Beiträge von pamojja

Das Tinyhouse Forum wurde Anfang 2026 geschlossen.
Details hier: Schließung des Tinyhouse Forums

    Höchste Zeit für einen kurzen Zwischenbericht:

    Obwohl ich mir der Erschwernis mit einer körperlichen Einschränkung - und dadurch maximal 4 Std. werkeln pro Tag (abgesehen meiner Teilzeitarbeit an anderen Tagen) - bewusst war, hätte ich dennoch nicht gedacht, so langsam voranzukommen. Ich befinde mich jetzt bei fast 1000 Std. schon im 3. Baujahr, und geschätzt immer noch nur in etwa der Hälfte zur Fertigstellung. Fast 19 000,- € Investition, sind dadurch aber auch schon wieder ausgeglichen.

    Wie schon im vorherigen Post geschrieben, habe ich daran vor allem die Fertigung von extra-leichten laminierten Isolierpaneelen unterschätzt. Welche bisher über die Hälfte aller Arbeiten in Anspruch genommen hat (ohne Einbau). Ich bereue dies zwar noch immer nicht - da dadurch wohl wirklich das leichteste gefertigt werden kann, und ich auch die vielen Stunden beim Werkeln im Flow nicht mehr vermissen möchte - aber jedem wirtschaftlicher denkenden, würde ich dazu heute definitiv sowas wie obige Staturlon Sandwichelemente empfehlen.

    Heuer haben mich zusätzlich unvorhersehbare familiäre Umstände ganze 2 Monate - Aug. und Sept., mit besserem Bauwetter - vom weiterarbeiten abgehalten. Sodass ich vorläufig von einem komplexeren Bogendach abgesehen, und dafür ein einfaches Satteldach erstellte.

    Installation:
    Wahrscheinlich noch zusätzliche Brauchwasserwärmepumpe für Winter

    Diese Wasserwärmepumpe, bei mittlerweile fast verdoppelten Preis, hat sich somit auch erledigt. Konnte dafür eine mobile Luftwärmepumpe im Angebot günstig ergattern (750,- €).

    Mit über 4400 Forum-Mitgliedern über viele Jahre, hätte eine solche gediegene Forums-Wissensbasis natürlich nicht nur ideellen, sondern bestimmt auch kommerziellen Wert für die Zukunft.

    Nochmal von obigen Artikel zitiert:

    Zitat

    Im Jahr 2025 erfreuen sich Tiny Houses in Deutschland wachsender Beliebtheit als nachhaltige und kosteneffiziente Wohnalternative. Vom 27. bis 29. Juni 2025 findet zum sechsten Mal das NEW HOUSING – Tiny House Festival im Messezentrum Karlsruhe statt, das sich als bedeutendstes Treffen der Tiny House Community in Europa etabliert hat. Über 30 verschiedene Tiny Houses, darunter modulare Häuser und klassische Tiny Houses auf Rädern, werden präsentiert.

    Vielleicht wären die Messeveranstalter an der Weiterführung dieses schon funktionierenden deutschsprachigen Fachforums mit vielen Mitgliedern interessiert? Oder zuallerletzt vielleicht sogar einer der Anbieter von Tinyhäusern. Gegeben, dass dieser sich neutral gegenüber anderen Anbietern und konstruktive Kritik an seinen nicht zensuriert.

    Ehrenamtlich ohne Interessenskonflikte wäre natürlich immer besser. Aber wenn sich keine andere Lösung zur Fortführung der Interaktivität dieses Forums ergibt, wäre die Fortführung durch kommerzielle immer noch besser.

    Wenn jemand von Euch eine Idee hat,

    Wie Tiefbreitente sagte, loggen sich viele nur nach langer Zeit wieder ein, die Schließung des Forums wird viele nach langer Zeit noch überraschen, oder gar enttäuschen. Von daher lohnt es sich nicht noch paar Wochen oder Monate mit der Schließung zu warten, damit mehr Forum-Mitglieder es noch mitbekommen könnten. Und welche vielleicht noch einen Administrator, welcher einspringen könnte, zu vermitteln wüssten.

    Effektiver wäre ein letztes schnelles Rundmail an alle Forumsmitglieder mit der Verständigung über die zeitnahe Schließung, welche nur mit einem Freiwilligen für die Administrations-Arbeiten abgewendet werden könnte?


    Ein ungefragtes E-Mail ist natürlich schon etwas grenzüberschreitend. Aber wenn man bedenkt, dass es das Ende jeder Interaktion auf diesem Forum ankündigt, für welchen man sich bei der Anmeldung auch mit Bestätigungsmails einverstanden gab, wäre ein solcher letzter Schritt in meinen Augen sehr gut gerechtfertigt.

    Bei einem wiederverwendeten Schiffscontainer würde mich in Eigenleistung auch das viele Schleifen und vollständigen erneuern des Rostschutzes abschrecken. Aber, wie schon gesagt, wäre es danach vor ungünstigen Einflüssen (wie Salzwasser) komplett geschützt, und würde sicher noch viele Jahrzehnte überstehen.

    Und für solch einen stolzen Preis von einem kommerziellen Anbieter müsste man sich eigentlich über ordentlichen Korrosionsschutz sicher sein dürfen.

    Hallo Martin,

    erstmal Danke für die Warnung über die Schließung des Forums. So bleibt noch etwas Zeit, damit erfahrenere und langjährige Mitglieder des Forums noch Interesse bekunden könnten, deinen administrativen Aufwand und die Verantwortung zu übernehmen.

    Ich verstehe natürlich auch den wachsenden Frust nach so vielen Jahren.


    Deine Bemerkung über das Ende eines Booms hat mich allerdings überrascht. Finde aber keine generell gültigen Statistiken. Für mich erschien der Tinyhouse-Trend immer nur ein Nischenphänomen. Wenige Idealisten, für welche weniger potenziell ein mehr an Lebensqualität bedeutet, und dadurch sich halt auch enthusiastisch entgegen allen Widerständen damit beschäftigen. Von daher schon ein bisschen gehypt. Kann natürlich nie den Wohnungsmangel in wachsenden Ballungszentren lindern, nur im ländlicheren Regionen etwas zur Bauverdichtung - in Nischen eben - beitragen.

    Die einzige gefundene Graphik, welche eine Tinyhouse Bewegung über Jahrzehnte darstellt, ist leider aus der nicht gerade repräsentativen Schweiz. Hat mich dann doch überrascht, den Talboden zwischen 2000 und 2015 zu finden.

    Anteil Tiny bzw. Micro-Einfamilienhäuser nach Bauperiode (in %)

    Mittlere Wohnfläche von Einfamilienhäusern in der Schweiz vergrößerte sich in diesen letzten Jahren etwa von 120 auf 170 m2.

    Dieser Artikel prognostiziert global:

    Zitat

    Der Trend zu Tiny Houses spiegelt sich auch in aktuellen Marktzahlen wider. Prognosen zufolge wird der globale Markt für Tiny Homes zwischen 2025 und 2029 um 3,71 Milliarden US-Dollar wachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 4,2 % entspricht.

    Von weniger als 1% aller Neubauten nur 4,2% davon dazu, ergibt natürlich wirklich immer noch nicht gerade viel.

    Es soll ein 10m langer Zirkuswagen mit einem Gewicht von 12to in Waage gebracht werden können.

    Momentan passiert dies mittels zwei an der kurzen Seite temporär untergestellten Stockwinden und 10 Stück seitlich am Außenrahmen des Fahrzeugs angeschraubten Stahlrohren mit Layher Spindelfüßen.

    ... Das durchaus bemerkenswerte Durchbiegen des Fahrgestells auf eine Länge von 10m erschwert die durchgängige Nivellierung bzw. macht es mit den per Hand nachzuschraubenden Spindeln sehr kraftaufwendig und mühsam.

    Angesicht der höheren Kosten von hydraulischen Hubstützen - wären nicht ein paar mehr Stockwinden, anstatt der per Hand nach zuschraubenden Spindeln die einfachste Lösung?

    Aber dann möchte ich auch auf eine schon seit Jahren gebaute echte Alternative 'made in Germany' hinweisen.

    Als einfachstes Modell auch schon ab € 30.000,-. Aber mit den unschlagbaren Extras eines einfachen 1-Mann/Minute Auszugs (anstelle eines benötigten Bautrupps), inklusive Fahrwerk.

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    Ausgefahren 25 m2

    Wenn man die Unwägbarkeiten chinesischer Lieferungen denkt, mit der angebotenen Funktionalität und Gewährleistung ist der KönigExtend im Endeffekt wohl doch günstiger.

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    Verrückt: 5,9x6,26x2,48 m. 37 m2.

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    Mit wahrscheinlich nur 5 cm Styroporisolierung nicht ausreichend gedämmt. Aber für noch mal so viel kleines Geld, ließe sich auch leicht noch zusätzliche Dämmung anbringen.

    Huch, noch so viel nicht-bedachtes. Schwierig, genaueres zu antworten.

    da ich selbst keinen führerschein habe , denke ich eher an ein statisches tinyhouse auf einem grundstück am liebsten an der küste .

    Ich glaube die meisten Tinyhouse Besitzer haben auch kein LKW oder Traktor Führerschein. Seltenes Umstellen wird vielfach an professionellen Transport- oder sogar Sondertransport Unternehmen übergeben. Grundstücke kosten, Pacht ist leichter zu stemmen. Dann wird aber bei einem statischen Tinyhouse die Veräußerung schwieriger. Bei keinem Abnehmer gar Abbruch.

    mit welchen kosten muss ich rechnen für house und grundstück? wo gibts grundstücke ,auf denen ein houses stehen darf ?

    Wie viel Bebauen-mögliche Grundstücke kosten, ist stark von der Lokalität abhängig. Falls du eine für dich passende Region gefunden hast, kannst du Onlinekarten finden, welche zeigen, wie viel pro Quadratmeter Grundstück üblicherweise in dieser spezifischen Gemeinde bezahlt wird. Die Gemeinde selber gibt Auskunft, welche Grundstücke bebaut werden dürfen. Und welche nicht.

    Wo ich wohne, sind es z. B. 300,- €/m2. Unter 100 m2 für ein kleinstes Häuschen wird es wohl nicht reichen. Währen in diesem Fall dann mindestens 30 000,- € für ein minimalstes Grundstück.

    Ein Tinyhouse erstellen lassen, ich glaube da muss mit mindestens 70 000,- gerechnet werden. Darunter wird man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Bei extrem viel Eigenleistung auch für gut die Hälfte möglich. Aber in meisten Fällen wird die 100 000,- € wohl überschritten werden.

    sind die houses relativ einbruchssicher ? strom über photovoltaik . heizen strom oder gas . toilette abwasser . dusche boiler . unterkellerung möglich ?

    So relativ einbruchsicher wie jedes Haus oder Wohnung, wo ja größtenteils durch das Zerbrechen eines Fensters eingestiegen werden kann. Unterkellerung kann oben benannten Preis leicht verdoppeln. Strom, Wärme, Abwasser sind dazu im Vergleich eher sehr kleine Kosten. Obwohl, die Anbindung an öffentliche Netze natürlich auch wieder einiges kosten. Und wo durch Autarkie, sofern möglich, auch wieder etwas eingespart werden könnte.

    wie komme ich an vertrauenswürdige anbieter von tinyhouses?

    Sich ihre Bauten ansehen, mit ihnen und deren Bewohner reden.

    Hast du einen Link der Firma, damit ich mir ihre Ausführung ansehen kann?

    Grundsätzlich sind massive Lehmwände gute Wärmespeicher für Strahlungswärme. Im Tinyhouse, oder gar der Decke, macht dessen hohes Gewicht aber gar keinen Sinn. Am ehesten noch als Fußboden (-heizung). Ein schwerer Ofen (zb. wasserführend, nach welchen du im anderen Faden fragst) würde die gleiche Funktion (=Wärmespeicherung - Wasser ist auch schwer und speichert dadurch Wärme) bringen.

    Lehm hat noch den vorzüglichen Vorteil (massiv, oder leicht z. B. mit beigemengten Stroh, leicht isolierend), dass es hervorragend Kondenswasser reguliert. Aber selbst mit Stroh als Isolierung immer noch zu schwer, in benötigter Stärke. Schafwolle als Isolierung hätte noch bessere Kondenswasserregulierungs-Eigenschaften, und wäre viel leichter.

    Für ein Tinyhouse, und der dabei benötigten Gewichtseinsparung, könnte ich mir nur einen Lehmputz über der Isolierung aus anderem Material vorstellen. ZB. auf Jutegewebe, zuerst in Lehmschwemme getränkt.

    Um damit auch noch an Strahlungswärme zu kommen, eignete sich eine Fußleistenheizung. Die einfachste Ausführung davon kann mit einem einfachen Kupferrohr entlang der Fußleiste der Außenwände verlegt werden. Anstelle einer üblichen Fußleiste, eine welche das Rohr verblendet, und mit Öffnungsklappmechanismus weiter reguliert werden kann. Funktioniert bei niedrigen Heizwassertemperaturen, sodass mit geringer Luftkonvektion der Lehmputz leicht erwärmt wird, und dadurch Strahlungswärme abgibt, Gibt es auch elektrisch.

    Weil du dazu, wenn nicht elektrisch, auch noch ein Ofen brauchst, welcher das Heizungswasser erwärmt - die meisten Öfen aber schon zu groß für ein Tinyhouse dimensioniert sind - stellt sich hier schon die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer zusätzlichen oben beschriebenen Fußleistenheizung.

    In der Planung meines Tinyhouse ist ein Holzofen (wegen dessen Überdimensionierung) nur für die kältesten Tage oder Kochen vorgesehen. Für die Übergangszeit möchte ich eine Brauchwasserwährmepumpe verwenden, für welche dann die oben beschriebene Fußleistenheizung wohl die einfachste Implementierung für eine Strahlungswärme-Heizung wäre.

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    Gutes gelingen.

    ..nur wenn das abstrakte materielle Versprechen des Tausches funktioniert, sonst kann ich mit dem Gold gar nichts anfangen,

    In Anbetracht des tatsächlichen Wertverlusts von Fiatgeld alleine die letzten 20 Jahre, kann ich mich nur wundern.

    Ist wohl realistischer, dass wir mit Schubkarren Papiergeld wieder Brot einkaufen gehen.

    ..bekommt mit den Besten Händen und Maschinen ein etwas Komplizierteren Dachstuhl aufgerichtet, geschweige den abgebunden ohne Bauschäden zu verursachen,

    Nico plant aber keinen komplizierten Dachstuhl, sondern nur ein Tinyhaus mit wahrscheinlich flachen Dach. Dass er seine handwerklichen Schwächen mitbedacht hat, sieht man schon an dem Konzept, nach dem er selber bauen möchte (Hervorhebung von mir):

    Fast schon wie Lego spielen. ;)

    Verschnitt wird es natürlich immer geben.

    So ein Bau aus Holz ist doch ein Handwerk, es steigt und fällt mit dem Geschick der Hände. Da spielt also ein akademischer Abschluss keine Rolle, im Gegenteil, denn man lernt an der Akademie nicht das handwerkliche Geschick, sondern das theoretische Denken.

    Obwohl schon sehr off-topic, möchte ich doch relativieren, und den Bauherren damit sogar ermutigen.

    Meine Zimmererlehre war schlicht traurig: Das erste Jahr wurde ich zum Stapeln von Brettern auf einem Sägewerk eingesetzt. Das zweite war mit einem unbeliebten Ausbildner nahe Rente, meist im 2er-Team. Dabei gewöhnte ich mir das Nachfragen ab, bekam dazu immer einen auf den Deckel. Im dritten und abschließenden 'Lehrjahr' wurde ich schlicht schon als Zimmerer wie meine ausgebildeten Kollegen eingesetzt. Gelernt hatte ich durch Absehen und 'learning by doing':

    Damals in meiner Jugend noch dem abendlichen Bierkonsum frönend, habe ich mir während der Berufschule einmal die Woche nur den fehlenden Schlaf auskuriert. Abgeschlossen habe ich dennoch mit Auszeichnung. Ehrlich gesagt, hatte ich zuvor für ein halbes Jahr und abgebrochen, mehr auf einer höheren Schule für Hochbau gelernt, als 3 Jahre Zimmerer Berufschule. Wie zB. im Pläne zeichnen.

    Das Geschick der Hände verbessert sich immer im Ausprobieren. Ohne Erfahrung werden sehr wohl dumme Fehler immer wieder passieren, dadurch lernt man aber auch nur dazu. Zur erleichternden Hornhaut an den Händen kommt es auch nur durch das immer wieder Tun. Die einzige Eigenschaft, die in so einer Situation zählt, ist Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen. Und ja, das war es, was ich wirklich während meiner Handwerkerlehre lernte. Und ich für ein Studium, wie unser OP, damals noch nicht hatte.