Beiträge von Wurzelholzhaus

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    Ja, ein TH oder Modulhaus ist baurechtlich eben einfach ein Wohnhaus. Kommt halt drauf an was der B-Plan sagt. Manchmal sind mindest-Traufhöhen und Dach-Neigungswinkel vorgegeben. Dann bräuchte es ne Ausnahme / Befreiung.

    Nach $34 im unbeplanten Wohngebiet ist es ggf. einfacher durch das Einfügegebot.

    Danke euch für die Antworten, wir haben mit unterschiedlichen Personen gesprochen.
    Hier kamen natürlich unterschiedlich Meinungen zusammen. Unteranderem meinte ein Wagenbauer, dass er die Erfahrung gemacht hatte, dass Bauvoranfragen nicht verbindlich waren. Sowas möchte ich natürlich vermeiden.
    Wie sind eure praktischen Erfahrungen hierbei?


    Ich weiss von einem Tiny House Antrag in der Nachbarschaft, der abgelehnt wurde weil er sich nicht in die Umgebung eingefügt hatte, deshalb frage ich so genau nach :).

    Hallo SuGu,

    positiv beschiedene Bauvoranfragen sind verbindlich, wenn dann der Entwurf im Bauantrag i.W. genau gleich aussieht.

    Wenn es nach $34 BauGB geht, also im unbeplanten Innenbereich (ohne B-Plan) ist normalerweise das Einfügegebot so, daß das neue Bauvorhaben gleich oder kleiner sein soll wie die Umgebungsbebauung.

    Ich hätte so schon mal - wäre das Projekt weitergegangen - einen Bauantrag genehmigt bekommen. Die Umgebungsbebauung waren 2-3-geschossige Landwirtschaftliche Gebäude. Das Modulhaus nur 1-geschossig.

    Der B-Plan ist ggf. online abrufbar. Aus welchen Jahr ist der ? Je älter, desto einfacher ist es ggf., Befreiungen und Ausnahmen genehmigt zu bekommen. Auch ist wichtig zu wissen, welche solche es im Baugebiet schon gibt - dann gilt der Gleichberechtigungs-Grundsatz.

    Ich würde das Wort "Tiny Haus" vermeiden. Nennt es einfach (kleines) Wohnhaus, Modulhaus, Kleinsthaus oder so. "Tiny House / Haus" ist so ein Reizwort für viele ...

    Na dann is ja gut :)
    Ja, wo ist das Problem - einfach einen zweiten Eingang machen. Gibt sicher so T-Stücke.

    Wo der Rauch hinzieht ist ne Frage von genügend Zug im Kamin und Unter-/Überdruck.

    Ggf. könntest Du den zweiten Eingang mit einer Klappe versehen.

    Aber ich frag mich, ob es nicht einfacher wäre, die Toilette über ein extra Rohr zu entrauchen. Reicht ja, wenn's einwandig ist und einfach durch die Wand geht. Wanddurchbruch würde ich ganz einfach lösen mit einem Ytong-Stein (selbst schon mehrfach so gemacht) in der Wandstärke mit Loch für's Rauchrohr.

    Das würde auch das Argument von Wurzelhaus widersprechen, dass sich einer als Chef aufspielt. Wenn alle mitmachen, kann und wird sich keiner als Chef aufspielen, das passiert nur, wenn einer alles macht und die anderen wie Schafe folgen. Da ich aktuell die treibende Kraft bin, aber glücklicherweise nicht machtgeil bin 😁, interveniere ich rechtzeitig und gebe einfach zu, dass ich die Hilfe der anderen brauche und möchte. So ein Projekt kann niemand ganz alleine auf die Beine stellen, ausser er hat ein paar Millionen auf dem Konto geparkt und schon total viel Erfahrung.

    Nee, find ich nicht. Hab's bei einer Hofgemeinschaft mitbekommen, wo es wöchentlich gemeinsame Treffen gab, gemeinsam getragene Entscheidungen und trotzdem hat einer bzw. ein Päärchen gemeint, sich als Chef aufspielen zu müssen.

    Das lag sicher auch an den anderen, die lieber "mitgelaufen" sind, aber so oder so, die Gefahr besteht immer. Viele Menschen schätzen es, einen zu haben, der voran geht und auch Entscheidungen abnimmt / trägt - anfürsich nichts schlechtes. Aber wenn der "Chef" das ausnützt oder seine "Machtbestreben" ausleben will, wird's schnell haarig und sprengt ne Gemeinschaft.

    Ireen - auch wenn ich viel Kritik und Bedenken äußere, finde ich es toll, wenn jemand Träume hat und die verwirklicht sehen will. Ich kenn aber halt auch die wirklichen Verhinderer, welche im Bauamt (Landratsamt / Stadt) sitzen bzw. in den Bauordnungen verankert sind ...

    Meiner Erfahrung nach sind die Gemeinden und hier eigentlich die Gemeinderäte offen für neues und ggf. auch froh, wenn Leben in die eingeschlafenen Dörfer kommt und vernachlässigte Grundstücke wieder gepflegt werden und was neues entstehen soll. Dies weiß ich aus eigener Erfahrung :) Details gerne per PN.

    Ich denke, fast das einfachste wäre, ein nicht beplantes (also eines, daß nicht mit einem Bebauungsplan belegt ist) größeres Grundstück zu finden und dann in Zusammenarbeit mit der Gemeinde einen "vorhabenbezogenen B-Plan" aufzustellen. Das ist möglich, aber manche Gemeinde haben da keine Lust / Kapazität / Zeit ... drauf.

    Dann könnte man explizit für Anzahl x Tiny Häuser plus Gemeinschaftshaus / Scheune / ... planen.

    Umsonst machen die Gemeinden / Landratsämter das nicht und es ist ein langer Prozess über 2-4 Jahre. Würde aber Planungssicherheit und alle Möglichkeiten eröffnet.

    Andernfalls:

    - Im Außenbereich, also z.B. einen alten Bauernhof zu finden und dann ne Tiny Haus Siedlung draus machen ist unmöglich, da nicht genehmigungsfähig

    - im Dorfrand-Gebiet könnte es gehen, aber meist wollen die Ämter nicht viele kleine Häuser sondern wenige größere

    Ob Du mit einem Tiny Haus Verein Gemeinnützigkeit erlangen kannst ... ?

    Aber ein Verein würde wohl schon etwas mehr Gewicht bei Verhandlungen und Beratungen bringen, wer weiß ...

    PS. schau Dir mal https://burgrieden.tiny-house-quartier.de/ und die Seite vom Planer https://huchler.eu/ an. Evtl. kannst die auch mal kontaktieren und mit Fragen überschütten ;)

    naja, das sind ca. 30 Architekten-Arbeitsstunden. Wenn das inklusive Entwurfsplanung, Genemigungsplanung und Einreichung ist, dann ist das eher günstig. Kommt halt drauf an, wie sehr die Planung in die Tiefe geht (Inneneinrichtung etc.) und Beratung / Bauleitung für den erfolgt oder nicht.

    Allein die Genehmigungsplanung und Einreichung schlägt mit mind. 1500,-, das ist günstig gerechnet per Stundensatz; bis ca. 2500,- wenn über die HOAI-Tabellen - Mittelsatz, Honorarzone 2 bei Baukosten von 50.000,-

    Ich hatte mal mit der Firma telefoniert wegen den Schraubfundamenten - wie schon erwähnt, da wird so lange geschraubt und immer wieder ein Stück angesetzt, bis die Tragfähigkeit passt. Das wird anhand des aufgebrachten Drehmoments ermittelt.

    Vorteil ist auch, daß die wieder rausgeschraubt werden könnten.

    Für ein Bodengutachten für unter 500,- musst erst mal einen Anbieter finden. Die mir vorliegenden Angebote lagen weit höher. Bei Interesse könnte ich die mal raussuchen und ggf. per PN / Email schicken.

    Naja, ich denke, dass in die (kleineren) Gemeinden und Rathäuser tatsächlich mittlerweile eine gewisse Offenheit aufkommt. Zumindest in der Gemeinde wo ich ein kleines Projekt plane.

    Es kommt sicherlich auch drauf an, was für ein Grundstück man sucht und findet. Hier bieten sich nicht beplante Grundstücke an, also solche ohne B-Plan. Dann wird nach §34 beurteilt und passt sich der Umgebungsbebauung an.

    Im Außenbereich - wo ja eigentlich alle hinwollen - wird es mehr oder weniger völlig unmöglich sein.

    Also bleibt Dorf, Dorfrand, kleine Siedlungen ...

    Vorsichtig an- und absprechen, wenn möglich mit Korrespondenz per Email und sich ggf. darauf berufen zu können und vorweg eine Bauvoranfrage stellen. Die kostet nicht viel und gibt eine gewisse Planungssicherheit.

    Falls Du das Kapital für ein eigenes Grundstück hast, such eines und verpachte den Rest den Du nicht brauchst. Dadurch kommt auch wieder Geld rein.