feuchtigkeit ins Haus) sehe die Rechnung ganz anders aus.

      Eine Luftwechsel muss sein, m.M ist aber eine kontrollierte Lüftung anzustreben, da der feuchte Luftstrom sonst eben in Bauteilen Schäden anrichten kann die man erst bemerkt wenn es schon zu spät ist.
    • Es geht mir ja nicht eine Dichtigkeit wie ein Passivhaus zu erreichen, auch wenn es meiner Meinung nach möglich ist.
      Aber es sollte den TH Erstellern bewußt sein worauf es ankommt. Für eine Person sollte der Luftaustausch pro Std etwa 20-30m²
      in einem Raum sein. Ein TH mit den Maßen 2,30x8x3,50 m hat ein Volumen von ca 65m² also bei 2 Personen sollte die Luft ca 1x
      pro Std. ausgetauscht werden.
      Das ist nur mit stdl. Lüften zu erreichen, wenn das TH bewohnt ist.
    • ViNS schrieb:

      @Kastanislaus: Bitte fahr mal etwas runter! Man kann verschiedene Standpunkte auch sachlicher und respektvoller austauschen.
      Wieso wendest du dich da an mich und nicht (auch) an radfalter?


      radfalter schrieb:

      Die Undichtigkeiten die vorhanden sind sind "minimalst" und führen nicht zu Bauschäden, denn im Test werden die "Leckstellen" geortet und nachgearbeitet. Ich erkläre jetzt nicht den genauen Ablauf, aber im Netz gibt es schöne Videos.
      Das hab ich auch live miterlebt. Als man in einem Wohnblock 2 Wohnungen rausgenommen hat und mit dem Blowerdoortest geprüft hat ob der Wert eingehalten wird.
      Was soll ich sagen, 3x haben sie den Test gemacht bis sie irgendwie mit ganz viel Nacharbeit und Auge zudrücken gerade so durchgeschloffen sind. Wie es in den anderen Wohnungen aussieht die nicht getestet wurden möchte ich gar nicht wissen.
      Hier liegen eben wie gesagt Theorie und Wirklichkeit weit auseinander.

      So ich weiß immer noch nicht den Vorteil das Haus abzudichten oder nur die Dampfdiffusion zu bremsen.


      radfalter schrieb:

      Das ist nur mit stdl. Lüften zu erreichen, wenn das TH bewohnt ist.
      Also ist bei einem komplett dichten Haus doch eine Lüftung erforderlich!? Oder willst du ernsthaft alle Stunde lüften als lebenswertes Haus verkaufen?
    • Du hast die Links nicht gelesen - Luftdicht und Dampfdiffusion sind 2 verschiedene Dinge
      du kannst Dampfdiffusions offen und Luftdicht bauen... nicht oder.. hier noch ein Link werkhaus-holzbau.de/luftdichtigkeit.html
      und hier gebündelt als PDF ibwind.at/download/Info_LufdichtBauen110416.pdf


      Lüften - da stehen die Empfehlungen für gutes Lüften.
      Ja man muss in einem dichten Haus mehr lüften...
      Dafür spart man Energie...
      Was du als lebenswert empfindest muss für Andere noch lange nicht gelten...
      Und ja ! für Bequeme ist die Lüftungsanlage dann die Lösung ! und mit WRG (Wärmerückgewinnung) spart man noch mal Energie
      Wir wollen Nachhaltig leben aber es darf nicht unbequem werden... ;)
    • Da es mir keine Ruhe gelassen hat habe ich für die,die manuell Lüften wollen/müssen,
      hier die Alternative:
      Ein Wohnraumklimamessgerät
      Das Messgerät zeigt nicht nur permanent die Raumtemperatur und die relative Luftfeuchte an,
      sondern bei Überschreiten von 60% relativer Lufftfeuchte (r. F.) blinkt zusätzlich eine rote Leuchtdiode ,
      und erinnert daran, dass nun gelüftet werden muss. Sinkt die Raumfeuchte wieder unter 60% r.F., so erlischt die Blinkleuchte wieder.
      Somit kann man bedarfsgerecht lüften.
      Für die Sommerzeit kann die Blinkleuchte mit einem auf der Rückseite befindlichen Schiebeschalter abgeschaltet werden.
      Ein störendes Blinken während der Sommerzeit, wo auch feuchte Luft auf warmen Wänden nicht kondensieren kann, wird somit vermieden.

      Um auch noch "frische" Luft zu haben wäre dann noch ein CO2 Messgerät notwendig.
      Ansonsten könnte die CO2 Konzentration in der Luft zu hoch werden.
    • Du hast die Links nicht gelesen - Luftdicht und Dampfdiffusion sind 2 verschiedene Dinge
      du kannst Dampfdiffusions offen und Luftdicht bauen... nicht oder..
      Das ist eben auch ein Irrglaube.
      Du kannst das ganze Haus mit Dampfbremse zukleben bis auf den letzten Schlitz und trotzdem geht Luft durch. Da die Bremse eben nicht das Haus abdichtet sondern nur den Durchgang verlangsamen soll.
      Wasserdampf ist in der Luft gelöst und kondensiert beim Durchgang durch die Wand wenn der Fall gegeben ist dass die Luft soweit abkühlt und der Taupunkt erreicht wird.
      Das ist aber wie gesagt nicht so schlimm weil durch die Dampfbremse nur langsam die Luft durchgeht und somit nie sehr große Mengen Tauwasser anfallen können.

      Aber man kann natürlich auch wie du das Haus versiegeln und sich CO2-Wächter, Feuchtigkeitsmesser und weiteren Kram reinhängen.
      Das ist ganz dir überlassen. Das funktioniert sicher auch.
      Ich finde es allerdings unnötig und werde auf diese ganzen technischen Zusatzmittel verzichten wenn ich gleich so bauen kann dass man fast automatisch ein gutes Raumklima hat.
    • Zum einen finde ich es schade, dass diese Diskussion hier OT geführt wird. Es ist doch ein wesentliches aber polarisierendes Thema das mit viel Unsicherheit verbunden ist.

      Ich bin mal die 7 Seiten a.d. Link von radfalter durchgegangen: ibwind.at/download/Info_LufdichtBauen110416.pdf Fand ich nicht so überzeugend. Es wird viel pauschalisiert, z.B. der Isolationsverlust, wenn der Wind durch die Isolierung strömt. Ist das nicht stark abhängig von der Isolation? Dann wird geschrieben, dass Undichtigkeiten zu Schimmel und anderen Bauschäden führen. Gleichzeitig wird zugegeben, dass kaum richtig gebaut wird - verschimmeln dann 80% der Häuser?! Gibt es auch belastbare Argumentationen auf Basis von Studien? Mit Vergleisbauten, -messungen bzw. -simulationen? Wie ich es gelesen habe, ist i.d. Quelle das Auskühlen durch Undichtigkeit weniger das Problem sondern eher die Gefahr von Bauschäden.

      Aber vor allem bin ich jetzt langsam komplett verwirrt. Für das TH sehe ich folgende Möglichkeiten:

      * Diffusionsdicht bauen, wie ein WoMo. Also außen Blech und innen dicht. Aber das plant hier wohl kaum einer?!

      * Diffusionsoffen bauen und dabei eine Dampfbremsfolie auf a.d. Innenseite Folien (Bremsen, ....) verzichten. Hat Z.B. Phillip so gemacht, der eine Massivholzwand hat. Auch eine OSB-Platte o.ä. als Bremse sehe ich i.d. Richtung. u-wert.net sieht hier mehr oder weniger Feuchtigkeit, die mehr oder weniger im grünen Bereich liegt (ausreichendes austrocknen). Das hängt sicher klar vom konkreten Isolationsmaterial, der Bremse und einer evtl. Hinterlüftung ab.

      * Diffusionsoffen bauen mit einer (variablen) Dampfbremsfolie. Die Frage ist, ob es hier notwendig ist, noch weiter aufzusplitten:
      - extrem sorgfältiges Abdichten aller Durchdringen (Dosen, Fenster, ...)
      - kein extrem sorgfältiges Abdichten aber schon schön kleben usw.

      Ist jetzt mit luftdichter Bauweise alles mit innerer Folie gemeint oder nur das extrem abgedichtete?

      Ich will auch mit Dampfbremse arbeiten, allerdings vertraue ich der Toleranz der Holzfaserdämmung und der im vergleich zu normalen Häusern sehr diffusionsoffenen Wand. Evlt. Wärmeverlust durch Zug i.d. Steckdose ist für mich kein Thema, da mit einem Holzofen eine Brachialheizung habe und als Kaltschläfer eher dauerlüfte. Fällt das jetzt unter luftdichter Bauweise?



      Kastanislaus schrieb:

      Ich finde es allerdings unnötig und werde auf diese ganzen technischen Zusatzmittel verzichten wenn ich gleich so bauen kann dass man fast automatisch ein gutes Raumklima hat.
      Wie planst Du denn? Keine Folie als Dampfbremse?






      Kastanislaus schrieb:

      Luftdicht und Dampfdiffusion sind 2 verschiedene Dinge
      du kannst Dampfdiffusions offen und Luftdicht bauen... nicht oder..
      Das ist eben auch ein Irrglaube.Du kannst das ganze Haus mit Dampfbremse zukleben bis auf den letzten Schlitz und trotzdem geht Luft durch. Da die Bremse eben nicht das Haus abdichtet sondern nur den Durchgang verlangsamen soll.
      Da widerspreche ich: Der Begriff "Luftdichtigkeit" ist m.E. über ein Messverfahren definiert. Das ist genauso wenig absolut wie der Begriff Dampfsperre. Und ab einer bestimmten Dichtigkeit wird dann von Luftdicht gesprochen, da ist also definiert, wieviel Luft trotzdem noch durch geht.
    • Ja leider ist das Thema nicht einfach. Aber wer selber bauen möchte sollte sich schon damit auseinander setzen.
      Auch bei schlechter Bauweise muss nicht zwangsläufig ein "Bauschaden" entstehen - sondern kann.
      Wie bei schlechten Autofahren - muss kein Unfall enstehen aber kann - die Gefahr nimmt zu.

      Nicht jeder Bauschaden wird auch gleich entdeckt, viele erst bei der Renovierung - und da werden sie "als leidges Übel"
      mal mitgemacht ohne zu Wissen wie er entstanden ist.

      Um noch mal Luftdicht , Winddicht und diffusionsoffren näher zu bringen:

      Luftdich soll die Innenseite sein, Winddicht die Außenseite
      difussionsoffen oder dicht alle Schichten - ist eine Schicht diffusionsdicht ist das Gesamte diffusionsdicht.
      Um also diffusionsoffen zu sein muss die innere Folie luftdicht und diffussionsoffen sein, ebenso die Dämmung (diffusionsoffen) und die Folie außen (diffusionsoffen und winddicht). Ich gehe davon aus, daß eine Außenverkleidung am TH weder winddicht noch diffusionsdicht montiert wird (da meist ein "kleiner" Abstand zur Folie ist).

      Luftdicht heist die innere Folie wirklich an allen Durchgängen (Rohre, Kabel, Schrauben etc.) und Übergängen (Anbindung Dach, Boden, Türen, Fenster etc) verbinden und abdichten. Eine 100% Luftdichtheit ist normalerweise nicht zu erreichen und auch nicht notwendig.

      Ebenso ist die Windichtigkeit herzustellen, wobei hier die Anforderungen etwas niedriger sind.

      Ich habe 400 Jahre alte Fachwerkhäuser gesehen, die haben Bauschäden, aber nicht so, daß man die nicht erhalten kann...
      Wie oft die repariert wurden weis kein Mensch, es sei denn die Balken hatten deutliche Unterschiede und wurden geprüft.

      Wer also ein TH bauen will kann sich das Wissen im Internet anlesen, aber es dauert.
      Und wie immer kann man natürlich auch die Ausführungen oder Meinungen abseits des Mainstreams finden und lesen :D
    • radfalter22 schrieb:

      Ja leider ist das Thema nicht einfach. Aber wer selber bauen möchte sollte sich schon damit auseinander setzen.
      Ha hast Du Recht :)

      Ich habe den Eindruck, es werden verschiedene Argumente Pro-Luftdicht vermischt:
      * Bauchschäden
      * Wohnklima
      * Wärmeeffizienz

      Worum geht es Dir im Wesentlichen?
    • Zumindest Wohnklima und Wärmeeffizienz hängen meiner Meinung nach ganz eng zusammen.
      Eine gut isolierte Wnd verhindert zu viel Wärmeverlust und ist gleichzeitig wärmer und damit für das subjektive Empfinden der Bewohner positiver zu bewerten.
      Durch ihre höhere Temperatur kondensiert dann auch weniger Feuchtigkeit an oder in ihr.

      Ich halte es übrigens für wenig zielführend, alte Fachwerkhäuser mit modernen Tinyhouses zu vergleichen. Früher wurde auch im Winter kaum oder zumindest weniger geheizt. Die Temperaturdifferenz zwischen außen und innen und damit auch die Dampfdiffusion waren somit erheblich geringer als in der heutigen komfortgewohnten Zeit.
    • Ja das FWHaus war nur für die Bauschäden.. da man sie nicht immer einfach sieht.

      @'ViNS
      es geht mir um die 3 Dinge gleichzeitig.
      Im TH hat man eh schon keine "dicke" Wand und somit weniger Möglichkeiten.
      Also wie bekomme ich ein gutes Wohnklima, einen akzeptablen Energieverbrauch und wie vermeide ich BauSchäden.
      Außerdem muss man beim THoW auch noch auf das Gewicht achten.

      Wie Udo sagte, wenn ich eine "gleichmäßige" Wärme im TH habe ist das wohlbefinden größer.
      Fußkälte, Zug etc. wirken sich mM nach negativ auf das Wohnklina aus.
    • Ich mache mich noch Gedanken wegen Unterputz - und zwar betreffend LED-Decken-Einbauspots.

      Es gibt welche, die 70mm Einbautiefe verlangen. Das ist natürlich eine krasse Kältebrücke.

      Dann gibt es die (beim Obi deutlich teueren) ultraflachen Spots. Nach Augenmaß würde ein cm genügen. A.d. Verpackung steht 30mm. Ich konnte einen Spot berühren, der schon ein paar Stunden an war. Nach 3-4 Sekunden war es zu heiß zum Berühren. Ich würde mal auf 60-90 Grad raten (das sind absolut nichtfundierte Werte).

      Im Hornbach hat ein Verkäufer gemeint, dass es eine Art Einbaudosen als Schutz für die Isolation gibt, aber eben nicht im Markt vorhanden.

      Bei Mineralwolle wäre es vielleicht nicht so kritisch, bei Holzfaserdämmung mache ich mir schon Gedanken um die thermische Isolation.
    • Was spricht denn gegen eine entsprechend hohe Unterlage zwischen Spot und Dämmung? Bei 3cm langt ja bereits ein dünner Rahmen und mit der Innenverkleidung wird deine Dämmung gar nicht tangiert. Je nach Geschmack lassen sich damit ja dann auch gestalterische Akzente setzen (Spotfassung aus dunklem Holz auf weißer Decke, etc.).