Sönke's Tiny House

    • Sönke's Tiny House

      Hallo liebe Tiny House Gemeinde,

      mein Name ist Sönke, ich wohne aktuell in Essen, und plane hier meinen Traum von einem (halb-) mobilen und autarkem Tiny House zu verwirklichen. Ich habe etwas in Richtung Energie- und Umwelttechnik studiert und dann ein paar Jahre bei einem unserer größeren Energieversorger gearbeitet.

      Aktuell habe ich frei, ein Grundstück und einen ersten Plan. Diesen möchte ich euch hiermit vorstellen.

      Ich freue mich über alle Fragen, Ideen, Vorschläge, Kritik - Feedback jeder Art ist willkommen, das Häuschen kann dadurch nur besser werden. Und wenn ihr Ideen zum Abspecken habt - immer gerne. Etwas Gewichtsverlust würde meinem Häuschen noch gut tun. Laut Berechnung ist es unter 3.5t aber nicht viel.

      1) Als Basis wird der Vlemmix Trailer dienen - Standardvariante 720cm.


      2) Bodenplatte aus 9mm Siebdruck | Stöße auf unterliegendem Rahmen und Abdichtung mit Anschlussband | an Rändern Anschlussband / Folienstreifen zum späteren Anschluss der Windsperre |Aufbau auf 6,8m verkürzt um unter 3.5t zu bleiben


      3) Bodenrahmen aus 8x8cm Rahmenhölzern oder KVH an den Rändern | Rippen über den Stößen 6x8cm | Rippen ohne Stoß 4x8cm


      4) Wandaufbau vorne und links | 6x8cm KVH oder Rahmenholz | 60cm Abstand zwischen den Ständern | Doppelflügeltür in der Mitte | Aussteifung durch spätere Diagonalbeplankung innen und außen und evtl. zusätzliche Rispenbänder


      5) Wandaufbau hinten und rechts


      6) Detail Eckverbindung


      7) Decke aus 6x12cm KVH | Verblockung durch 4 x 12 Bohlen


      8 ) Detail Verbindung Ständer Und Rippen mit Schwelle und Rähm


      9) Detail Rahmen Trailer Verbindung 1


      10) Detail Rahmen Trailer Verbindung 2


      Fortsetzung folgt

    • 11) Detail Verbindungen in Fensteröffnungen


      12) Detail Verbindungen am Dach | Umlaufendes Windrispenband


      13) Dackverplankung aus 15mm Fasebrettern


      14) Windsperre


      15) 1. Abdichtungsschicht Dach / Dampfsperre / Notabdichtung


      16) Fenster und Türen | Kiefer | Nach außen öffnend


      17) Detail Dachdämmung | 8cm druck-/trittfeste Holzfaserdämmung | Abdichtung Unterlage | Abdichtung Oberlage


      18) Isolierung mit Jute


      19) Dampfbremse


      20) Aussteifende innere Diagonalverplankung mit Fasebrettern 14mm
      (Segmentierung ist nur durch die Zeichnung bedingt)


      Fortsetzung folgt
    • 21) Isolierung Boden 8cm Jute


      22) Dampfbremse Boden


      23) Bodendielen 15mm Kiefer


      24) Schlafloft KVH oder Rahmen 6x8cm | Beplankung mit Kiefer 15mm


      25) Trennwand zum Bad


      26) Fassadenunterlattung | Hinterlüftung von 15 mm, da offene Fassade


      27) Diagonal Rhombus Fassade | 18mm Fichte | 10mm Spalt | Anschluss jeweils mit zwei Schrauben | Anstrich Falu / Schwedenrot


      Freue mich über Rückmeldungen jeder Art!
      Gruß,
      Sönke.
    • Hy Sönke, nur auf die Schnelle und der einfachhalber den Bildern geordnet.
      Wie immer, nur meine Meinung und als Empfehlung gedacht.
      2) Bodenplatte 5 mm müsste reichen, wenn die Holzrahmen auf den Träger des Hängers liegen.
      8) Winkel ohne Rippe sind ausreichend, da nur Zug und Druck, Aussteifung ja über Beplankung.
      10) würde ich einfräsen, dann ist es mit der Folie und Konterlatten einfacher.
      11) Winkel nicht in Fensteröffnung sondern auf die andere Seite.
      12) Einfräsen
      17) eine Aufkantung und Abläufe würde ich auch noch einplanen, da sonst das Wasser da runterläuft wo es will aber nicht da wo es soll: Vor den Fenster, Türen…
      22) Dampfsperre, nicht –bremse: SD-Wert > 50 m für Boden und Decke.
      24) Querhölzer für Deckenhölzer in Wand mit einplanen.
      26) Passt die Tür über die Kotflügel?
      27) Diagonale Rhombus mit Spalt würde ich mir noch überlegen. Das Wasser läuftdann nicht nach vorne, sondern eher der Faser entlang. Wird also nichtschnellstmöglich abgeleitet.

      Ansonsten nicht viel dran auszusetzten.
      Viel Spaß

      Stefan
    • Hallo Sönke,

      kudos für den Detailgrad - das ist eher selten. Ebenso die Diagonalfassade.
      Mir kam nur eine Frage auf; ist es nicht empfehlenswert, den Holzboden und den Metallrahmen thermisch zu entkoppeln? Das düfte doch auch bei Siebdruck angebracht sein, nicht? Oder langt dafür am Ende eine Schicht Klebstoff o.ä.?
    • Vielen Dank Stefan und Andy für eure Anmerkungen.
      Das schätze ich sehr und ist überaus hilfreich!

      @Andy: Ja stimmt, das ist ein offener Punkt. Bei Leopold (Tiny House Wanderlust) hatte ich gesehen, dass er die Platten verklebt und dadurch den Kleber als eine dünne, flexible Trennschicht hat. Da ich keine Verklebung plane (Aufbau soll theoretisch abnehmbar sein) macht es vermutlich Sinn da eine sehr dünne Schicht Gummi oder so auf den Metallrahmen aufzukleben.

      @Stefan:
      2) Ja, das ist ein guter Hinweis. Das sind gleich wieder einige Kilos. Werde dann nur im Bau vorsichtiger sein müssen, da da die Siebdruckplatte ja erstmal als Blindboden dient.

      8 ) Der versteifende Winkel ist sicherlich eine Dopplung mit der Beplankung. Meine innere diagonal Beplankung allein ist rechnerisch als Aussteifung nicht ausreichend. Deshalb habe ich in meinem aktuellen Plan die aussteifenden Winkel plus die äußere diagonal Beplankung als weitere aussteifende Elemente.

      10) Ja, eine Einfräsung macht es schöner.

      11) Generell hatte ich überlegt jeden Balken zur Erhöhung der Lastaufnahme immer auf beiden Seiten mit einem Winkel anzuschließen. Bei den Fensteröffnung / Stürzen außen mit Winkeln mit Rippe und innen (in der Fensteröffnung) aus Platzgründen mit Winkeln ohne Rippe. Bei umlaufend 1cm Montagespalt für die Fenster würde das passen. Oder gibt es hier noch einen weiteren Grund der gegen Winkel in der Fensteröffnung sprechen könnte?

      12) Ja!

      17) Stimmt. Den Detailpunkt habe ich noch nicht detailliert geplant und gezeichnet.

      22) Hier sprichst du direkt einen wunden Punkt meiner Konstruktion an. Das Problem hier ist ja, dass die Siebdruckplatte nicht diffusionsoffen ist. Und ja dann macht auch eine Intello Dampfbremse nicht super viel Sinn, da sie aufgrund der Einbausituation ja wenig Rückdiffusion in den Innenraum zulassen wird. Beim Dach ist das anders da dies zwar nach außen ja auch Diffusionsdicht sein wird, aber durch die Sonneneinstrahlung eine Rückdiffusion nach innen ermöglicht wird. Der Boden liegt aber ja nun mal komplett im Schatten. Die Technik Hotline von ProClima sieht drei Optionen:
      I. Eine diffusionsoffene Schicht nach unten
      Hier wüsste ich nicht durch welches Material ich die Siebdruckplatte sinnvoll und auch den Anforderungen gerecht ersetzen könnte. Also auch aufgrund der mechanischen Belastung des Unterbodens beim Transport.
      II. Die Siebdruckplatte - aber dann mit ca. 3cm Hinterlüftung, dann Dämmung, dann Intello. Ist sicherlich eine "sichere" Konstruktion. Allerdings würde ich diese 3cm an Raumhöhe nur ungern verlieren
      III. Eine diffusionsdichte Konstruktion mit Dampfsperre sehen sie als kritisch und nicht mehr dem Stand der Technik gemäß an.

      Habt ihr hier noch Ideen? Im Thread "Bodenaufbau" hier im Forum habe ich hierzu bislang nichts finden können.

      24) Meinst du hier einen Randgurt zwischen den Loftsparren im Innenraum oder einen Gurt zwischen den Rippen im Fachwerk quasi auf der anderen Seite der Innenbeplankung?
      Zur Erläuterung: Meine Idee war den Loft quasi in "Ballon framing" Bauweise in den Raum einzuhängen. Also mit Balkenschuhen auf die innere diagonal Beplankung mit Schrauben durchgehend in die dahinterliegenden Ständer.

      26) Ja, dazu ist die Tür etwas nach oben versetzt. Dadurch gibt es dann im Innenraum eine kleine Stufe.

      27) Ja, optimal ist Diagonalrhombus sicherlich nicht. Für mich ist es ein Kompromiss zwischen Aussteifung (durch Diagonalverlegung), Platzersparniss (Lüftung druch Spalt ermöglicht eine geringere Hinterlüftung von nur 15mm), einer Gewichtsersparniss (wenn auch gegen eine Profilbrettverlegung nicht so groß) und eine etwas einfachere Konstruktion (keine Insektengitter etc.). Das langsamere Ablaufen hoffe ich durch die luftige Bauweise mit hoher Rücktrocknung zu kompensieren. Jedoch ist hier Holzschutz / Streichen auf jeden Fall notwendig. Gerade bei der Verwendung von Fichte.


      Vielen Dank für eure Unterstützung.
      Beste Grüße,
      Sönke.
    • Hallo Sönke,

      Weiter mit der Nummerierung :)

      2) man könnte auch eine Teichfolie nehmen, da steht man auch beim Bauen nichtdrauf.
      Oder eine Diff. offene Bahn für Regendichte Unterdächer. Z.B.: Stamisol
      Nur ob diese auf lange Sicht ihre Funktion erfüllen, wage ich zu bezweifeln. Daher auch mein Hinweis bei Punkt 22)

      8) ohne zu rechen würde ich bei innen und Aussen diagonale Schalung kein Bauchweh bekommen.
      Diese Arbeitsweise empfinde angenehmer als „eingespannte“ Pfosten.

      11) bei den Fenstern würde ich dafür sorgen das sie keine Last abbekommen. 2 mm Winkel und noch ca 3 mm für die Schraube verringert die Luft auf 5 mm. diesen Spalt auch gut dicht zubekommen wäre mir zu anstrengend. Ein Winkel dürfte m.M ausreichen. Sind ja wenn ich es richtig erkenne auch nur jeweils zwei an der Traufseite beiden ober Fenster bzw. einer an den „Giebelseite“ wo das Fensterrähm auch gleichzeitig Dachrähm ist. Ansonsten eben einfräsen.

      22) eben weil I und II entweder eventuell nicht funktionieren bzw. unpraktischsind doch zu III.
      Man sieht halt nicht mehr hin und merkt es erst wenn es zu spät ist

      24) Als „Lastverteiler“ in der Wand um nicht auf das Sprungmaß der Pfostenfixiert zu sein.
      Oder innen auf die Schalung als Querriegel.
      Balkenschuhe Sichtbar? Ist nicht mein Geschmack.

      27) Ich würde die Hinterlüftung sogar noch auf 10 mm reduzieren. Die Hinterlüftung findet ja durch den Spalt statt. Die Aussteifung würde auch etwas zunehmen und insgesamt könnte man 1 cm mehr Innenraum erreichen. Ganz ohne „Konter“ Lattung würde ich nicht arbeiten, da sonst die Folie am Holz anliegt und das Regenwasserdort länger verweilen kann.
      Was noch zu prüfen wäre: in wie weit die Schalung bei einem Befestigungsabstand von ca 70 cm (Pfostenabstand diagonal mit der Schalung gemessen) noch aussteifen wirkt.

      Ansonsten frohes Arbeiten
    • Zu Punkt 22:
      Verstehe ich es richtig, dass das Problem dadurch entsteht, dass Feuchtigkeit in die Dämmung gelangen mag, diese aber durch die Intello oben und die Platte unten keinen Weg mehr rausfände?
      Ist es dann nicht eine Möglichkeit eine Belüftung der Dämmung je an den horizontalen Endseiten einzurichten (und sei es durch einfache Bohrungen entsprechender Größe im Balken)? Es relativiert sicher ihre Effizienz, aber die Alternative ist ja nun sicher noch viel eher zu verhindern.

      Edit: Da fällt mir auf; wenn du ohnehin eine Gummischicht unter die Balken setzen musst; kann dies nicht gleich als Hinterlüftung dienen? Metallrahmen, Gummi/Kunststofflager von kompromissbereiten 2cm Höhe, optional (?) die Windschutzbahn, Gebälk/Dämmung, Intello, usf.
      Es sind 2cm, klar, aber dann inklusive dem guten Gefühl, alles getan zu haben.

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    • Hallo,

      vielen Dank für eure Beiträge.

      Zu 22) Ja, den Bodenaufbau muss ich mir auf jeden Fall noch mal überlegen. Aber wenn Siebdruckplatte, dann macht auch nur eine Dampfsperre Sinn, da hast du Recht Stefan.
      @Andy: Die flexible Gummischicht wäre eher nur so 1mm dick und auch nur als Streifen auf dem Metallrahmen aufgetragen, ähnlich als wenn die Platten mit einem flexiblen Kleber geklebt worden wären. Eine wirklich funktionierende Hinterlüftung einzurichten, ist glaube ich gar nicht so Leicht. Nur ein paar Löcher hätten hier vermutlich nicht den notwendigen Querschnitt.

      Zu 24) Mhmm, ja muss mal schauen, es gibt ja da auch noch versteckte Balkenschlüsse. Aber ein Lastverteiler / Gurt muss ich da wohl noch einzeichnen.

      Zu 27) Ja, bei der Rhombusfassade ist die Reduktion der Hinterlüftung auf 10mm vermutlich eine gangbare Option.

      Beste Grüße aus Essen.
      Hoffentlich hat es sich bald ausgeregnet. Ich möchte mein Gartenhaus/Werkzeugschuppen endlich fertig bauen. (Quasi als Tiny Tiny Vorübung für das Tiny House, und um dann einen Platz für die ganzen Werkzeuge zu haben.

      Sönke.