Fassaden-Holz konservieren mit Shou-Sugi-Ban

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    • jo, kenn ich. Ist auch gar nicht schwer wenn man den dreh einmal raus hat.

      Ist ein bissel trickie die verkohlung gleichmäßig hinzubekommen (vor allem wenn man es nicht ganz dunkel haben möchte).

      schau mal hier:
      youtube.com/channel/UCb0s0qC96lCcx2pO2za6mcw

      die haben das als Fassade.

      LG
      leopold
      Less House, More Home :thumbsup:

      tinyhouse-wanderlust.com
    • Sieht sehr edel aus.
      Wie ist das dann eigentlich mit der Sonneneinstrahlung im Sommer?
      Die Tiny Houses neigen bei schlechter Belüftung ohnehin zu Barackenklima. Ich hatte gerade auf 90°C erhitzte Außenwände vor meinem inneren Auge>.<

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    • Morgen,

      Martin das von dir erwähnte Shou-sugi-ban sieht man hier: youtube.com/watch?v=rzVoBog8A_4

      Leopold, das von dir verlinkte ist ein Flämmen des Holzes. Dieses dient lediglich dazu das die Struktur des Holzes besser heraustritt, ähnlich wie beim Bürsten. Ein Holzschutz ohne weitere Behandlung wird da wohl weniger erreicht.
      Bei so einer dicken Kohlenstoffschicht wie beim shou-sugi-ban geht wirklich kein Insekt durch. Auch der Pilz findet die ersten mm keine Nährstoffe bzw. trocknet aus. Da Asche auch stark alkalisch ist. de.wikipedia.org/wiki/Aschenlauge

      Dies ist m.M. in unseren Breitengraten aber nicht notwendig, wenn man die richtigen Hölzer verwendet und auch den Konstruktiven Holzschutz beachtet halten Lärche und Douglasie… auch locker 40 Jahre. Meine Scheune wurde an der Ostseite noch nie gestrichen (ca. 70 Jahre einfache Fichtenbretter) auch auf der Westseite (Wetterseite) hielten die Bretter fast 40 Jahre
      Vorausgesetzt man mag die verwitterte Optik von Holz.

      Thema Wärme: Holzkohle ist ein sehr guter Wärmeschutz. Die Bretter werden an der Oberfläche durch die „Schwarze Farbe“ zwar wärmer, die Wärme geht aber nur schlecht durch das Holz in Richtung Wand, zumal die Schalung ja auch noch eine Hinter Lüftung hat, ist die Erwärmung des Innenraum mit Sicherheit messbar. Eine Sinnvolle Lüftung dürfte dies aber mehr als ausgleichen.


      Gruß Stefan
    • Da hatte ich nicht weit genug gedacht-.- Logisch, ist ja ganz poröse Kohle.
      Dein letzter Absatz hat mir ein Licht aufgehn lassen.
      Nur wer bietet diese Methode an?

      Als ich Martins Beitrag gelesen hatte musste ich an eine weitere alte Methode zur Konservierung von Holz denken.
      Früher legte man das Bauholz den Winter über in Jauche ein.... <X Für eine Scheune sicher ok aber nicht für ein Tiny House :D
    • Schöne Bezeichnung für etwas ganz einfaches.... Nur das erste Bild zeigt wirklich tief verkohltes Holz, aber im Grunde ist diese Methode nichts anderes wie abflammen. Unbehandelt wäre die Kohleschicht sehr empfindlich, jede kleinste Berührung würde Spuren hinterlassen. Das sieht nach ein paar Jahren unschön aus. Und Lack kann man einfach erneuern, die Kohleschicht nicht.

      Du brauchst dir da vorerst eh keine Gedanken mehr machen, Leopold. Ich sah gestern, dass du dich für Osmo entschieden hast. Sogar in Taubenblau^^
      Ich hatte damit, irgendwann zwischen 96´und 99´(erste Ausbildung), die Verblendung einer Überdachung gestrichen. Dieser Schutz ist heute, nach all den Jahren, immer noch so gut wie neu. Ich hatte extra gefragt, ob das jemals überstrichen/aufgefrischt wurde, aber es ist immer noch mein Werk.
    • Tinyhouse-Wanderlust wrote:

      @Steff

      shou sugi ban kann meines wissens sehr unterschiedlich eingesetzt werden.
      Dass es ein wirksameren Schutz darstellt wenn es stärker verkohlt ist mir klar, trotzdem denke ich darf man auch das anflammen von Holz als Shou sugi ban bezeichnen :)

      Hallo Leopold,
      Eben weil es sehr unterschiedlich eingesetzt werden kann habe ich darauf hingewiesen.
      Dies ging bei deinem ersten Beitrag für mich nicht eindeutig heraus.
      (Im Beitrag von Martin ging es um Holzschutz, in deinem um Optik)
      Nicht das jemand meint er könnte einen Holzschutz von 80 Jahren erziehen wenn er mit dem Gasbrenner etwas über das Holz flämmt.

      Gruß Stefan

      The post was edited 1 time, last by Steff ().

    • Alles sehr verwirrend.
      Wenn man sich den Text in Martins Link durchliest erscheint das durchaus logisch, dazu müsste man allerdings einen Autoclaven verwenden, dann wäre das Holz wirklich bis fast in den Kern, frei von Harzen und flüchtigen Stoffen.

      Wenn ich mir anschaue, wie dieses Shou Sugi Ban in Japan gemacht wird, ist es im Prinzip nichts anderes wie gründliches Abflammen. Dort eben mit Hilfe von, zu einem Kamin zusammengefügten Brettern, die innen durch ein Starterfeuer brennen/abgeflammt werden.
      Die kurze Zeit reicht nicht aus um tiefer wie ein paar Millimeter ins Holz einzudringen.
      Der gute D bezeichnet sein Abflammen jedenfalls als beschriebene Methode:
      und pinzelt munter noch zusätzlich Lasur drauf^^

      Es gibt noch viele weitere altertümliche Methoden zur Konservierung von Holz:
      -Einlegen in Salzsole
      -Auslaugen z.B. mit Holzseife
      -Ausschwemmen mit Hilfe von Wasser (eher nur Zucker und wasserlösliche Stoffe, weniger Harze)
      -Einlegen in Harnstoff (oder eben stinkende Jauche)
      -Einlegen in Zucker (wird aber eher bei der Restauration/Bewahrung von, meist aufgequollenen, antiken Funden eingesetzt)


      Es sieht jedenfalls super edel aus, dieses Shou Sugi Ban, und ich könnte mir vorstellen sowas im Innenbereich einzusetzen, natürlich nur an einer Stelle wo keiner die empfindliche unbehandelte Kohleschicht berühren könnte. Im Außenbereich würde ich diese Methode eher nicht verwenden, erinnert mich zu sehr an
      Images
      • alter-leichenwagen-27547547.jpg

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    • Das hab ich beim Flachdach kleben mit Gasbrenner auch schon mal hinbekommen....Shou sugi ban der Sparschalung darunter..Die Feuerwehr war fix da und hat mich und das Flachdach gerettet .....Ich fand das das gut aussieht aber der Bauherr fand das neue Design nicht so prickelnd und meine Versicherung auch nicht......grins
    • Also, haben die Bretter erhalten und sie sind auf Grund der Thermo- Behandlung leichter als normale Fichte.
      Der m3 wiegt ca 380kg .. ( besser nochmal genau nachfragen, wenn euch das interessiert, ich weiß nur , dass es für uns ok war und es war in den Bereich von 380kg) und der Preis ist 32 Euro m2 inkl. mwst
      Sehen echt toll aus, breite Bretter gehackt und gebürstet die einen rustikalen Stil geben. Waren in einer Woche da, wir sind zufrieden :)