So, neuestes Kapitel im Roman steht an.
Ich bin auf ein Video gestoßen, in dem ein Tiny House mit PIR gedämmt wurde – es stammte aus England und hatte gerade mal ca. 4–6 cm Dicke. Das Ding ist so gedämmt wie ein Campingwagen... Also habe ich mal geschaut, ob das etwas für den Schallschutz taugt, und was soll ich sagen: Ein Hersteller hat die Konstruktion durchgemessen. BauderPIR hat es tatsächlich geschafft, einen Holzrahmenbau um 63 dB zu dämmen. Einziges Manko: Die Mauer ist ca. 40 cm dick und eigentlich fürs Dach gedacht. Verdammt.
Hier der Link zur Broschüre. Aber da ich ja kein zweites Stockwerk mehr plane, ist mir die Raumhöhe relativ egal, was also echt dafür spricht, das zumindest aufs Dach zu bauen, da die zusätzlichen ca. 15 cm auf meinen bisherigen Plan kaum spürbare Auswirkungen haben werden.
Außerdem habe ich fast ein Dutzend Architekten angeschrieben – einige aus meiner Gegend und einige, die sich auf Tiny Houses spezialisiert zu haben scheinen – und um eine erste Einschätzung gebeten, ob sie das Projekt begleiten wollen. Bin ich mal gespannt, die erste Absage habe ich schon.
Ich habe auch dem Holzhändler ein paar Fragen gestellt, um unter anderem unsere Debatte über den Anstrich zu klären. Da bin ich ebenfalls gespannt, was dabei herauskommt.
Und zu guter Letzt habe ich aus dem Video, in dem ich auch die PIR-Idee gesehen habe, etwas entdeckt, das ich vermutlich nicht umsetzen werde, aber die Idee war... interessant. Er hatte die Küche auf eine Art Podest gebaut und das Bett unter die Küche geschoben, wenn er es nicht braucht. Grundsätzlich finde ich die Idee genial, komme aber nicht umhin zu denken, dass das für mich unpraktisch wäre, da ich das Bett eher etwas höher als nur Lattenrost + Matratze haben möchte und das Podest dann vermutlich zu hoch würde. Außerdem habe ich kein Interesse daran, fürs Schlafengehen arbeiten zu müssen – selbst die Treppe ist ja genau aus diesem Grund schon aus meinem Konzept geflogen. Allerdings könnte man den aufgebauten Zustand auch als Standard sehen und das Bett nur als Platzschaffung unter die Küche schieben, sollte man mal Platz brauchen. In dieser Art könnte mir das schon eher gefallen, und ich würde das Raumvolumen besser nutzen können.
Selbst wenn ich die Deckenhöhe in der Küche bei 2 m als Mindestgrenze nehme, hätte ich für Podestboden, Matratze und Lattenrost immerhin noch 71 cm. Selbst wenn ich 20 cm für den Boden der Küche nähme (was btw echt etwas viel ist – realistisch reichen 10 oder sogar noch etwas weniger), hätte ich noch 51 cm Sitzhöhe auf dem Bett – knapp 10 cm mehr, als ich bisher habe, und damit wäre mein Ziel, höher zu kommen, auch erfüllt. Schwieriges Ding. Es würde eine völlige Umgestaltung beinhalten, eine kleine Treppe auf das Podest nötig machen und könnte mir insgesamt trotzdem gefallen.
Größtes Manko an der Story: Mein Bett ist 2 m lang, und ich will zum einen keine neue und zum anderen keine kleinere Matratze kaufen müssen. Ich habe also keinen Platz in der Breite übrig, um dort die Treppe zu bauen. Im Video hat er das geschafft, indem er quasi keine Dämmung verbaut hat. Da er also dann ca. 20–30 cm mehr hatte, war das die Treppe auf das Podest. Das Bett im aufgebauten Zustand als Dauerlösung zu haben, ist unmöglich, wenn ich in die Küche will – ausgeschlossen.
Eine andere Möglichkeit wäre, das Bett nicht quer zur Fahrtrichtung, sondern längs dazu zu bauen und den Schreibtisch parallel dazu gegenüber eines Gangs. So hätte ich genug Platz für das Bett, den Tisch und den Stuhl. Problem daran: Die Breite ist derzeit auf ca. glatte 2 m geschrumpft durch die Außenwand. Davon 1 m für die Bettbreite, ca. 60 cm für den Tisch, dann bleiben nur noch 40 cm für Stuhl und mich... Also wirklich gut ist die Option auch nicht. Derzeit habe ich ca. 80-90 cm Abstand und bin damit sehr zufrieden. Das zu halbieren wäre also nicht umsetzbar für mich.
Final sieht es eher so aus, als würde ich diese Idee nicht umsetzen, weil ich nicht vorhabe, Papierwände zu bauen, durch die man die Grillen husten hört und wo man aus dem Bett fällt, wenn draußen jemand flüstert.