Beiträge von sigi

    ... ich finde, ihr seid auf dem richtigen Weg!
    Massive Holzwandkonstruktionen sind immer mehr im Kommen. Es gibt auch bereits sehr gute TH-Beispiele.
    Letztendlich ist auch wichtig, was man an Eigenleistung beisteuern kann. Ihr kennt das Projekt von "Bastler": Blechhütte mal anders ... ?

    ... er hat Holzmassivwände verbaut. Ich habe ihm die komplette Werkplanung erstellt. Zusammen mit örtlichen Firmen und auch viel Eigenleistung hat er sein Projekt durchgezogen ... auch mir hat es sehr viel Freude bereitet!

    Gruß sigi

    ... noch etwas:
    Du musst prüfen, ob dein TH im Innenbereich steht!
    Oft läuft die Grenze zwischen Innen- und Außenbereich quer über das eigene Grundstück.
    Die Gemeinde kann dazu Auskunft erteilen. Entweder gibt es einen qualifizierten Flächennutzungsplan

    oder sogar eine "Innenbereichssatzung". Dort sind dann die Grenzen genau dargestellt oder beschrieben.


    Gruß sigi

    Du hast doch aber einen kommunalen Wasserversorger bzw. Abwasserentsorger (Stadtwerke, Trinkwasserverband ... irgendetwas in der Art muss es geben). Schau am besten mal, an wen du dein Wassergeld bezahlst. Im ungünstigsten Fall wird in der Satzung stehen, dass jede Nutzungseinheit (Haushalt) separat abgerechnet werden muss. In der Regel wird aber nur 1x mit dem Grundstückseigentümer abgerechnet, also z.B. eine Hauptwasseruhr pro Haus (egal ob Mehrfamilienhaus oder Einfamilienhaus). Wenn du dich mit deinem TinyHouse einfach an das bestehende Hausversorgungsnetz mit anhängst (Versorgung + Entsorgung), dürfte das eigentlich kein Problem sein. Die Abrechnung erfolgt dann intern über Unterzähler (z.B. Wasseruhr je Wohnung). In der Regel wollen die Medienträger es nur dann genau wissen, wenn sich die Anzahl der Nutzer so stark erhöht, dass die Leitungen überlastet sind.
    Rechtlich machst du also nichts Illegales, wenn du dich einfach an einen bestehenden Anschluss auf dem eigenen Grundstück mit anhängst ... selbstverständlich hinter dem Hauptwasserzähler! :)

    Gruß sigi

    Hallo Stefan,

    wenn dein Haus die 75m3 nicht überschreitet, brauchst du keinen Bauantrag stellen.
    ... aber alles muss von dir so geplant und gebaut sein, als müsstest du einen Bauantrag stellen.
    Man nennt das Verfahrensfreiheit. Das hat für dich den Vorteil, dass es bei den Behörden kein Aktenzeichen zu deinem Bauvorhaben geben wird. ... also auch kein Sachbearbeiter beim Bauamt usw. ... allerdings ist das kein Freibrief. Für Statik, Wärmeschutz, Schallschutz usw. bist du selbst verantwortlich. Auch Brandschutz musst du beachten. In diesem Zusammenhang sind u.a. die Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze einzuhalten. Ortssatzungen gelten für dich selbstverständlich genau so, auch wenn niemand offiziell kontrolliert, ob du die einhältst. Die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung ist kommunal geregelt. Frag mal bei deinem Versorger an, wer sich unter welchen Bedingungen ans Netz anschließen muss. Das ist genau geregelt (siehe örtliche Trinkwasser-/Abwasser-Satzung).

    Gruß sigi

    Hallo Sanctuary,
    ... eine Anrede mit einem Namen macht sich besser!

    Herzlich Willkommen bei uns im Forum! Das Problem mit den Mieten haben viele.
    ... und daß TinyHouses kein Patentrezept sind, wissen auch die meisten.
    Deshalb wünschen wir dir erst einmal viel Erfolg bei der Grundstückssuche!
    ... und schau dich in Ruhe hier um.

    Gruß sigi

    Hallo Kaminofen ... (bitte einen Namen angeben!)
    schön dass du das Thema aufmachst. Bisher wurde vor allem der Wärmeschutz diskutiert. Dabei geht es beim Gebäude um mehr:
    - Statik - Schallschutz und selbstverständlich auch Brandschutz. Der vorbeugende bauliche Brandschutz muss im Bauantrag sogar nachgewiesen werden. Allerdings beziehst du dich eher auf Vandalismus. Das ist zusammen mit Einbruchsschutz ein weiteres Thema, was allerdings eher von der Seite der Versicherer betrachtet wird. Selbstverständlich kannst du dich schützen und alle Bauteile möglichst sicher ausbilden (https://de.wikipedia.org/wiki/Einbruchschutz), aber gegen aggressiven Vandalismus selbst kannst du nicht viel machen, außer dass du eine Versicherung abschliesst.

    Gruß sigi

    Hallo Dietmar,

    bitte nicht weinen ... es ist alles gut!
    Einfach die Werte nach Anlage 7 GEG einhalten!

    Die Anlagentechnik muss nicht nachgewiesen werden, regelt sich aber auf eine andere Art und Weise, nämlich über die Bundesimmissionsschutzverordnung (... Feinstaub bei Holzheizungen) oder über generelle Verbote für Heiztechnik (... Öl- und Gasheizungen sind Auslaufmodelle). Wir werden in Zukunft mit Strom (direkt?), effizienten Wärmepumpen und kleinen Holzpelletanlagen heizen. ... und kleine Kraftwärmekopplungsanlagen werden sicher auch noch dazu kommen.


    Gruß sigi

    Oben zitierter Link verweist auf die anstehenden Gesetzesänderungen.
    Änderungen sind rot markiert. Selbstverständlich beziehen sich die Änderungen vorrangig auf Neubauten ab 50m2.
    Und bei der Begrenzung der Transmissionen hat man letzter Sekunde noch abgemildert (durch welche Lobby auch immer).
    Das interessiert uns aber nicht. Wir mit unseren kleinen Gebäuden werden ja sowieso in den Topf mit den Bestandsbauten geworfen. Anlage 7 bleibt unsere "Heilige Schrift" ... und da wurden keine Änderungen beschlossen. Das Gesetz ist durch ...
    Für alle, die es genau wissen wollen habe ich im Anhang die entscheidenden Beschlüsse zusammengefasst.
    Also bei mir haben die Sektkorken schon geknallt! :) :thumbup:

    Gruß sigi

    Liebe Tiny-House-Gemeinde ...
    ich möchte einen kurzen Zwischenstand zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes geben, welches ab 01.01.2023 gilt (GEG 2023).
    Vorab: für uns "bleibt alles beim ALTEN"!
    Im Einzelnen bedeutet das:
    - Tiny-Houses mit einer Gebäudenutzfläche bis 50m2 gelten im Sinne der GEG 2023 als "kleine Gebäude"
    ( "Gebäudenutzfläche" die Nutzfläche eines Wohngebäudes nach DIN V 18599: 2018-09, die beheizt oder gekühlt wird /

    "kleines Gebäude" ein Gebäude mit nicht mehr als 50 Quadratmetern Nutzfläche )

    - für baugenehmigungsfähige Tiny-Houses ist ein Bauteilnachweis gem. Anlage 7 ausreichend,

    die max. zulässigen Bauteil-U-Werte sind unverändert!
    https://geg-info.de/geg_novelle_2023/index.htm


    Gruß sigi

    Hallo "Blackarrow",
    hast du auch einen richtigen Namen? ... macht sich besser in der Anrede!
    Zum Thema Holzbau gibt es zahlreiche Standarddetails. Die Fachregeln des Zimmer- und Holzbauhandwerks kosten selbstverständlich entsprechendes Geld, ebenso DIN-Normen ... aber das kennst du ja sicherlich. Ich empfehle dir als Alternative die Detailkataloge der Fa. steico (https://www.steico.com/de/downloads/dokumente/detailkatalog). Anpassungen kannst du ja entsprechend vornehmen. Zum Fenstereinbau gibt es ebenfalls zahlreiche Literatur neben der Normung. Ich empfehle die Producte von Tremco/ Illbruck (https://www.illbruck.com/de_DE…fenster/holzrahmenbauten/). Die Dichtbänder haben 3-fache Funktionalität, innen: luftdicht (diffusionsdichter als außen), gesamte Fugentiefe: Wärmedämmung, außen: wind- und schlagregendicht. Selbstverständlich kann man Fenster + Türen auch traditionell abdichten (innen und außen Spezialklebebänder, dazwischen Dämmung). An bestimmten Stellen geht es nicht anders, z.B. im Bereich der Klötzchenauflager. 10 cm Dämmstärke sind viel zu wenig. Die Fenster kannst du bündig zur Außenkante des Holztragwerkes einbauen. Mit Hilfe der Vorsatzschale überdeckst du die Einbaufuge und bildest die äußere Leibung aus.

    Gruß sigi

    ... ja eine Außengasheizung ist auch machbar. Der kleine Generator hat ein kleines Gebäude, sieht aus wie eine Hundehütte und steht 40 m entfernt vom Bauwagen. Ich habe bisher keine Klagen wegen Lärmbelästigung erhalten. Aber klar, ganz geräuschlos läuft ein Generator nicht. Entscheidend ist ja das Nutzungskonzept des Waldkindergartens. In der Regel sind die Kinder ja bei jedem Wetter draußen. Eine Dauerheizung ist deshalb sowieso nicht vorgesehen. Ohnehin sind die Bauwagen ja nicht zum Aufenthalt der Kinder vorgesehen. Es wird nur für Ausnahmefälle Wärme und Licht gebraucht. PV ist ideal, ist aber im Wald natürlich standortabhängig. Also wenn Gasheizung seitens Baubehörde / Forstbehörde zugelassen wird, dann lasst euch diese von einem Installationsbetrieb einbauen. Der TÜV müsste ohnehin die Standfestigkeit des Bauwagens begutachten und kann dann auch gleich die Gasheizung (Lagerung, Sicherung der Behälter) mit ins Abnahmeprotokoll aufnehmen.

    Gruß sigi

    Hallo Reese (?) ... bitte einen Namen angeben,
    Bauwagen usw. für Waldkindergärten sind genehmigungspflichtig.
    Das Bauamt bzw. dein verantwortlicher Entwurfsverfasser legt fest, wie eine solche "Basisstation" für eine Waldkindergartengruppe beheizt wird. Ich habe im Dresdner Raum mehrere Waldkindergärten geplant. Sehr praktisch sind Holzöfen, wenn diese von der Forstbehörde / Umweltamt genehmigt werden. Wenn nicht, kann auch elektrisch geheizt werden. Der Strom dafür könnte durch ein kleines Aggregat erzeugt werden, welches in einem Sicherheitsabstand zum Bauwagen aufgestellt ist. Das ist selbstverständlich nicht energieeffizient - aber darum geht es hier nicht. Wenn du Fragen hast bitte per PN an mich.

    Gruß sigi

    um auf den Inhalt des Threads zurück zu kommen:
    - eine ganz gute Einschätzung im Video!
    - klar ist der Ansatz herausgearbeitet: wenn ein Tinyhouse energieeffizient und nachhaltig gebaut wird, ist alles gut!
    - wenn das Gebäudeenergiegesetz und die Landesbauordnungen eingehalten sind, ist auch alles gut!
    - kurz gesagt: Tinyhouses sollten baugenehmigungsfähig sein!

    Gruß sigi

    Hallo "Bastler",

    sehr gut ausgeführt - das ist schon mehr als nur "Basteln"!
    Danke für die lobende Erwähnung als Planer und die sehr schöne Baudokumentation!

    Gruß sigi

    Hallo Johannes,

    ich habe den Standort mal geprüft, die B-Plan-Festsetzungen selbst noch nicht.
    Mein Eindruck nun: das sieht auf den ersten Blick ganz gut aus. Offensichtlich ein alter B-Plan, Grundstück in hinterer Baureihe und Mischgebiet! ... Ihr könnt das genau so machen, wie geplant. Die generelle Bebauung per Vorbescheid und das konkrete TH jeweils über gesonderten Bauantrag. Viele Erfolg!



    Gruß sigi

    Ich habe gerade in deinem anderen Thread geantwortet. Meine Meinung zum Projekt:
    Plant das erst einmal mit eurem Architekt so weit durch, dass klar ist, ob ihr Baurecht für 4 TinyHouses habt oder nicht.
    Das ist schnell mit einem Antrag auf Vorbescheid erledigt! Erst dann wendet ihr euch an TH-Besitzer. Diese müssen sich dann nach euren Vorgaben richten und nicht umgekehrt. Übrigens sollte in deinem Fall ein Bauantrag für das gesamte Grundstück gestellt werden, für alle 4 TH. Nur dann hast du alles in der Hand.

    Gruß sigi

    Hallo Johannes,
    um hier Klarheit zu schaffen, müsstest du deine Skizze besser erläutern:
    - Offensichtlich sind die blauen Linien das Baufeld innerhalb eines Grundstücks.
    - Demnach müsste es dazu einen B-Plan geben. Was steht da drin, bezüglich Mindestabstand zwischen Nutzungseinheiten?
    - Wenn nichts drin steht, gilt die Landesbauordnung, also Abstandsflächen 3,0m. Diese werden jeweils nur senkrecht vor den Außenwänden gemessen, wie Stefan schon erläuterte. Die Abstandsflächen benachbarter Nutzungseinheiten (TinyHouses) dürfen sich berühren (Ecke, Kante) aber nicht überlappen. Damit ist automatisch ein Mindestabstand von 6m zwischen den Nutzungseinheiten gewährleistet (innerhalb dieser 6m dürfen untergeordnete Bauteile liegen (z.B. Vordächer, Dachüberstände, Eingangspodeste). Die Randbedingungen regelt die Landesbauordnung.

    Übrigens die 75°-Regelung bezieht sich auf Winkel an ein und dem selben Gebäude.
    Das hat in der Regel mit TinyHouses nichts zu tun, es sei denn man stellt 2 TinHouses zu einer Nutzungseinheit winklig aneinander.


    - Was sagt denn der B-Plan zur Anzahl der Nutzungseinheiten pro Baufeld aus? In der Regel wird von einer Wohn-Nutzungseinheit ausgegangen. Die Zulässigkeit einer 2. Wohneinheit innerhalb des selben Gebäudes ist meist unkompliziert machbar. Es kann aber sein, dass auch das im B-Plan genau geregelt ist. Man kann aber nicht davon aus gehen, dass MEHRERE Gebäude mit jeweils einer Wohneinheit auf das Baufeld platziert werden dürfen. Das erfordert spezielle B-Pläne, welche es (hoffentlich) in Zukunft geben wird.
    Für dein Vorhaben wäre ein Bauantrag nötig. Mit diesem werden dann alle Abweichungen und Ausnahmen beantragt.


    Gruß sigi