Beiträge von Payty

    Moin, ich greife das hier nochmal auf.



    Hat denn jemand eine pragmatische Lösung für das Ladungsproblem gefunden?
    Derzeit fehlt mir die Fantasie. Wenn man das Tiny House tatsächlich vor der nächsten TÜV-Prüfung abnehmen möchte, müsste man es ja wie bereits beschrieben, aufbocken. Wie kann sowas aussehen oder ist der eigentliche Rückschluss, dass die Zulassung als Ladung quatsch ist und damit die Zulassung als Wohnwagen die einzig praktikable Lösung darstellt?


    Die Böcke müssten von außen an der langen Seite oberhalb der Traileroberkante angebracht werden, um den Trailer herausziehen zu können. Zur Entlastung der Achsen und Reifen arbeiten wohl die meisten mit den passenden Kurbelstützen oder ist das auf dauer nicht ausreichend?


    Grüße aus dem hohen Norden

    Du darfst gesamt nicht höher als 4m sein und breit 2,55(Glaube ich) und die Länge gibt dir dein Anhänger vor.

    Ich habe unter folgendem Link Informationen zu Wechselbrücken gefunden. Dort steht:
    Die Maximalhöhe beträgt heute bei Volumenversionen bis 3200 mm. Die Standardhöhe ist 2750 mm.
    Als Breitenmaße gelten inzwischen 2.550 mm als Standard und 2.600 mm für Kühlkoffer.


    3200mm inklusive Fahrhöhe? Also grob die Standarthöhe der Wechselbrücke herausgerechnet: Die Abstellhöhen variieren von 920 mm (Jumbo-WB) bis zu 1320 mm (Standard-WB).


    Das würde eine Aufbauhöhe von maximal 1880mm bedeuten oder habe ich da einen Denkfehler? Ein Isocontainer hat doch auch schon 2,6m.
    Vielleicht kann mich jemand aufklären ^^


    Gruß Patrice

    @Steff


    Dieser Herr hat ein interessantes Konzept in seinem Tiny House (Warmluftsolarpanel). Dabei stellen sich jedoch zwei Fragen:


    1. Wie lange dauert es bis sich der CO2-Abdruck des Solarmoduls gegenüber Holz rechnet. Wobei Solarthermie dort relativ gut bei wegkommt. Ich rechne da gerade noch herum und gebe bescheid wenn ich genaueres weis.


    2. Er kommt damit sehr gut über den deutlich kälteren Winter in Kanada. Ist das hier auch so möglich? Wenn kontinuierlich Schnee liegt, bildet dieser eine zusätzliche Isolation für das TIny House und die Reflektion und damit der Solare ertrag werden gesteigert.


    Wenn ich mir unsere trüben Winter so anschaue, wird es schwierig ohne Zusatzheizung auszukommen. Als Grundlastheizung meiner Meinung nach jedoch sehr interessant.

    Es handelt sich hierbei um EIN Gerät das ALLES steuert - Solarladeregler, Batteriesteuerung, Wechselrichter (24V - 230V), Verbrauchersteuerung, usw.

    Meinst du mit "Verbrauchersteuerung", von welcher Energiequelle aus die Verbraucher gespeist werden? Einen Potentialfreien Ausgang zur intelligenten Verbrauchersteuerung hat dieser WR nicht, wenn ich das richtig gesehen habe.


    Verstehe ich das richtig, dass man sich durch den Wechselrichter trotz Netzanschluss auf dessen maximale Leistung begrenzt? Nach dem Wechselrichter kommt die Unterverteilung, an der die Verbraucher hängen. Wenn ich aber Verbraucher anschließen möchte, die eine höhere Leistung einfordern, benötige ich eine weitere Unterverteilung vor dem Wechselrichter.
    Im konkreten Fall geht es um die Waschmaschine, da es der einzige Verbraucher ist, der deutlich Leistungsintensiver ist. Kennt da jemand Modelle mit geringen Spitzenleistungen?


    Folgendes geht wahrscheinlich zu weit, aber vielleicht kennt ihr euch da aus:


    Ich suche einen WR der genau das kann wie die oben genannten. Zusätzlich würde ich gerne Verbraucher priorisieren. Benötige ich dann ein separaten Smarten Regler?


    Konkret geht es darum, dass wenn die Batterie voll geladen ist, ein Heizstab zum Nachheizen des Brauchwassers angeht, um möglichst alles an produzierter Energie zu verbrauchen. Der Heizstab würde dann via Pulsweitenmodulation oder Phasenanschnittssteuerung geregelt werden und erzeugt damit Oberwellen. Das wird ein solcher Wechselrichter vermutlich nicht aushalten bzw. die Lebenszeit drastisch reduzieren oder?


    Einfacher wäre z.B. ein 500W Heizstab, der dann angeht wenn die Batterie voll ist. Werden aber andere Verbraucher hinzugeschaltet und es stehen keine 500W mehr durch die PV-Anlage zur Verfügung sollte zuerst der Heizstab ausgeschaltet werden (Das meinte ich mit Verbraucherpriorisierung). Alle anderen Geräte sollten natürlich regulär weiterlaufen und entsprechend über die Batterie mitgespeist werden, damit es nicht plötzlich dunkel wird ;)

    Danke,


    die Wechselbrücke ist bisher unser Favorit. (Viele andere Optionen bei dem Gewicht gibt es ja leider auch nicht)


    Hier die Quelle zu den genannten Zahlen. Ich war auch baff als ich das zum ersten Mal las.


    Ich persönlich halte es für ein Armutszeugnis der westlichen Gesellschaft, dass warmes Wasser, das energieintensiv aufbereitet werden musste einfach so in den Abfluss geht und unsere Kanalisationen heizt. Überall wird herumoptimiert bis zum geht nicht mehr und mit aufwändiger Technik ein paar kwh eingespart.
    Wärmetauschertechnik ist simpel und ressourcenschonend. Warmwasser macht nun mal einen großen Teil unseres Energieverbrauchs aus und daher ist dort auch ein enormes Einsparpotential vorhanden.


    In unserem Konzept kommt hinzu, dass nicht auf gas- oder strombetriebene Durchlauferhitzer zurückgegriffen werden soll. Somit muss das Warmwasser gespeichert werden. Ein Showerloop mit 90% Einsparpotential macht dann Sinn, um die Speichergröße und damit das Gewicht auf ein Minimum zu reduzieren.


    Ich persönlich nehme das Thema Zero Waste schon ernst, da bisher jeder zweite gelbe Sack den wir produziert haben nach China exportiert wurde. Das muss man sich mal vor Augen führen. Da damit jetzt Schluss ist, sollten wir nach ganzheitlichen Lösungen suchen und da wäre eine Reduzierung der Müllmenge angebracht. Das das auch im großen Maßstab funktioniert demonstrieren mehrere Städte in Italien und Frankreich seit den 70ern. (Zero Waste Citys)
    Nun zieht San Fransico nach. Der gesamte Innenstadtbereich ist inzwischen müllfrei und die Restaurants werden müllfrei regional beliefert. Man sieht also, wenn man will geht alles. Bis 2020 soll die gesamte Stadt durch Kreislaufwirtschaften müllfrei werden.


    Das es zur Zeit nichts für jeden ist, kann ich absolut nachvollziehen. Seitdem ich in Ländern war, in denen keine intakte Müllentsorgung vorhanden ist, hat sich meine Einstellung zu diesem Thema drastisch geändert. Wir sind genauso schmutzig wie diese Länder, wir verbergen es nur besser.

    Schon mal an einen Solarwarmluftkollektor gedacht ?


    Die lassen sich auch ganz simple selber bauen - Youtube

    Noch sinnvoller wäre es die Innenluft anzusaugen.
    Gibt es auch zu kaufen, rechnet sich dann nur nicht. Lässt sich natürlich auch in DIY umsetzen.


    Wenn du bei Strom bleiben willst, könnte auch eine Infrarotlampe sinnvoll sein, je nachdem welche Oberflächen du innen verbaust. Dann würde sich die Wärme in der Duschkabine besser halten und nicht beim herein-/herausgehen bis zur Gänze mit der Luft entweichen. Bin mir nicht sicher ob die wie die Glühlampen als rein ohmsche Last direkt an die Solaranlage gehängt werden können.


    Einen unbeheizten Vorraum als Windfang halte ich auch für sinnvoll, damit sollten die zuvor genannten Verluste schon deutlich reduziert sein.

    Ein paar Gedanken meinerseits:


    Holz ist leider kein nachhaltiger Brennstoff. Wer sich dafür genauer interessiert sollte sich diese Doku anschauen.


    Der deutsche Forst mag nachhaltig wirtschaften, ist damit aber bereits an seine maximalen Kapazitäten gelangt. Daher wird Holz aus Osteuropa importiert. Die Wege sind teilweise unergründlich, weshalb auch illegal gerodetes Holz bei uns im Ofen landet. Unnötigerweise gilt nach deutschem Recht Holz als regional, wenn es in Deutschland verarbeitet wurde. Das vermeintlich regionale Billigholz aus dem Baumarkt kann daher hunderte bis mehrere tausend Kilometer transportiert worden sein.


    Daraus lässt sich erahnen, dass das nichts mehr mit CO2-Neutralität zu tun hat. Auch wenn man sich bemüht wirklich regional geschlagenes Holz zu bekommen, muss daraufhin jemand anderes auf die schlechte alternative zurückgreifen. Das löst also das eigentliche Problem nicht.


    Gut ist natürlich, dass der Heizbedarf aufgrund des kleinen Raumvolumens gering ist. Aufgrund des schlechten Oberflächen/Volumenverhältnisses gegenüber Mehrfamilienhäusern kann der pro Kopf Wärmebedarf relativ gesehen bei Tiny-Houses schlechter ausfallen.


    Wenn man Holz verwendet sollte also so viel Energie im Raum gehalten werden wie möglich. Eine Idee wäre ein wassergeführter Ofen, der gleichzeitig das Brauchwasser mittels Wärmetauscher erwärmt. Es gibt auch kleine Küchenhexen, auf denen während der Heizperiode gekocht werden könnte.


    Eine automatische Be-/Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sollte in jedem Tiny-House Standard sein. Diese sind hocheffizient (1W/10m³) und sorgen für bedarfsgerechten regelmäßigen Austausch der Luft -> CO2 Sensor und Feuchtigkeitsregulierung...


    Viele Menschen lüften immer noch falsch, manche richtig. Ich kenne jedoch keinen der es schafft dabei die Wärme im Raum zu halten ;)


    Schönen Abend.


    Patrice

    Hallo alle zusammen,


    ichbin Student aus Kiel und beschäftige mich schon seit längerem mit alternativenWohnformen. Dabei bin ich natürlich auch auf die Tiny-Häuser gestoßen.
    Indiesem Jahr habe ich ein privates Permakulturprojekt mit Freunden im Schrebergartenauf etwas mehr als 1000m² gestartet. Dabei habe ich in der Gartenhütte dienötige Infrastruktur geschaffen um dort im nächsten Sommer wohnen zu können.Ich sehe dies als eine Art Testphase in der ich herausfinden möchte, obmir das wohnen auf kleinem Raum gefällt. Im Fokus steht dabei vorallem aber das zurechtkommen mit minimalistischer Energieversorgung.


    Ichbin Energietechniker und erstelle zur Zeit im Rahmen meines Masterprojektes einmöglichst nachhaltiges Energiekonzept für ein Tiny-House, das in Kielgebaut werden soll. Es stellt einen Kompromiss aus On- und Off-Grid dar. Dasbedeutet, dass alle notwendigen Geräte ohne Netzanschluss funktionieren, konsumbedingter Überfluss wie z.B. die Waschmaschine nur bei Netzanschluss.(Der Mehraufwand widerspricht der Nachhaltigkeit)
    DasProjekt ist aus der Motivation heraus entstanden, dass der europäischeBausektor etwa 50% der natürlichen Ressourcen, sowie 40% der Energie und 16%des Wassers verbraucht. Dabei werden ca. 60% aller Abfälle erzeugt.


    In diesem Projekt sollen die Tiny-House-, Minimalismus- und Zero-Waste-Bewegung zusammengeführt werden. Es soll also in Kreisläufen gedacht werden, um so wenig Abfall zuerzeugen wie möglich:
    Beider Wahl der Baumaterialien soll auf Langlebigkeit und Recyclebarkeit wertgelegt werden.
    Eigenversogungmit Regenwasser -> Aufbereitung von Regenwasser -> Mehrfachverwendung vonWasser in jeweils geeigneten Bereichen, Showerloop um Warmwasserbedarf zureduzieren usw.


    Dain Massivholzbauweise gebaut werden soll wird es kein THOW. Um eine gewisseMobilität zu gewährleisten sollen dennoch Alternativen gefunden werden.


    Ichhoffe wir können uns gegenseitig inspirieren.


    LiebeGrüße


    Patrice