Beiträge von sigi

    Hallo Uwe,

    herzlich willkommen bei uns im Forum! Alles Gute für dein Projekt.

    Wenn du Fragen zu möclichen Grundstücksnutzungen usw. hast, wende dich bitte gern auch direkt per PN an mich.

    Gruß sigi

    Hallo Petra,

    wir haben sehr wohl deinen ersten Beitrag gelesen. Ich sogar mehrmals, um zu verstehen, was du willst.
    1. - zur eigentlichen Frage im Titel: Fenster / Austeifende Wirkung? Geht das so?
    Antwort: im Prinzip ja, man kann Fensterrahmen auch als aussteifende Bauteile (für das Gebäde) bemessen. Die Rahmen werden dann quasi Teil des Gebäudetragwerkes. Diese Berechnung kann nur ein (Gebäude)-Statiker vornehmen. Wenn du dazu wirklich Fachkompetenz willst, kommst du an einem Statiker nicht vorbei. Ein Fensterbauer wird abwinken und sich eher abwehrend verhalten, weil er kategorisch eine derartige Belastung seines Fensters ausschließen muss. Das würde ich prinzipiell auch so machen. Ein Fenster ist nun mal ein Bauteil, welches in ein sich selbsttragendes Gebäudeteil (z.B. Wand mit einem Sturz über der Öffnung) eingebaut wird. Man unterscheidet zwischen Rohbau (das Tragwerk des Gebäudes) und Ausbau. Fenster, Türen usw. sind klassische Ausbauelemente, welche am Tragwerk befestigt werden (nicht umgekehrt). Das ist meine fachkompetente Antwort zu deiner Frage. Selbstverständlich gibt es viele Bastler, Tippgeber, Macher, Allrounder, Heimwerker und Lebenskünstler mit abweichenden Antworten ... du musst entscheiden, welche Antwort dir wie nützt.
    2. - du willst dir jetzt schon deinen Alterssitz bauen ... das lässt selbstverständlich auf dauerhaftes Wohnen schließen. Wenn du mit Architekten und Bauingenieuren nichts mehr zu tun haben willst, bleibt dir nur die Option, dein THoW auf einem Campingplatz aufzustellen, wo dauerhaftes Wohnen gesichert ist. Die dort geltende Campingplatzsatzung muss euer THoW dann natürlich trotzdem erfüllen. In der Regel sind diese Anforderungen aber geringer, weil auf einem Campingplatz von "Erholungswohnen" in der Regel in der warmen Jahreszeit ausgegangen wird. "Dauerhaftes Wohnen" ist nicht die hauptsächliche Aufgabenstellung eines Campingplatzes. Vergleichbares gilt für Ferienhaus- oder Wochenendhausgebiete.
    3. - auch für das Abstellen von THoW (bei Nichtbenutzung) gibt es Regelungen in der Bauordnung. Wenn du ein großes Grundstück hast, kann es sein, dass nur ein Teil des Grundstücks im Innenbereich liegt. Dort wäre das Abstellen des THoW genehmigungsfrei. Würde der Abstellplatz auf deinem Grundstück im Außenbereich liegen, bräuchtest du auch dafür eine Baugenehmigung (Bauen im Sinne von "Errichtung eines Abstellplatzes für ein THoW").
    ...
    Auch wenn die Punkte 2 und 3 nichts mit deinem Aussteifungproblem zu tun haben, wollte ich darauf eingehen, weil du es selbst als Randinformation mit in den Beitrag geschrieben hast. Außerdem sollst du wissen, dass wir sehr genau mitlesen können und daß es hier im Forum viele Fachleute gibt. Wir wollen vorallem legale Wege fürs Tiny-House aufzeigen!

    Viele Grüße von sigi

    Hallo Petra,

    wenn ihr wirklich sorglos im Tiny-House euern Lebensabend verbringen wollt, dann nehmt euch Architekt/Bauingenieur/Statiker

    und zieht ein sauberes Bauantragsverfahren durch, mit allen notwendigen Bauvorlagen von Wärmeschutznachweis bis Tragwerksplanung

    - alles andere ist Bastelei und wäre selbstverständlich auch nicht legal.


    Viele Grüße von sigi

    Hallo Steffi,

    die Errichtung eines externen Kinderzimmers (wie oben von dir beschrieben) ist prinzipiell machbar.

    Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen:
    1. ich gehe davon aus, dass ihr Grundstückseigentümer und Bauherr seid (also im rechtlichen Sinne)
    2. euer Grundstück liegt mit dem Bauplatz im Innenbereich
    3. der Garten scheint klein zu sein, 3x6m Platz ist sehr wenig, ihr braucht mindestens noch 3m Abstand zur Nachbargrenze
    4. der Aufenthaltsraum muss funktional an die Wohnung angebunden sein (versteht sich von selbst, z.B. trockener Zugang ... )
    5. der Aufenthaltsraum muss der Landesbauordnung entsprechen (Raumhöhe, Fenster usw.)
    6. da der externe Aufenthaltsraum der Kinder ganzjährig genutzt werden soll, muss er gemäß Gebäudeenergiegesetz gedämmt sein
    7. auf Grund der Nutzung braucht auch dieses kleine Gebäude einen Bauantrag (wie ein Einfamilienhaus) ... ist aber kein Problem

    Hinweis: Ein Aufenthaltsraum ist eine fest definierter Begriff im Baurecht. Deine gewünschte Nutzung als Kinderzimmer
    gehört in die Kategorie "Hauptnutzung" und ist nur in solchen Aufenthaltsräumen möglich. Gartenlauben und ähnliche bauliche Anlagen werden als Nebengebäude definiert. Die darin stattfindende "Nebennutzung" erzeugt in der Regel keine hohen Anforderungen an die bauliche Hülle. Deshalb sind kleinere Nebengebäude ohne Feuerstätten in den Bauordnungen meist genehmigungsfrei.
    Fazit: die Nutzung ist entscheidend!

    ... dadurch kann jede Hütte (oder jeder Bauwagen) zum Wohngebäude werden, und muss dann auch alle behördlichen Anforderungen erfüllen. Aber wie oben schon geschrieben, ein Bauantrag ist kein Problem. Bei Bedarf dazu einfach eine PN schreiben.

    Gruß sigi
    (Dipl.-Ing. Bauingenieur)

    Hallo Ren (Name?),

    6x6x6 - das ist ein 2-geschossiges Gebäude ... das geht selbstverständlich nur mit Baugenehmigung.
    Zur Baugenehmigung gehören Bauvorlagen wie Wärmeschutznachweis, Statik, Brandschutznachweis usw. ... das macht man nicht so nebenbei. Ich bin bauvorlageberechtigt und könnte euch unterstützen, wenn gewünscht. Kontaktaufnahme bitte per PN.

    Viele Grüße von sigi

    Hallo Christiane,
    eine Förderfähigkeit ist kein Problem, wenn das sauber berechnet, geplant, gebaut und bauüberwacht wird.
    Ich plane Effizienzhäuser, selbstverständlich mit Begleitung gem. KfW-Richtlinien. Zur Förderfähigkeit gehört aber auch, dass das Gebäude fest mit dem Fundament verbunden sein muss. Gebäude auf Rädern bzw. temporären Abstützungen sind nicht förderfähig. Eine feste Verbindung zum Fundament kann bei Modulhäusern garantiert werden. Die Größe der Modulhäuser spielt keine Rolle.

    Gruß sigi

    Hallo AndiArbeit,
    das würde ich nicht riskieren, auch wenn du im Innenbereich bist.
    Deine Häuschen müssen ja trotzdem alle Bedingungen erfüllen bzgl. Statik, Wärmeschutz usw.
    Außerdem müssen sie sich einfügen in die umliegende Bebauung. Genau der Punkt führt oft zu Meinungsverschiedenheiten und sollte sauber geklärt sein, vorallem wenn es sich um mehrere Häuschen handelt. Die gewerblche Nutzung ist natürlich auch zu klären. Mehrere Ferienhäuschen sind wahrscheinlich nur sehr schwer machbar. Ich biete dir an, dass wir uns per PN mal konkreter austauschen. Ich habe bereits ähnliche Vorhaben realisiert ... ist sehr speziell, aber nicht prinzipiell unlösbar. Nimm einfach Kontakt auf!


    Gruß sigi
    (Diplom-Bauingenieur)

    Hallo Knut,
    meinen Vorrednern (bzw.-schreibern) stimme ich inhaltlich voll zu.
    Das Thema "alternatives oder experimentelles Wohnen" ist inzwischen auch bei den Bauämtern angekommen.
    Zumindest haben inzwischen alle davon gehört. Die Bewertung konkreter Vorhaben ist aber auch sehr abhängig vom jeweiligen Bearbeiter bei der Baubehörde. Es gibt sehr oft Bewertungsspielraum. Aber in deinem Fall denke ich, dass da ein "Irrtum" seitens der Behörde vorliegt. Ich habe als Bauingenieur einige Projekte im Außenbereich realisiert, meist für Waldkindergärten. Da ging es mehr um kleine Gebäude in Form von Bauwägen. Verfahrenstechnisch waren diese Projekte immer sehr aufwendig, weil im Außenbereich prinzipiell erst einmal kein Baurecht besteht. ... und das ist auch richtig so! Eine verbindliche Aussage der Baubehörde liegt selbstverständlich immer schriftlich vor, entweder als Vorbescheid oder Baugenehmigung. Wir können dir deshalb nur abraten, deine Jurte im Außenbereich ohne Baugenehmigung aufzustellen. Es wäre illegal.


    Gruß sigi

    Hallo Tini,
    mit Massivholzwänden hast du auf jeden Fall eine sehr gute Wahl getroffen und mit Holz100 liegst du in der Premiumklasse!
    Allerdings ist das "nur" Holz! Die schlankeste Wand Holz100 liegt mit 12cm ohne weitere Dämmung noch weit oberhalb der maximal zulässigen U-Werte für Wand, Boden und Decke/Dach. Erst wenn du mit 16-18cm Holzweichfaser zusätzlich dämmst, erreichst du die Werte gemäß Gebäudeenergiegesetz. Mit Strom heizen schaffst du nicht mit einer kleinen PV-Anlage. Da müsste die Anlage schon größer als dein Dach dimesioniert sein und der Stromspeicher ebenfalls. Im Prinzip ist es also machbar. Dein Architekt kann dir da weiterhelfen. Im Rahmen des Bauantrages muss ja der Wärmeschutz gerechnet werden - dazu gehört auch die Dimensionierung der Haustechnik ... ansonsten mal eine Solarfirma bitten, ein konkretes Angebot zu erstellen. Übrigens hier im Forum gibt es https://www.tinyhouseforum.de/index.php?user/1501-greenakku/ ... frage ihn doch mal an!


    Gruß sigi

    Hallo Tim,
    mit Holzweichfaser kommst du auf ca. 25-26 cm Wandaufbau incl. hinterlüfteter Fassade.
    Die paar Kabel (nur Kabel) für die Deckenbeleuchtung im TH kannst du getrost zwischen Dämmung und Innenbeplankung verlegen.
    Die Dampfsperre wird sauber abgeklebt. Alle anderen Leitungen im Sockelleistenbereich.


    Gruß sigi


    PS: Wärmepumpe ist eine gute Entscheidung!

    Hallo Astrid,
    willkommen im Forum!
    "Ich brauche keinen Besitz mehr ..." Die Aussage gefällt mir!
    Es entstehen momentan viele neue Wohnformen mit Tiny Houses. Ich drück dir die Daumen und wünsche dir, dass du etwas Passendes findest.


    Gruß sigi

    Hallo Martin,
    die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.
    Also solltest du deine "Aufgabenstellung" für dich selbst schon etwas präzisieren. Wichtige Parameter sollten vorab eingegrenzt sein:
    1. Hausgröße und -gewicht ("auf Rädern" bitte näher definieren: wirklich eigenes Fahrwerk - 3,5t - oder z.B. auf Wechselbrücke - das wäre ja auch relativ mobil)
    2. Dauerhaftes Wohnen soll möglich sein? ... auf einem Campingplatz oder auf einem "normalen" Baugrundstück?
    3. Soll an jeder Stelle ein "Abstellen" möglich sein? ... Küste, Gebirge (Wind > Einfluss auf Statik u.ä.)
    Ich fertige Zeichnungssätze für Tinyhäuser in verschiedenen Detailierungsgraden (Genehmigungs- und Ausführungsplanung).
    Am besten wäre eine Kontaktaufnahme per PN, dann könnte man das Weitere persönlich besprechen.


    Gruß sigi

    Im Prinzip ja, weil man sich i.d.R. in allen Räumen aufhalten kann. ... nur im Baurecht ist das genauer definiert. Also wenn es nicht um Genehmigungen oder ähnliches geht, kann man den Begriff selbstverständlich verwenden. Ich wollte nur auf diese Besonderheit hinweisen, weil ja auch die Frage nach einer Baugenehmigung gestellt wurde.


    Gruß sigi

    Hallo Tom,
    wir können dir hier keine Tipps zum "Schwarzwohnen" geben. Du musst selbst einschätzen, wie hoch dein Risiko ist, dass du den Standort verlassen musst, weil dich irgendjemand nicht haben will. ... das ist immer zu individuell!
    Begriffe wie "Aufenthaltsraum" verwende lieber nicht. Diese sind per Bauordnung genau definiert. Mit Bauwagen sind die Anforderungen für solche Räume in der Regel nicht zu erfüllen. Wenn du den Bauwagen nur im Sommer als Wochenendhaus nutzen willst, ist doch alles in Ordnung. Mach dir nicht zu viele Gedanken! Vorsicht nur bei ganzjähriger Nutzung (Nachbarn werden misstrauisch, auch Spaziergänger) und bei Einbau einer Feuerstätte. Ein kleiner Ofen kann (muss!) vom Schornsteinfeger technisch abgenommen werden. Dieser kümmert sich aber nicht um die baurechtliche Zulässigkeit (z.B. wegen Waldabstand). Weiterhin ist zu beachten: Lärm, Staubentwicklung (Zufahrten oder Durchfahrten mit PKW oder anderen Fahrzeugen), Medienver- und entsorgung ... also auch aus deinem Trockenklo.
    Aber jeder "brave" Bundesbürger kriegt das hin.


    Gruß sigi

    Mit Tinyhäusern erfinden wir nicht das Fahrrad neu. Es gibt bereits sehr gute Detaillösungen für Holzbauweisen im Mehrgeschossbau und selbstverständlich auch für Haustrennwände. Brandschutz und Schallschutz sind keine Hexerei. Man muss sich nur darüber klar sein, dass die Aufgabenstellung kompromisslos umgesetzt werden muss. Wenn man das fachtechnisch sauber plant, kann man das selbstverständlich in Eigenleistung umsetzen. Auch eine bautechnische (Einzel-)Abnahme einer Brandwand durch einen Architekten oder Bauingenieur ist möglich.


    Gruß sigi

    Hallo Jessi,
    herzlich willkommen im Forum. Deine Entscheidung, auf Wechselbrücke zu bauen ist sehr gut! Wenn du Fragen hast - nur zu!
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erkenntnisgewinn im Forum.


    Gruß sigi